{"id":471763,"date":"2025-10-04T05:13:24","date_gmt":"2025-10-04T05:13:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471763\/"},"modified":"2025-10-04T05:13:24","modified_gmt":"2025-10-04T05:13:24","slug":"gaslaternen-erleuchten-vor-180-jahren-hamburgs-strassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471763\/","title":{"rendered":"Gaslaternen erleuchten vor 180 Jahren Hamburgs Stra\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/nobistor108.webp\" alt=\"Eine Gaslaterne am Nobistor, 1893\" title=\"Eine Gaslaterne am Nobistor, 1893 | Gasnetz Hamburg\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 04.10.2025 05:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Bis Mitte des 19. Jahrhunderts erhellen lediglich ru\u00dfige, flackernde \u00d6llaternen Hamburgs Stra\u00dfen. Das \u00e4ndert sich, als wohlhabende B\u00fcrger die Initiative ergreifen: Am 4. Oktober 1845 bekommt die Stadt erste Gaslaternen.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Janine K\u00fchl<\/p>\n<p class=\"\">Schmutzige, enge Gassen, in denen man bei Dunkelheit nicht sieht, in welchen Dreck man tritt oder wer hinter der n\u00e4chsten Ecke lauert: So sieht es in Hamburg in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts aus. Doch im Zuge des Handelsausbaus und der Industrialisierung kommt Bewegung in die Stadtgestaltung. Alte Geb\u00e4ude werden zunehmend abgerissen. Der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Als-der-Grosse-Brand-in-Hamburg-wuetete,grosserbrand101.html\" title=\"Als der &quot;Gro\u00dfe Brand&quot; in Hamburg w\u00fctete\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfe Brand von 1842<\/a> zerst\u00f6rt schlie\u00dflich einen Gro\u00dfteil der Hamburger Altstadt. Doch die Vernichtung birgt eine riesige Chance: Beim Wiederaufbau kann die Hansestadt eine neue Infrastruktur schaffen und die Modernisierung vorantreiben.<\/p>\n<p>    Gas-Compagnie bekommt Auftrag f\u00fcr Gasversorgung<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/rohrnetz100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/rohrnetz100.webp\" alt=\"Arbeiten am Hamburger Rohrnetz f\u00fcr die Gaslaternen um 1907\" title=\"Bis 1900 w\u00e4chst das Hamburger Gasnetz zur Versorgung von Laternen und \u00d6fen auf rund 600 Kilometer. | Gasnetz Hamburg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Bis 1900 w\u00e4chst das Hamburger Gasnetz zur Versorgung von Laternen und \u00d6fen auf rund 600 Kilometer.<\/p>\n<p class=\"\">Auf den Druck reicher B\u00fcrger geht Hamburg nun endlich das Thema an, das seit 1818 immer mal wieder zur Diskussion stand: die Umr\u00fcstung der Stra\u00dfenbeleuchtung auf Gaslaternen. Um 1800 leuchten in der Stadt immerhin rund 1.500 Stra\u00dfenlaternen, die mit \u00d6l und Tran gespeist werden &#8211; das sind damals mehr als in den meisten anderen deutschen St\u00e4dten. Doch diese Lampen geben nur wenig und ungleichm\u00e4\u00dfiges Licht.<\/p>\n<p>    \u00d6l und Tran: Zu tr\u00fcbe und zu teuer<\/p>\n<p class=\"\">Der Verein Gas-Compagnie, den wohlhabende Hamburger B\u00fcrger gegr\u00fcndet haben, unterbreitet dem Senat bereits 1839 ein Angebot zur Einf\u00fchrung der Gasversorgung. Am 28. M\u00e4rz 1843 beauftragt der Hamburger Senat die Gas-Compagnie mit der \u00f6ffentlichen Gasversorgung f\u00fcr die kommenden 30 Jahre. Bei der Entscheidung spielen auch \u00f6konomische Gr\u00fcnde eine Rolle: Mit j\u00e4hrlich 258.000 Mark f\u00fcr \u00d6l und die Bedienung der Laternen ist diese Technik schlicht zu teuer geworden. Mit Gas kostet die Beleuchtung &#8222;nur&#8220; noch 180.000 Mark.