{"id":471602,"date":"2025-10-04T03:40:18","date_gmt":"2025-10-04T03:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471602\/"},"modified":"2025-10-04T03:40:18","modified_gmt":"2025-10-04T03:40:18","slug":"das-e-tool-kultur-wird-jetzt-doch-bis-2026-fortgesetzt-video-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471602\/","title":{"rendered":"Das \u201eE-Tool Kultur\u201c wird jetzt doch bis 2026 fortgesetzt + Video \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Im Januar versenkten die Fraktionen von AfD, CDU und BSW die Vorlage der Stadt, das\u00a0 \u201eE-Tools Kultur\u201c mit zweimal 70.000 Euro weiter zu unterst\u00fctzen. Ein Instrument, mit dem die Leipziger Kulturbetriebe ihre eigene CO\u2082-Bilanz \u00fcber alle Teilbereiche ermitteln k\u00f6nnen und nachsteuern k\u00f6nnen, wo sich echte M\u00f6glichkeiten zum Einsparen ergeben. Und Heizung und Strom sind in den Kalkulationen der Kulturh\u00e4user recht gro\u00dfe Posten. Da gibt es echtes Einsparpotenzial. Aber die AfD-Fraktion startete am 24. September einen erneuten Versuch, die Vorlage zur Fortsetzung des Projekts auszuhebeln.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sang dann AfD-Stadtrat J\u00f6rg K\u00fchne am Rednerpult das Hohelied von der Leipziger Hochkultur und dass sich die H\u00e4user doch bittesch\u00f6n auf das Produzieren von Kunst konzentrieren sollten. Ein v\u00f6llig schr\u00e4ges Argument, weil beides nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun hat. Auch nicht die strengen Sparauflagen im Rahmen des Doppelhaushalts 2025\/2026 f\u00fcr die Kulturh\u00e4user. Mit denen haben sie zu k\u00e4mpfen. Keine Frage.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/99491876acf6421a8504d5ae83c9cb0f.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/10\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/10\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Aber gleichzeitig rollt die Klimaerw\u00e4rmung weiter. L\u00e4ngst haben alle mittleren und gro\u00dfen Betriebe strenge Auflagen, eine CO\u2082-Bilanz zu erstellen, wie Gr\u00fcnen-Stadtr\u00e4tin Gesine Mertens anmerkte, die nach K\u00fchnes salbungsvollem Auftritt ans Rednerpult ging und einfach noch einmal erkl\u00e4rte, dass der Co2-Rechner ein Kooperationsprojekt ist, in dem die Kulturh\u00e4user mit der Handwerkskammer zusammenarbeiten und einer Leipziger Firma, die beim Aufstellen der CO\u2082-Bilanz hilft.<\/p>\n<p>Eine Bilanz, die in jedem Unternehmen \u2013 und in diesem Sinn sind ja auch die Kulturh\u00e4user Unternehmen \u2013 Potenziale aufzeigt, wo man wirklich Geld einsparen kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-634746\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Stadtrat-Joerg_Kuehne-AfD-00006927.jpg\" alt=\"\" width=\"5472\" height=\"3648\"  \/>J\u00f6rg K\u00fchne (AfD) im Leipziger Stadtrat am 24.09.25. Foto: Jan Kaefer<\/p>\n<p>Das Projekt ist l\u00e4ngst deutschlandweit nachgefragt.<\/p>\n<p>Aber ausgerechnet in Leipzig, wo es Gestalt annahm, wollen es die \u201eklimaskeptischen\u201c Fraktionen wieder abschaffen.<\/p>\n<p>Kooperationsprojekt seit 2022<\/p>\n<p>Zur Geschichte des E-Tools Kultur schrieb <a href=\"https:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2025551&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2173860\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das Kulturdezernat in seiner Vorlage:<\/a> \u201eUnter der Federf\u00fchrung des Dezernats Kultur wurde im Dezember 2022 ein branchen- und st\u00e4dte\u00fcbergreifendes Kooperationsprojekt mit dem Amt f\u00fcr Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz, der WIPS-com GmbH, der GICON-Gro\u00dfmann Ingenieur Consult GmbH und dem Fraunhofer-Zentrum f\u00fcr Internationales Management und Wissens\u00f6konomie IMW (als UAN) initiiert.<\/p>\n<p>Im Zuge des Kooperationsprojekts wurde das \u201aE-Tool Kultur\u2018, der erste webbasierte CO\u2082-Rechner speziell f\u00fcr die Kultur, entwickelt. Dar\u00fcber hinaus wurde ein intensiver Begleitprozess initiiert, der die st\u00e4dtischen Kultureinrichtungen und -veranstalter\/-innen zur eigenst\u00e4ndigen Treibhausgasbilanzierung (Datenerfassung und -eingabe) und im weiteren Verlauf des Projekts zur Datenauswertung und Definition wirksamer Energiesparma\u00dfnahmen bef\u00e4higen soll.<\/p>\n<p>Die Kooperationsvereinbarung der o.g. Partner endete zum 31.12.2024. Die Kooperation soll vom 01.10.2025 bis zum 31.12.2026 verl\u00e4ngert werden.