{"id":471253,"date":"2025-10-04T00:19:13","date_gmt":"2025-10-04T00:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471253\/"},"modified":"2025-10-04T00:19:13","modified_gmt":"2025-10-04T00:19:13","slug":"aufklaerendes-zu-buergergeld-jobcenter-muenster-und-der-politik-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471253\/","title":{"rendered":"Aufkl\u00e4rendes zu B\u00fcrgergeld, Jobcenter M\u00fcnster und der Politik in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>&#13;<\/p>\n<p>KAB St. Ida widmet sich auch der Politik der Berliner Schwarz-Roten Koalition <\/p>\n<p>M\u00fcnster-Gremmendorf -anh-. Aus wenigstens zwei Perspektiven betrachteten G\u00e4ste der KAB in St. Ida die Frage \u201eVon der Sozialhilfe zum B\u00fcrgergeld \u2013 wo stehen wir heute?\u201c. Die eher seltene Konstellation des Donnerstags: Die Leiterin des Jobcenters M\u00fcnster war nach Gremmendorf gekommen, dazu Dr. Stefan Nacke, Abgeordneter des Bundestages. Es sei \u201eein Dream-Team\u201c so leitete Annegret Beiler mit Humor ein: Die eine m\u00fcsse \u201eausbaden und umsetzen, was der Dr. Nacke in Berlin produziert oder mitproduziert\u201c.<\/p>\n<p>Umzusetzen, so Korschewski, hat das Jobcenter die steuerfinanzierte Leistung \u201eB\u00fcrgergeld\u201c, mit als Kunden in der Regel langzeitarbeitslosen und arbeitsmarktfernen Menschen, aber auch den sogenannten Aufstockern zum Arbeitslohn. Man wolle in M\u00fcnster an den Arbeitsmarkt heranf\u00fchren und nutze eine umfangreiche kommunale Vernetzung. Die kommunale L\u00f6sung wie in M\u00fcnster bevorzuge sie, da seien Wege k\u00fcrzer. Eine weitere Aufgabe seien Bildung und Teilhabe. Gesch\u00e4ftsstellen hat man am Ludgeriplatz, in Wolbeck, Hiltrup und Kinderhaus. 2024 war jeder vierte Kunde des Jobcenters erwerbst\u00e4tig, acht Prozent sind schwerbehindert, 43 Ausl\u00e4nder, 12 Prozent Alleinerziehende. Dem Schritt in Besch\u00e4ftigung entgegen stehen bei 25 Prozent gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen, 45 Prozent fehlt ein Schulabschluss. Acht Prozent k\u00f6nnen direkt in Arbeit integriert werden. Zum Wechsel zum \u201eB\u00fcrgergeld\u201c und dem daf\u00fcr herangezogene Ziel \u201eMehr Respekt und Augenh\u00f6he\u201c bemerkte Korschewski, beides habe man auch vorher praktiziert. Das unterst\u00fctzte eine im Sozialb\u00fcro von St. Ida aktive Frau aus dem Publikum; den Eindruck habe sie auch. Leistungsminderungen bei Pflichtverletzungen seien \u00fcblich. T\u00fccken gebe es bei der Einstufung als \u201eerwerbsf\u00e4hig\u201c, die nicht das Jobcenter vornehme. Gern angenommen w\u00fcrden kleine Arbeitsaufgaben wie im Gr\u00fcnfl\u00e4chen-Bereich. Das schaffe selbstverdientes Einkommen, Kontakte und Struktur im Tag. Und dar\u00fcber mitunter eine sozialversicherungspflichtige Anstellung, das Hauptziel des Jobcenters. In M\u00fcnster habe man 2024 2800 solche Integrationen geschafft, dazu 460 in Ausbildungs-Pl\u00e4tze. Bei letzterem seien es 2025 schon jetzt mehr.<\/p>\n<p>Eher unzufrieden ist Korschewski mit Ver\u00f6ffentlichungen insbesondere der \u00fcberregionalen Presse. Sie bekam auch ein Schlagzeilen-Beispiel einer Boulevard-Zeitung aufgetischt \u2013 aber anders als suggeriert seien K\u00fcrzungen \u201eein Standard\u201c und kein Problem. Den Fall eines \u201eTotalverweigerers\u201c habe sie in M\u00fcnster noch nicht erlebt.<\/p>\n<p>Einen nochmal weiteren Rahmen zog Stefan Nacke, Bundestags-Abgeordneter der CDU f\u00fcr den Wahlkreis M\u00fcnster, ein Mann des Sozialfl\u00fcgels der Union, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss f\u00fcr Arbeit und Soziales.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Arbeit des Jobcenters hatte Nacke gute Worte \u2013 und wies darauf hin, dass Korschewski wie ihr Vorg\u00e4nger Ralf Bierstedt immer wieder in Berlin gefragt seien.<\/p>\n<p>Wiederholt wandte sich Nacke gegen verbreitete Neid-Reflexe und Versuche, die einen gegen die anderen auszuspielen. Von Kanzler Merz erwartet Nacke, innere Reformen ebenso anzugehen wie in der Au\u00dfenpolitik. Courage bei Widerst\u00e4nden forderte er, daf\u00fcr seien positive Beispiele Gerhard Schr\u00f6der und Franz M\u00fcntefering.<\/p>\n<p>Nacke erlebt die Einstellungen der Koalitionsparteien als wenig kompromissbereit \u2013 auf beiden Seiten. Das sei ein Kernproblem. In der n\u00e4chsten zwei Jahren, bevor der n\u00e4chste Wahlkampf beginnt, solle man sich auf einige wenige Aufgaben konzentrieren und diese bew\u00e4ltigen. Diese Botschaft will er in K\u00fcrze dem Kanzler vortragen. Eine solche Gelegenheit sei versprochen.<\/p>\n<p>Die 13 Zuh\u00f6rer im k\u00fchlen Pfarrheim stellten dem \u201eDream-Team\u201c viele Fragen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" aria-hidden=\"true\" class=\"i-amphtml-intrinsic-sizer lazy\" role=\"presentation\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyBoZWlnaHQ9IjY4MyIgd2lkdGg9IjEwMjQiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgdmVyc2lvbj0iMS4xIi8+\"\/>Annegret Beiler (v.l.) von der KAB begr\u00fc\u00dfte in St. Ida Astrid Korschewski und Dr. Stefan Nacke. Foto: Andreas Hasenkamp.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" aria-hidden=\"true\" class=\"i-amphtml-intrinsic-sizer lazy\" role=\"presentation\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyBoZWlnaHQ9IjY4MyIgd2lkdGg9IjEwMjQiIHhtbG5zPSJodHRwOi8vd3d3LnczLm9yZy8yMDAwL3N2ZyIgdmVyc2lvbj0iMS4xIi8+\"\/>Astrid Korschewski erl\u00e4uterte die Arbeit des Jobcenters in M\u00fcnster. Foto: Andreas Hasenkamp.<\/p>\n<p>    &#13;<br \/>\n    &#13;<br \/>\n                    &#13;<\/p>\n<p>\t\tBeitrags-Navigation<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#13; KAB St. Ida widmet sich auch der Politik der Berliner Schwarz-Roten Koalition M\u00fcnster-Gremmendorf -anh-. 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