{"id":471567,"date":"2025-10-04T03:17:45","date_gmt":"2025-10-04T03:17:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471567\/"},"modified":"2025-10-04T03:17:45","modified_gmt":"2025-10-04T03:17:45","slug":"whatsapp-konkurrent-signal-droht-mit-rueckzug-aus-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471567\/","title":{"rendered":"WhatsApp-Konkurrent Signal droht mit R\u00fcckzug aus Europa"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              WhatsApp-Konkurrent Signal droht mit R\u00fcckzug aus Europa<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Chefin der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Signal\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Signal-App<\/a> hat Pl\u00e4ne in der EU kritisiert, wonach Messenger Hintert\u00fcren haben sollen, um die automatische Suche nach kriminellen Inhalten zu erm\u00f6glichen. &#8222;Wenn wir vor die Wahl gestellt w\u00fcrden, entweder die Integrit\u00e4t unserer Verschl\u00fcsselung und unsere Datenschutzgarantien zu untergraben oder Europa zu verlassen, w\u00fcrden wir leider die Entscheidung treffen, den Markt zu verlassen&#8220;, sagte Meredith Whittaker der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Datenschutzexpertin ist Pr\u00e4sidentin der gemeinn\u00fctzigen Signal-Stiftung in den USA, die Signal entwickelt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union ber\u00e4t seit drei Jahren \u00fcber ein Gesetz, mit dem der Kampf gegen Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs neu geregelt werden soll. Der Vorschlag einer entsprechenden Verordnung sieht vor, dass Messenger wie WhatsApp, Signal, Telegram oder Threema erm\u00f6glichen sollen, dass die Inhalte noch vor der Verschl\u00fcsselung gepr\u00fcft werden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr m\u00fcssten die Apps einen Kontrollmechanismus enthalten, der jeden Inhalt \u00fcberpr\u00fcfen kann.<\/p>\n<p>&#8222;Nicht nur die Guten haben Zugriff auf eine Hintert\u00fcr&#8220;<\/p>\n<p>Whittaker sagte, Signal werde niemals die Integrit\u00e4t seiner Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung untergraben. &#8222;Sie garantiert die Privatsph\u00e4re von Millionen und Abermillionen von Menschen auf der ganzen Welt, oft auch in lebensbedrohlichen Situationen.&#8220; Deshalb lehne Signal die Chatkontrolle ab. &#8222;Es ist bedauerlich, dass Politiker weiterhin einer Art magischem Denken verfallen, das davon ausgeht, dass man eine Hintert\u00fcr schaffen kann, auf die nur die Guten Zugriff haben.&#8220;<\/p>\n<p>In der Debatte um eine Chatkontrolle in der EU hatte sich das Europaparlament gegen solche Pl\u00e4ne gestellt \u2013 mit einer breiten Mehrheit quer durch alle politischen Lager. Im Rat der Mitgliedstaaten gab es hingegen eine Mehrheit f\u00fcr die Chatkontrolle. Doch ohne Deutschland und einige andere Staaten waren die Pl\u00e4ne auch hier nicht durchsetzbar. Dies k\u00f6nnte sich unter der Ratspr\u00e4sidentschaft von D\u00e4nemark nun \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Unklare Haltung der Bundesregierung<\/p>\n<p>Wichtig wird sein, wie Deutschland sich positioniert. Im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung hei\u00dft es: &#8222;Wir bek\u00e4mpfen Diskriminierung im digitalen Raum und sch\u00fctzen digitale Grundrechte. Grunds\u00e4tzlich sichern wir die Vertraulichkeit privater Kommunikation und Anonymit\u00e4t im Netz.&#8220; Das Wort &#8222;grunds\u00e4tzlich&#8220; deutet jedoch an, dass Ausnahmen von diesem Grundsatz zugelassen werden k\u00f6nnen. Kritiker bef\u00fcrchten, dass damit auch das Einbauen von Hintert\u00fcren in WhatsApp, Signal und Co. m\u00f6glich sein soll.<\/p>\n<p>Signal-Chefin Whittaker sagte, im schlimmsten Fall werde man mit Partnern und der Community zusammenarbeiten, um zu sehen, ob man Wege finden kann, diese Regeln zu umgehen. Das habe Signal auch gemacht, als die App in Russland oder dem Iran blockiert wurde. &#8222;Aber letztendlich w\u00fcrden wir den Markt verlassen, bevor wir gef\u00e4hrliche Gesetze wie diese einhalten m\u00fcssten.&#8220;<\/p>\n<p>Warnung vor den KI-Agenten<\/p>\n<p>Whittaker warnte in dem Gespr\u00e4ch mit der dpa auch vor dem Einsatz von sogenannten KI-Agenten, also Software-Robotern mit K\u00fcnstlicher Intelligenz, die im Auftrag des Anwenders im Netz unterwegs sind und eigenst\u00e4ndig Dinge erledigen, um etwa einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren oder Termine unter Freunden abzustimmen. &#8222;Diese KI-Agenten verlangen enorme Zugriffsm\u00f6glichkeiten und nahezu unbegrenzte Berechtigungen. Dabei erhalten sie Zugang zu wichtigen Anwendungen und Diensten \u2013 vom Kalender, \u00fcber das E-Mail-Konto, die Signal-App oder die Kreditkarte.&#8220;<\/p>\n<p>Damit sich die Apps wie Signal wirksam gegen ein Ausspionieren zur Wehr setzen k\u00f6nnen, seien nun die Hersteller der Betriebssysteme f\u00fcr Computer und Mobiltelefone in der Pflicht \u2013 also Microsoft mit Windows, Google mit Android und Apple vor allem mit iOS f\u00fcr das iPhone. Sie m\u00fcssten auf Entwicklerebene eine Widerspruchsm\u00f6glichkeit gegen KI-Agenten einrichten.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:afl@heise.de\" title=\"Andreas Floemer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">afl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WhatsApp-Konkurrent Signal droht mit R\u00fcckzug aus Europa Die Chefin der Signal-App hat Pl\u00e4ne in der EU kritisiert, wonach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":471568,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,75954,548,663,158,3934,3935,13,198,196,14419,14,15,12,37675],"class_list":{"0":"post-471567","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-chatkontrolle","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-internet","18":"tag-it","19":"tag-messenger","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-signal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115313734009742804","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/471567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=471567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/471567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/471568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=471567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=471567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=471567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}