{"id":471704,"date":"2025-10-04T04:40:15","date_gmt":"2025-10-04T04:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471704\/"},"modified":"2025-10-04T04:40:15","modified_gmt":"2025-10-04T04:40:15","slug":"russlands-drohnen-und-ukraine-krieg-europa-als-geopolitische-grauzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471704\/","title":{"rendered":"Russlands Drohnen und Ukraine-Krieg: Europa als geopolitische Grauzone"},"content":{"rendered":"<p><img class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  undefined\"  width=\"7953\" height=\"5293\" alt=\"\" loading=\"lazy\" \/><\/p>\n<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Moskaus Drohnenangriffe und die Zur\u00fcckhaltung der Amerikaner zwingen die Europ\u00e4er und die Nato zu schwierigen Entscheidungen. Das macht die Ukraine umso mehr zum unersetzlichen Partner.<\/p>\n<p><img class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"2959\" height=\"2219\" alt=\"Die Nato-Ostflanke, hier ein Grenzpfahl zwischen Russland und Estland, ist so unruhig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. \" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Die Nato-Ostflanke, hier ein Grenzpfahl zwischen Russland und Estland, ist so unruhig wie seit Jahrzehnten nicht mehr. <\/p>\n<p>Carl Court \/ Getty<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpo0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Vielleicht sitzt der Schock dieses Mal tief genug. Fast vier Jahre lang hat sich der Westen eingeredet, dass der Ukraine-Krieg auf die Ukraine beschr\u00e4nkt bleibe. Fast vier Jahre lang glaubte Europa, die Nato-Ostgrenze sei eine magische Barriere gegen Moskaus Aggression. Doch seit September zerst\u00f6rt ein Drohnenschwarm nach dem anderen diese Illusion: Der erste und gr\u00f6sste flog nach Polen. Seither provoziert Russland weiter \u2013 mit Kampfjets im baltischen Luftraum, Spionageschiffen und Flugobjekten \u00fcber skandinavischen und deutschen Flugh\u00e4fen.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.<\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpo1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Verwirrung geh\u00f6rt zu Wladimir Putins Konzept. Er z\u00fcndelt nur so stark, dass das Feuer wieder verschwunden ist, sobald die Welt genauer hinschaut. Hinter den Rauchschwaden bleibt vieles im Ungef\u00e4hren. Das erlaubt den Russland-Apologeten, alle Warner als Hysteriker abzutun. Doch die Provokationen heizen die Spannungen an. Und rhetorisch hat der Kampf l\u00e4ngst begonnen. \u00abDie Nato und die EU haben meinem Land den Krieg erkl\u00e4rt\u00bb, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/lavrov-un-accuses-nato-eu-declaring-real-war-russia-2025-09-25\/\" rel=\"nofollow noopener\">sagte Russlands Aussenminister Lawrow letzte Woche<\/a>. Gleichzeitig bef\u00fcrwortet Donald Trump den Abschuss russischer Jets im Luftraum der Nato. Europas Politiker sehen die gef\u00e4hrlichste Konfrontation seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Gefahr kommt n\u00e4her \u2013 und eine resolute Antwort ist ebenso riskant wie unvermeidlich.<\/p>\n<p>Die USA verlangen mehr von Europa<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Europ\u00e4er, Amerikaner und die Nato reagieren zwar auf die neue russische Bedrohung. Es fehlt aber eine klare Strategie. Zwar nimmt der alte Kontinent langsam mehr Verantwortung f\u00fcr die eigene Sicherheit. Das ist nicht wenig f\u00fcr eine Weltregion, die es sich jahrzehntelang unter dem Schutzschirm der USA bequem gemacht hat. Doch die Fortschritte auf dem langen Weg sind qu\u00e4lend langsam. Und die EU-Staaten stoppen an jeder Gabelung, um \u00fcber den richtigen Weg zu diskutieren.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Dabei ist die Ausgangslage klar: Russland ist eine existenzielle Bedrohung f\u00fcr Europa, weil sein Appetit weit \u00fcber die Grenzen der Ukraine hinausreicht. Gleichzeitig ziehen sich die USA schrittweise zur\u00fcck. Donald Trumps Politik ist oft erratisch. Doch er hat stets klargemacht, dass die Ukraine nicht sein Krieg ist und Europa mehr Lasten schultern muss. <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/trumps-halbe-russland-wende-er-wird-zu-europas-waffenhaendler-nicht-aber-zum-verbuendeten-ld.1893568\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die EU darf f\u00fcr Kiew zwar amerikanische Waffen kaufen<\/a>, und die Ukrainer erhalten Unterst\u00fctzung aus den USA bei Aufkl\u00e4rung und Logistik. Milliardenschwere Hilfspakete aus Washington sind aber nicht absehbar.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp2\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">In der Nato bleiben die USA involviert. Sie haben <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.cfr.org\/article\/where-are-us-forces-deployed-europe?