{"id":470897,"date":"2025-10-03T20:57:14","date_gmt":"2025-10-03T20:57:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470897\/"},"modified":"2025-10-03T20:57:14","modified_gmt":"2025-10-03T20:57:14","slug":"teilnehmende-des-churchtrails-joggen-durch-geoeffnete-kirchen-koelns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/470897\/","title":{"rendered":"Teilnehmende des Churchtrails joggen durch ge\u00f6ffnete Kirchen K\u00f6lns"},"content":{"rendered":"<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Was ist der entscheidende Unterschied zwischen den klassischen Marathons und dem Churchtrail, au\u00dfer, dass er k\u00fcrzer ist und an Kirchen vorbeif\u00fchrt?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Nicolas Niermann (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung DJK Sportverband K\u00f6ln e.V.):<\/strong>\u00a0Wir kommen nicht nur an Kirchen vorbei, sondern sogar in Kirchen hinein. Das ist der gr\u00f6\u00dfte und bedeutendste Unterschied. Bei uns geht es nicht darum, eine bestimmte Zeit zu laufen, sondern wir laufen f\u00fcr das Erlebnis.\u00a0<\/p>\n<p>Ein sportliches, aber auch ein spirituelles und architektonisches Erlebnis. Die Leute sollen die Strecke einfach genie\u00dfen und etwas f\u00fcr K\u00f6rper, Geist und Seele mitnehmen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Sie sind schon viermal mitgelaufen. Was ist das denn f\u00fcr ein Gef\u00fchl, mit einem 120er Puls in eine Kirche reinzujoggen?<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Das ist nat\u00fcrlich ungewohnt. Viele, die das zum ersten Mal machen, schrecken davor ein bisschen zur\u00fcck, mit Sportsachen eine Kirche zu betreten. Aber das ist mit den Kirchen abgesprochen, und genau f\u00fcr diesen Zweck sind die Kirchen an dem Tag auch ge\u00f6ffnet und vorbereitet.<\/p>\n<p>Es geht darum, den Leuten, die aus der Bewegung kommen, ein spirituelles Erlebnis zu erm\u00f6glichen, wie sie das vorher noch nicht hatten. Die Kirchen und den Kirchenraum als etwas ganz anderes zu erleben und aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen. Gerade durch die spirituellen Impulse, die man dann bekommt.<\/p>\n<p>Das kann ein K\u00f6rpergebet sein, etwas mit Atmung oder die Geschichte der Kirche thematisieren. Das wirkt auf einen einfach ganz anders, weil man in dem Moment selbst ganz anders ist.\u00a0<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Schaut man den Altarraum und die Fenster anders an, wenn man mit Adrenalin hineinkommt?<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Auf jeden Fall. Der Fokus verschiebt sich: Man hat eine andere K\u00f6rperlichkeit, man sp\u00fcrt andere Sachen und in dem Moment kann man andere Sachen nachempfinden. Die Impulse, die man bekommt, sind darauf gem\u00fcnzt, zu zeigen, dass man sich im Moment in Bewegung befindet. Wir empfinden das Christentum auch als eine bewegte Religion, die aus der Bewegung heraus geboren wurde. Das mal nachvollziehen und nachempfinden zu k\u00f6nnen, wie man es fr\u00fcher getan hat. F\u00fcr viele ist das etwas ganz Neues und Faszinierendes f\u00fcr viele Menschen.\u00a0<\/p>\n<p>        Nicolas Niermann<\/p>\n<p>&#8222;Man muss nicht christlich sein und trotzdem kann man da tolle Impulse und Empfindungen f\u00fcr sich herausnehmen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Wie l\u00e4sst sich der Glaube im Gegensatz zu einem klassischen Gottesdienst beim Churchtrail erleben?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Die Kirchen sind f\u00fcr viele Leute, die nicht dem institutionellen katholischen Glauben anh\u00e4ngen, trotzdem ein spiritueller Ort. Niemand, der eine beeindruckende Kirche betritt, bleibt unber\u00fchrt von ihrer Wirkung. Das nutzen wir, um zu zeigen, dass nichts ist, was man rational nachempfinden muss.\u00a0<\/p>\n<p>Das kann man einfach f\u00fchlen. Man geht in diesen spirituellen Raum rein, der mit einem in Bewegung etwas Besonderes macht. Das hei\u00dft, man muss nicht christlich sein, man muss nicht besonders gl\u00e4ubig sein und trotzdem kann man da tolle Impulse und Empfindungen f\u00fcr sich herausnehmen.