<\/p>\n<p>    &#8222;Hein mit dem Gas&#8220; beleuchtet sein Tanzlokal<\/p>\n<p class=\"\">Mit Gas betriebene Stra\u00dfenlaternen sind zu diesem Zeitpunkt zwar nichts Neues. Bereits seit 1813 leuchten sie in London. Auch einige deutsche St\u00e4dte wenden Mitte des 19. Jahrhunderts diese Technik an. In Hamburg allerdings sind Privatpersonen die Pioniere. Der Kaufmann J. G. Heise nutzt schon 1817 Gaslicht in seinem Haus in der Gr\u00f6ningerstra\u00dfe. Der Gastwirt Peter Ahrens installiert 1823 eine Gasbeleuchtung f\u00fcr sein Tanzlokal in der Neust\u00e4dter Stra\u00dfe &#8211; mit Gas, das er in seinem Keller aus Steinkohle destilliert. Die Menschen sprechen schnell von &#8222;Hein mit dem Gas&#8220;, woraus der im Volksmund gebr\u00e4uchliche Begriff &#8222;Hein Gas&#8220; wird.<\/p>\n<p>    4. Oktober 1845: Erste Gaslaternen in Hamburgs Stra\u00dfen<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/images.ndr.de\/image\/cb32310c-989e-4e2a-ad0d-e9bff05fffee\/AAABkYYgk9A\/AAABmKJZ-0g\/16x9-big\/laternenanzuender100.webp?width=576\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/laternenanzuender100.webp\" alt=\"Ein Mann z\u00fcndet 1958 in Hamburg eine Gaslaterne an.\" title=\"Sogenannte &quot;L\u00fcchtenp\u00fcster&quot; klettern abends auf die Leiter und entz\u00fcnden jeden einzelne Gaslaterne. | Gasnetz Hamburg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Sogenannte &#8222;L\u00fcchtenp\u00fcster&#8220; klettern abends auf die Leiter und entz\u00fcnden jeden einzelne Gaslaterne.<\/p>\n<p class=\"\">Im Sommer 1844 beginnen die Bauarbeiten f\u00fcr die Gasanstalt auf dem Gro\u00dfen Grasbrook im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/schauplaetze\/Die-Geschichte-Hamburger-Hafen,hamburgerhafen154.html\" title=\"Die Geschichte des Hamburger Hafens\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hamburger Hafen<\/a>. Von hier aus soll ein Rohrnetz zun\u00e4chst die Laternen an den neu angelegten Hauptstra\u00dfen der niedergebrannten Altstadt mit Gas versorgen.<\/p>\n<p class=\"\">Am 4. Oktober 1845 ist es dann soweit: Die ersten Gaslaternen beleuchten die Johannisstra\u00dfe am Rathaus mit einem hellen und gleichf\u00f6rmigem Licht. Doch schon zwei Wochen sp\u00e4ter findet die von den Hamburgern bewunderte Neuerung ein j\u00e4hes Ende &#8211; eine Sturmflut zerst\u00f6rt das neue Gaswerk. Dieser R\u00fcckschlag \u00e4ndert jedoch nichts an dem Ziel, die Stadt mit einer Gasbeleuchtung zu versorgen.<\/p>\n<p>    Lindley plant flutsicheres Gaswerk<\/p>\n<p class=\"\">Mit den Pl\u00e4nen f\u00fcr ein neues Gaswerk beauftragt der Senat William Lindley. Der englische Ingenieur hat sich mit dem Aufbau einer modernen Wasserversorgung in Hamburg einen Namen gemacht. Das neue Gaswerk steht sicher vor der Flut auf Pf\u00e4hlen und versorgt ab September 1846 ganze 2.020 Gaslaternen in der Hamburger Innenstadt.