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"nofollow noopener\">mindestens 75\u00a0000 Soldaten<\/a> in Europa stationiert, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.defensenews.com\/global\/europe\/2025\/09\/04\/us-troops-will-stay-in-poland-trump-assures-polish-leader\/?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"nofollow noopener\">mehr als ein Zehntel von ihnen<\/a> allein in Polen. Ohne amerikanische Hightech-Waffen und Transportflugzeuge funktioniert die Nato nicht. Doch die Europ\u00e4er leisten mehr als fr\u00fcher. Zu den h\u00f6heren Verteidigungsausgaben kommt eine st\u00e4rkere Pr\u00e4senz an der Ostflanke. In acht Frontstaaten stehen heute internationale Schutzverb\u00e4nde der Nato, mehrheitlich unter europ\u00e4ischer F\u00fchrung.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp3\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Amerikaner markieren gegenw\u00e4rtig zwar in der Nordsee <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.thebarentsobserver.com\/security\/massive-nato-show-of-force-in-nordic-region-sends-message-to-russia\/437892\" rel=\"nofollow noopener\">mit ihrem gr\u00f6ssten Flugzeugtr\u00e4ger<\/a> Pr\u00e4senz. An der Grenze zur Ukraine halten sie sich zur\u00fcck. Bezeichnenderweise reagierten nur die Europ\u00e4er auf Russlands Drohnenangriff \u2013 ausger\u00fcstet mit amerikanischen Waffen: Niederl\u00e4ndische F-35-Jets und deutsche Patriot-Systeme eilten Polen zu Hilfe. Auch die Operation Eastern Sentry zum Schutz der Nato-Ostgrenze findet ohne direkte Beteiligung der USA statt.<\/p>\n<p>Die s\u00fcsse Versuchung des Weiter-so-wie-bisher<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp5\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Dass Europa pl\u00f6tzlich Milit\u00e4rmacht sein muss, verunsichert den Kontinent. Die EU und die Nato lavieren zwischen Entschlossenheit und der Angst vor dem eigenen Mut. Fast jeder Politiker erg\u00e4nzt seine markige Kritik an Russland mit der Warnung, vorsichtig zu bleiben und keine Eskalation zuzulassen. Das ist inhaltlich korrekt. Aber es sendet ein widerspr\u00fcchliches Signal und best\u00e4rkt Moskau in dem Glauben, der Westen sei schwach und gespalten.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp6\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Unbegr\u00fcndet ist diese Annahme nicht. Bringen die Europ\u00e4er ohne die USA den Willen und die St\u00e4rke auf, um Russland die Stirn zu bieten? Milit\u00e4risch sind sie Moskau auf dem Papier \u00fcberlegen, wirtschaftlich sowieso. Das Hauptproblem ist politisch: Zwar steht die Bev\u00f6lkerung <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/ecfr.eu\/article\/guns-and-butter-how-to-keep-europeans-on-board-with-higher-defence-spending\/\" rel=\"nofollow noopener\">mehrheitlich hinter den Aufr\u00fcstungspl\u00e4nen<\/a>. Doch Europa ist stark verschuldet, und Sicherheit kostet. Sobald ihre Bereiche betroffen sind, wehren sich die Lobbys \u2013 von den Pension\u00e4ren \u00fcber die Gewerkschaften bis zu Wirtschaftsverb\u00e4nden. Die Erh\u00f6hung der Milit\u00e4rausgaben f\u00fchrt zu Verteilk\u00e4mpfen, welche die gesellschaftliche Polarisierung verst\u00e4rken k\u00f6nnen. Russland nutzt das aus und vertieft die Gr\u00e4ben mit Desinformationskampagnen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp7\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Bedrohungslage f\u00fchrt paradoxerweise dazu, dass die politische Versuchung steigt, den W\u00e4hlern ein Weiter-so-wie-bisher zu versprechen. Bereits heute profitieren Parteien am rechten und linken Rand von der Verunsicherung. Denn ein entschiedenes Vorgehen gegen Russland bedeutet, Risiken einzugehen: Europas Einheit und Wohlstand sind keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit mehr. Und der Krieg k\u00f6nnte ganz \u00fcber die polnische Grenze schwappen. Diese Gefahr besteht aber ohnehin: Bereits heute rutscht Europa immer tiefer in die Konfrontation mit Moskau hinein. Die Bedrohung zu ignorieren, w\u00fcrde hingegen bedeuten, sich widerstandslos in die Wehrlosigkeit zu begeben. Und eine Finnlandisierung zu akzeptieren \u2013 dass Russland \u00fcber Europas geopolitisches Schicksal bestimmt. Ein R\u00fcckzug in die Komfortzone ist unm\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp8\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob Europa und die Nato ihre F\u00e4higkeit zur Verteidigung und Abschreckung st\u00e4rken, sondern wie sie dies kl\u00fcger und effizienter tun. Die westliche R\u00fcstungsindustrie ist st\u00e4rker geworden, die Reaktion auf Provokationen entschlossener. Aber vor allem die EU verliert sich in b\u00fcrokratischen Leerl\u00e4ufen, weil sie das Rad neu erfinden will.