\u201c<\/p>\n<p>Konkret geht es bei der Weiterfinanzierung vor allem darum, dass ein Leipziger Unternehmen zur Weiterqualifizierung des \u201eE-Tools Kultur\u201c weiterbeauftragt werden kann. Mit den Worten des Kulturdezernats: \u201eDie Fortsetzung der Kooperationsvereinbarung umfasst den Zeitraum 1.10.2025 bis 31.12.2026 und beinhaltet in Hinblick auf die GICON Gro\u00dfmann Ingenieur Consult GmbH und f\u00fcr die WIPS-vom GmbH f\u00fcr das Haushaltsjahr 2025 und f\u00fcr das Haushaltsjahr 2026 die oben beschriebenen Arbeitspakete.\u201c<\/p>\n<p>Die Klimaskepsis von CDU, AfD und BSW<\/p>\n<p>Wahrscheinlich l\u00e4uft so etwas bei einigen Parteien einfach unter dem Schlagwort \u201eB\u00fcrokratie\u201c. Weder sieht man die Potenziale so einer Ermittlung des eigenen CO\u2082-Aufkommens, noch scheint das Thema Klimaneutralit\u00e4t zu interessieren. <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/leipzig\/2025\/01\/stadtrat-klimaskeptisch-co2-rechner-kultur-615058\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Und wie im Januar<\/a> waren es wieder drei Fraktionen, die gegen die Fortf\u00fchrung der Kooperation stimmten: CDU, AfD und BSW.<\/p>\n<p>Doch diesmal gab es keine knappe Mehrheit gegen die Vorlage, sondern eine daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Mit 30:27 Stimmen bei zwei Enthaltungen bef\u00fcrwortete die Ratsversammlung die Fortf\u00fchrung des Projekts. CDU und BSW entsandten erst gar keinen Redner ans Pult. Man hatte schon im Januar nichts wirklich Wesentliches zu diesem Projekt sagen k\u00f6nnen. Au\u00dfer m\u00f6glicherweise, dass Energie- und CO\u2082-Einsparung bei beiden Parteien ebenso wenig ernst genommen wird wie bei der AfD. So macht man aber eine Stadt nicht klimaneutral. So zurrt man bestenfalls eine Situation fest, in der Leipzig auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00e4t wieder nicht vorankommt.<\/p>\n<p>In Funktion gesetzt wurde das \u201eE-Tool Kultur\u201c erst 2023. Das sind zwei Jahre, in denen man \u00fcberhaupt erst einmal Daten zu allen relevanten Bereichen sammeln und eine belastbare Treibhausgas-Bilanz aufstellen konnte. Genau in diesen Prozess wollten die ablehnenden Fraktionen mit ihrem \u201eNein\u201c hineingr\u00e4tschen und ihn damit beenden, bevor er \u00fcberhaupt belastbare Ergebnisse gebracht hat.<\/p>\n<p>Wie soll es jetzt weitergehen? \u201eDie Auswertung wiederum bildet die Basis f\u00fcr die Ableitung\/Definition von einrichtungsspezifischen sowie einrichtungs\u00fcbergreifenden Ma\u00dfnahmen, die in einem Katalog zusammengefasst werden\u201c, beschreibt da Kulturdezernat den n\u00e4chsten Schritt. \u201eDer Ma\u00dfnahmenkatalog bildet die Grundlage sowohl f\u00fcr die Drittmittelakquise zur schrittweisen Umsetzung von Energiesparma\u00dfnehmen, als auch f\u00fcr die Planung der kommenden Doppelhaushalte 2027\/2028, 2029\/2030 ff.\u201c<\/p>\n<p>Womit auch der Zeitraum benannt ist, in dem die per \u201eE-Tool Kultur\u201c ermittelten Einsparm\u00f6glichkeiten tats\u00e4chlich umgesetzt werden sollen. Das Projekt zu beenden, bevor man \u00fcberhaupt die belastbaren Einsparpotenziale kennt, w\u00e4re schon ein veritabler Schildb\u00fcrgerstreich gewesen.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Januar versenkten die Fraktionen von AfD, CDU und BSW die Vorlage der Stadt, das\u00a0 \u201eE-Tools Kultur\u201c mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":471603,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[63388,3364,29,30,119375,71,859,1108,5329],"class_list":{"0":"post-471602","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-co-bilanz","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-kulturwirtschaft","13":"tag-leipzig","14":"tag-sachsen","15":"tag-stadtrat","16":"tag-video"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115313825004829524","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/471602","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=471602"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/471602\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/471603"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=471602"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=471602"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=471602"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}