<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/images.ndr.de\/image\/4d3f7256-0668-40e5-ad7e-f3fea8c86331\/AAABmInQi5I\/AAABmKJZ-0g\/16x9-big\/gaswerk112.webp?width=576\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/gaswerk112.webp\" alt=\"Der englische Ingenieur William Lindley\" title=\"Der englische Ingenieur William Lindley trug ma\u00dfgeblich zur Modernisierung Hamburgs bei: Er plante Gaswerke, die Wasserversorgung und vieles mehr. | Gasnetz Hamburg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Der englische Ingenieur William Lindley trug ma\u00dfgeblich zur Modernisierung Hamburgs bei: Er plante Gaswerke, die Wasserversorgung und vieles mehr.<\/p>\n<p class=\"\">Ab den 1850er-Jahren werden auch \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude mit Gaslampen beleuchtet. Die Umstellung von flackernden, wenig Licht spendenden \u00d6llampen auf helles, stetiges und zudem regulierbares Gaslicht ist ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr das Leben in der Stadt.<\/p>\n<p>    Gas\u00f6fen heizen Kirchen und Privatgeb\u00e4ude<\/p>\n<p class=\"\">In den kommenden Jahrzehnten w\u00e4chst das Rohrnetz auf rund 250 Kilometer L\u00e4nge. 10.000 \u00f6ffentliche und private Laternen strahlen zuverl\u00e4ssig Licht aus. Industriebetriebe, die Gastronomie, aber auch reiche Privatkunden profitieren von der Versorgung. Mit der Erfindung des <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/koepfe\/Robert-Wilhelm-Bunsen-Der-Entwickler-des-Bunsenbrenners,bunsen101.html\" title=\"Robert Wilhelm Bunsen: Der Entwickler des Bunsenbrenners\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bunsenbrenners<\/a> 1855 ist es technisch m\u00f6glich, das Gas auch als Heizmittel zu nutzen. Kirchen wie <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/reise\/hamburg\/St-Katharinen-in-Hamburg-Die-Kirche-der-Schiffer-und-Brauer,katharinenkirche116.html\" title=\"St. Katharinen in Hamburg: Kirche der Schiffbauer und Brauer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">St. Katharinen<\/a> und der <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/schauplaetze\/St-Michaelis-Kirche-Hamburger-Michel-trotzt-Braenden-und-Krieg,michel247.html\" title=\"St. Michaelis-Kirche: Hamburger Michel trotzt Br\u00e4nden und Krieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Michel<\/a> k\u00f6nnen nun mit Gas\u00f6fen beheizt werden. Licht und W\u00e4rme halten Einzug in immer mehr \u00f6ffentliche wie private Geb\u00e4ude. Die Gasversorgung erreicht bis 1864 auch die Vororte Rothenburgsort, Horn, Barmbek, Winterhude und Eimsb\u00fcttel. 1875 nehmen die Hamburger Gaswerke in Barmbek eine zweite Kokerei in Betrieb.<\/p>\n<p>    Verein der Hamburger Gasarbeiter fordert h\u00f6here L\u00f6hne<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/laternenanzuenderaltona100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/laternenanzuenderaltona100.webp\" alt=\"Ein Gruppenfoto der Laternenanz\u00fcnder aus Altona und Ottensen, 1883\" title=\"Ohne die Laternenanz\u00fcnder gibt es Mitte des 19. Jahrhunderts kein Licht in Hamburgs Stra\u00dfen - doch die Arbeitsbedingungen sind prek\u00e4r. | Gasnetz Hamburg\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Ohne die Laternenanz\u00fcnder gibt es Mitte des 19. Jahrhunderts kein Licht in Hamburgs Stra\u00dfen &#8211; doch die Arbeitsbedingungen sind prek\u00e4r.