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp9\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">So muss ihr R\u00fcstungsprogramm gleichzeitig die einheimische Industrie f\u00f6rdern und die neu geplante \u00abDrohnenwand\u00bb an der Ostflanke <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.defensenews.com\/global\/europe\/2025\/09\/11\/could-a-drone-wall-have-protected-polands-airspace\/?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"nofollow noopener\">mit neuartigen Technologien vollen Schutz bieten<\/a>. All diese Projekte kommen sp\u00e4t und dauern bis zur Umsetzung zu lange. \u00abDokumente entdecken keine Drohnen\u00bb, so <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.delfi.lt\/en\/politics\/rotational-air-defence-idea-does-not-work-nauseda-120155929\" rel=\"nofollow noopener\">fasst der litauische Pr\u00e4sident Gitanas Nauseda die langwierigen Diskussionen treffend zusammen<\/a>. Sie sind umso absurder, weil der Schl\u00fcssel f\u00fcr mehr Sicherheit buchst\u00e4blich vor der Haust\u00fcre liegt.<\/p>\n<p>Ukrainische Lowtech gegen Russlands Billigdrohnen<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp11\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Dort wehrt die Ukraine mit einem Hundertstel der europ\u00e4ischen Wirtschaftsleistung und einem Zehntel der Bev\u00f6lkerung fast jede Nacht Hunderte von russischen Drohnen ab. Ihr digitales \u00dcberwachungssystem Delta verbindet elektronische und menschliche Quellen, um eindringende Geschosse im Luftraum zu entdecken. Auf die meisten Drohnen feuern mobile Einheiten mit Maschinengewehren und alte westliche Flakpanzer wie der \u00abGepard\u00bb. Kampfjets mit millionenteuren Raketen einzusetzen, wie dies die Nato \u00fcber Polen tat, k\u00f6nnen sich die Ukrainer nicht leisten. Sie bek\u00e4mpfen Russlands Billigwaffen mit Lowtech. Das ist effizient und klug.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp13\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Der Westen muss die Kampferfahrung der verb\u00fcndeten Osteurop\u00e4er deshalb viel st\u00e4rker nutzen. Doch er ist zu \u00fcberheblich. Erst im September, nach dreieinhalb Jahren Krieg, kam Polen endlich auf die Idee, ein Team in die Ukraine zu schicken, um Drohnenabwehr zu lernen. Gefolgt ist dem Beispiel bisher niemand. Dabei muss der Westen von den Ukrainern lernen, nicht umgekehrt. Sie sind seine beste Chance, die russische Gefahr abzuwehren. Und sie sind keine Bittsteller. Die Europ\u00e4er brauchen ukrainisches Know-how dringender denn je.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp14\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Soll die Ostflanke aber wirklich gest\u00e4rkt werden, m\u00fcssen sich die Nato und Europa von zwei Fehlannahmen verabschieden: dass Russland Polens Ostgrenze als rote Linie akzeptiert und Sicherheit ein Nullsummenspiel ist. Warschau hat die Nato im September aufgefordert, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/newsukraine.rbc.ua\/news\/poland-urges-west-to-consider-no-fly-zone-1757965920.html?utm_source=chatgpt.com\" rel=\"nofollow noopener\">eine Flugverbotszone \u00fcber der Ukraine einzurichten<\/a>. 2022 schien das noch ausgeschlossen. Nun sollte sie das B\u00fcndnis ernsthaft pr\u00fcfen. Falls es keine Einigkeit gibt, kann eine Koalition der Willigen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j6kipmpp15\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Eine solche Zone m\u00fcsste sich nicht auf die ganze Ukraine erstrecken. Das Mandat k\u00f6nnte auf den Abschuss von Raketen und Drohnen im Westen des Landes beschr\u00e4nkt werden, damit es durchsetzbar bleibt. Dort entst\u00fcnde eine sichere Zone f\u00fcr Zivilisten und R\u00fcstungsbetriebe. Europa schaffte strategische Tiefe f\u00fcr die Verteidigung des eigenen Gebiets und entlastete gleichzeitig die Ukrainer an der Front. Umstritten w\u00e4re ein solches Engagement zweifellos. Doch es ginge deutlich weniger weit als die Entsendung von Bodentruppen, die europ\u00e4ische L\u00e4nder in Erw\u00e4gung ziehen. Und das konkrete Schutzversprechen w\u00e4re ein Mittel, um Russland zur\u00fcck an den Verhandlungstisch zu zwingen: Auf die Kompromissbereitschaft in Washington und das Z\u00f6gern Europas hat Putin n\u00e4mlich nur mit Eskalation reagiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Moskaus Drohnenangriffe und die Zur\u00fcckhaltung der Amerikaner zwingen die Europ\u00e4er und die Nato zu schwierigen Entscheidungen. 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