{"id":470704,"date":"2025-10-03T19:11:17","date_gmt":"2025-10-03T19:11:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470704\/"},"modified":"2025-10-03T19:11:17","modified_gmt":"2025-10-03T19:11:17","slug":"israelische-archaeologen-rekonstruieren-hamas-angriff-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470704\/","title":{"rendered":"Israelische Arch\u00e4ologen rekonstruieren Hamas-Angriff | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 03.10.2025 18:26 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Israel sichern Arch\u00e4ologen Spuren des 7. Oktober 2023. Mit ihrer Arbeit geben sie Familien Gewissheit \u00fcber den Verbleib ihrer Angeh\u00f6rigen &#8211; und dokumentieren, was beim Terrorangriff der Hamas geschah.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/joerg-poppendieck-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"J\u00f6rg Poppendieck\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/poppendieck-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Rund 30 Jahre lang hat Joe Uziel ganz klassisch als Arch\u00e4ologe gearbeitet. Der Israeli hat versucht, dem Boden seine Geschichten zu entlocken. Bis zum 7. Oktober 2023, bis zum Terrorangriff der Hamas. Seitdem ist seine Expertise auch gefragt bei der Entschl\u00fcsselung der Gegenwart.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An seinen ersten Einsatz in einem zerst\u00f6rten Kibbuz in der N\u00e4he zur Grenze zum Gazastreifen kann er sich noch sehr genau erinnern &#8211; und an seine Gef\u00fchle am ersten Tag.\u00a0&#8222;Ich bin in einen Kibbuz gekommen und auf der einen Seite sah es total sch\u00f6n und gr\u00fcn aus. Da standen B\u00e4ume&#8220;, sagt er. Dann habe er sich umgedreht. Und da war &#8222;diese v\u00f6llige Zerst\u00f6rung, dieses teuflische Werk.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>    Monatelange Suche nach den Spuren der Vermissten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Weil die Kriminaltechniker der israelischen Armee und der Polizei nicht mehr weiterkamen, wandten sie sich an Uziel und 30 weitere Kolleginnen und Kollegen. Statt in antiken Ruinen suchten die Arch\u00e4ologen monatelang in verbrannten H\u00e4usern, zerst\u00f6rten Stra\u00dfen und auf dem Gel\u00e4nde des Nova-Festivals nach Spuren von Vermissten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ihre Arbeit wird in einer Ausstellung in der Antikenbeh\u00f6rde in Jerusalem gezeigt. Ihr Titel: Auferstehung aus der Asche. Direkt nach dem 7. Oktober begannen die Arch\u00e4ologen damit, Schutt und Asche zu durchsieben, auf der Suche nach kleinsten Leichenteilen.<\/p>\n<p>    Das Ziel der Arch\u00e4ologen: Angeh\u00f6rigen Gewissheit geben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine belastende Aufgabe f\u00fcr die Historiker. &#8222;Einerseits wollte ich nichts finden, weil klar war, wenn ich etwas finde, dann steht fest, dass jemand ermordet wurde&#8220;, sagt Uziel. &#8222;Auf der anderen Seite hat es mir geholfen zu wissen, dass Angeh\u00f6rige durch diese Gewissheit zur Ruhe kommen konnten.&#8220; Sie h\u00e4tten nach kleinsten Knochenresten oder Z\u00e4hnen gesucht, um diese dann auf DNA\u00a0analysieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch immer ist die Arbeit der Arch\u00e4ologen nicht beendet.\u00a0W\u00e4hrend es in den ersten Monaten vor allem darum ging, vermisste Personen zu finden, sind die Wissenschaftler jetzt damit besch\u00e4ftigt, die Folgen vom 7. Oktober zu dokumentieren.<\/p>\n<p>    Dokumentation des Grauens mit 3D-Modellen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In den vergangenen Monaten seien drei Millionen Fotos gemacht worden, erz\u00e4hlt Moshe Cain.\u00a0Der Professor f\u00fcr Fotografie erstellt gerade mit anderen Arch\u00e4ologen 3D-Modelle der zerst\u00f6rten Kibbuzim an der Grenze zum Gazastreifen.\u00a0&#8222;Wir arbeiten mit hochaufl\u00f6senden Bildern, dadurch erhalten wir viel mehr Informationen als bei einem 2D-Bild&#8220;, erkl\u00e4rt Cain.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Bei all dem geht es nicht nur um das Erinnern. Es geht schlicht auch um forensische und gerichtsfeste Beweismittel&#8220;, sagt der Professor. &#8222;Es gibt immer noch Menschen, die leugnen, dass es den 7. Oktober gegeben hat.&#8220; Das sei traurig. Auch deshalb versuchten sie, so viele Informationen wie m\u00f6glich sicherzustellen, bevor es zu sp\u00e4t sei.<\/p>\n<p>    Wichtige Arbeit &#8211; auch f\u00fcr die Gegenwart<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Historiker Uziel erz\u00e4hlt, dass er heute anders auf seinen Beruf blickt.\u00a0Lange sei er als Arch\u00e4ologe einfach nur seinem Hobby nachgegangen &#8211; und bekam Geld daf\u00fcr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nun habe sich f\u00fcr ihn die Bedeutung ver\u00e4ndert. &#8222;Das, was wir machen, ist wichtig und von Bedeutung &#8211; auch in der Gegenwart&#8220;, sagt der Wissenschaftler. &#8222;Wir verf\u00fcgen einfach \u00fcber ganz spezielle F\u00e4higkeiten.&#8220; Er und seine Kollegen s\u00e4hen Dinge, die andere nicht sehen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.10.2025 18:26 Uhr In Israel sichern Arch\u00e4ologen Spuren des 7. 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