<\/p>\n<p class=\"\">W\u00e4hrend das Gasnetz w\u00e4chst und die Profite der Hamburger Gaswerke in die H\u00f6he schnellen, sind die Arbeitsbedingungen der Gasarbeiter oft prek\u00e4r. Harte Zw\u00f6lf-Stunden-Tage bringen einen Lohn, der kaum zum \u00dcberleben reicht. Ab 1889 schlie\u00dfen sich viele Arbeiter zum Verein Hamburger Gasarbeiter zusammen. Sie fordern mehr Lohn, sicherere Arbeitsbedingungen und feste Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse. Weitere Gewerkschaften wie der Verein der Laternenanz\u00fcnder k\u00fcmmern sich um die Rechte der unterschiedlichen Berufsgruppen.<\/p>\n<p>    Arbeitskampf: Streik der Gasarbeiter &#8211; ohne Ergebnis<\/p>\n<p class=\"\">Am 1. Mai 1890 bleibt ein Drittel der Gasarbeiter der Arbeit fern. In den folgenden Tagen versucht die Direktion, die Arbeiter durch Aussperrung zum Austritt aus der Gewerkschaft zu bringen. Zudem sollen alle Arbeiter, die nicht schriftlich ihren Austritt aus der Gewerkschaft best\u00e4tigen, entlassen werden. Daraufhin treten alle Hamburger Gasarbeiter am 10. Mai in den Streik. Nach 20 Tagen Ausstand kehren sie notgedrungen zur Arbeit zur\u00fcck &#8211; ohne eine ihrer Forderungen durchgesetzt zu haben. Erst als die Stadt die Gaswerke 1891 in staatlicher Verwaltung \u00fcbernimmt, treten f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten langsam Verbesserungen ein. Arbeiteraussch\u00fcsse erreichen um die Jahrhundertwende Lohnerh\u00f6hungen und die Zahlung von Aufschl\u00e4gen.<\/p>\n<p>    Elektrische Beleuchtung in den H\u00e4usern<\/p>\n<p class=\"\">Das Netz w\u00e4chst weiter. 1903 wird in Billwerder die sp\u00e4ter Tiefstack genannte dritte Gro\u00dfgasanstalt in Betrieb genommen. W\u00e4hrend ab den 1880er-Jahren die Innenbeleuchtung nach und nach auf elektrische Gl\u00fchbirnen umgestellt wird, bleiben Heizungen und Stra\u00dfenlaternen von Gas betrieben. M\u00fcnzgasmessanlagen erm\u00f6glichen ab 1906 bei einem Preis von 14 Pfennig pro Kubikmeter auch \u00e4rmeren Haushalten die Versorgung mit Gas.<\/p>\n<p>                    Von der Steinkohle zum Leuchtgas<\/p>\n<p>Seit Anfang des 19. Jahrhunderts war es m\u00f6glich, aus Steinkohle Leuchtgas zu gewinnen. Zun\u00e4chst wurde in der Ofenanlage durch sogenannte Trockendestillation der Steinkohle Rohgas erzeugt. Dieses wurde gereinigt und in Gasbeh\u00e4lter geleitet. Von hier gelangte es \u00fcber ein Rohrnetz zu den Verbrauchsstellen wie Gaslaternen.<\/p>\n<p>    Kohlemangel und Zerst\u00f6rung in Ersten und Zweiten Weltkrieg<\/p>\n<p class=\"\">Doch es geht nicht nur aufw\u00e4rts. Im Dezember 1909 kommt es auf dem Grasbrook zu einer Explosion, bei der 20 Menschen sterben. Beim Auff\u00fcllen eines neuen Gasbeh\u00e4lters &#8211; dem damals gr\u00f6\u00dften in Europa &#8211; kippt dieser um. Schwierig sind die Bedingungen auch in Zeiten des Krieges. Eine zuf\u00e4llig entdeckte Erdgasquelle in Neuengamme hilft im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/schauplaetze\/Wo-Hamburg-an-Krieg-erinnert,ersterweltkrieg134.html\" title=\"Wo Hamburg an den Ersten Weltkrieg erinnert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ersten Weltkrieg<\/a>, trotz eines Mangels an Kohle die Versorgung aufrecht zu erhalten. W\u00e4hrend des <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/operation-gomorrha-feuersturm-verwuestet-hamburg-im-juli-1943,feuersturm100.html\" title=\"Juli 1943: Zehntausende Hamburger sterben bei &quot;Operation Gomorrha&quot;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zweiten Weltkriegs<\/a> werden die Gaswerke &#8211; bis auf Bergedorf &#8211; schwer besch\u00e4digt. Kriegsgefangene m\u00fcssen in den Kokereien Zwangsarbeit leisten.