<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Der Churchtrail findet erstmals in Kooperation mit der Zentralmoschee in K\u00f6ln statt. Was k\u00f6nnen die Teilnehmenden vor Ort erwarten und was, erhoffen Sie sich als DJK von dieser Kooperation?<\/p>\n<p>Eine Station des Churchtrails: Die Zentralmoschee im K\u00f6lner Stadtteil Ehrenfeld.<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Also uns geht es darum, diesen spirituellen Blick auf den K\u00f6rper und den Menschen als Ganzes mit anderen Religionen, Nationalit\u00e4ten und Kulturen zu teilen. Ich glaube, das ist ein tolles Zeichen, zusammenzukommen und zu sehen, dass da etwas ist, das uns eint. Ein universelles Gef\u00fchl von der Bewegung, von Sport, von der Gemeinschaft, das man gemeinsam erleben kann. Man r\u00fcckt da zusammen und braucht daf\u00fcr nicht mal eine Sprache. Deswegen ist das eine gute Kooperation.\u00a0<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Was ist, wenn ich zwar ein bisschen Sport mache, aber f\u00fcr einen Lauf, nicht fit genug bin: Kann ich trotzdem mitmachen?\u00a0<\/p>\n<p>        Nicolas Niermann<\/p>\n<p>&#8222;Neun Kilometer schafft jeder, wenn man entsprechende Pausen zwischendurch einbaut.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Nat\u00fcrlich, wer Lust hat, mitzulaufen, sagt uns einfach, in welcher Geschwindigkeit er das m\u00f6chte. Wir unterteilen die Gruppen am Anfang. Wer eher gem\u00fctlich laufen m\u00f6chte, landet in der entsprechenden Gruppe und l\u00e4uft etwas l\u00e4nger, startet daf\u00fcr fr\u00fcher und kommt ungef\u00e4hr gleichzeitig mit den anderen Gruppen an.\u00a0<\/p>\n<p>Dadurch, dass wir acht Stopps in sieben Kirchen machen, ist das ein bisschen entzerrt und die neun Kilometer sind gar nicht so weit. Neun Kilometer schafft jeder, wenn man entsprechende Pausen zwischendurch einbaut.\u00a0<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Start und Ziel ist die St. Josef Kirche in Ehrenfeld. Wie f\u00fchlt sich das an, dort wieder anzukommen und in die Kirche reinzulaufen?\u00a0<\/p>\n<p>Den Organisatoren geht es darum, den spirituellen Blick auf den Menschen als Ganzes mit anderen Religionen, Nationalit\u00e4ten und Kulturen zu teilen.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Das ist mehr als ein normaler Zieleinlauf. Das ist ein Lauf in ein Kirchengeb\u00e4ude hinein, und wird dort mit offenen Armen empfangen. Da sind Ehrenamtler aus der Gemeinde in Ehrenfeld, die etwas an Verpflegung wie Getr\u00e4nke und Snacks zubereitet haben.\u00a0<\/p>\n<p>Das ist einfach ein total tolles Gef\u00fchl. Dieses Kameradschaftliche mit der Gruppe, mit der man was beim Laufen erlebt hat, das verbindet total und f\u00fchrt dazu, dass die Leute noch lange in diesem Kirchenraum bleiben und sich dar\u00fcber unterhalten, was sie gerade erlebt haben.\u00a0<\/p>\n<p><strong>DOMRADIO.DE:\u00a0<\/strong>Kann ich mich noch kurzfristig anmelden oder ist es schon zu sp\u00e4t?\u00a0<\/p>\n<p><strong>Niermann:\u00a0<\/strong>Sie k\u00f6nnen sich gerne noch <a href=\"https:\/\/www.djkdvkoeln.de\/de\/Kalender\/kalender\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>anmelden<\/strong><\/a>. Selbst, wenn Sie spontan vorbeikommen wollen, w\u00fcrde das auch noch passen. Wir kriegen immer noch Leute unter.\u00a0<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Moritz Mayer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"DOMRADIO.DE:\u00a0Was ist der entscheidende Unterschied zwischen den klassischen Marathons und dem Churchtrail, au\u00dfer, dass er k\u00fcrzer ist und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":470898,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209],"class_list":{"0":"post-470897","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115312239866486433","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/470897","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=470897"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/470897\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/470898"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=470897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=470897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=470897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}