<\/p>\n<p>    Letzte Gaslaternen 1981 auf Erdgas umgestellt<\/p>\n<p class=\"\">Nach 1945 wird das Rohrnetz weit ins Umland ausgedehnt. Doch die Zeit der Gaslaternen geht im Laufe der n\u00e4chsten Jahrzehnte langsam aber sicher vor\u00fcber. In den <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/Die-60er-Jahre,sechzigerjahre158.html\" title=\"60er-Jahre: Sturmflut, Proteste, Vertreibung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1960er-Jahren<\/a> beginnt die allm\u00e4hliche Umstellung von Steinkohlegas auf Erdgas. Zudem wird das Gaswerk auf dem Grasbrook bei einer <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/geschichte\/chronologie\/Orkan-Capella-wuetet-im-Januar-1976-im-Norden,sturmflut552.html\" title=\"Orkan &quot;Capella&quot; w\u00fctet im Januar 1976 im Norden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sturmflut<\/a> erneut schwer besch\u00e4digt und anschlie\u00dfend stillgelegt. Die letzten Gaslaternen werden 1981 auf Erdgas umger\u00fcstet. Und auch dies ist nur ein \u00dcbergang: Inzwischen beleuchten ausschlie\u00dflich elektrische Laternen Hamburgs Stra\u00dfen &#8211; oft mit moderner LED-Technik. Die Hamburger Gaswerke, die heute <a href=\"https:\/\/www.gasnetz-hamburg.de\/\" title=\"Gasnetz Hamburg\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gasnetz Hamburg<\/a> hei\u00dfen und seit 2018 wieder in den H\u00e4nden der Stadt Hamburg liegen, sind bis heute f\u00fcr die Gasversorgung in der Hansestadt und in Teilen des Umlandes zust\u00e4ndig &#8211; allerdings ohne dass die Stra\u00dfenbeleuchtung dazugeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/hamburgwasser210.webp\" alt=\"Kinder sitzen auf Plumsklos in einem Hamburger Hinterhof\" title=\"Kinder sitzen auf Plumsklos in einem Hamburger Hinterhof | Staatsarchiv\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Jahrhunderte lang ist sauberes Wasser in der Hansestadt rar. Erst seit 1964 flie\u00dft ausschlie\u00dflich Grundwasser durch die Trinkwasserleitungen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/grasbrook194.webp\" alt=\"Eine historische Aufnahme aus dem Jahr 1883 von Georg Koppmann\" title=\"Eine historische Aufnahme aus dem Jahr 1883 von Georg Koppmann | Creative Commons Lizenz BY-SA 4.0, Georg Koppmann\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Wo heute die Hamburger Speicherstadt steht, lebten einst Zehntausende Menschen. Historische Fotos zeigen Wohnviertel kurz vor ihrem Abriss ab dem 1. November 1883.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kehrwiederviertel101.webp\" alt=\"Blick in das Kehrwiederviertel mit Brooksbr\u00fccke vor dem Bau der Speicherstadt um 1883\" title=\"Blick in das Kehrwiederviertel mit Brooksbr\u00fccke vor dem Bau der Speicherstadt um 1883 | Archiv Speicherstadtmuseum\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Entwicklung des Hafens, der Bau der ersten U-Bahn, der Feuersturm oder die Sturmflut: Ausschnitte aus Hamburgs bewegter Geschichte bis zur\u00fcck zu ihren Anf\u00e4ngen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.10.2025 05:00 Uhr Bis Mitte des 19. Jahrhunderts erhellen lediglich ru\u00dfige, flackernde \u00d6llaternen Hamburgs Stra\u00dfen. 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