{"id":471840,"date":"2025-10-04T05:58:12","date_gmt":"2025-10-04T05:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471840\/"},"modified":"2025-10-04T05:58:12","modified_gmt":"2025-10-04T05:58:12","slug":"grossbritannien-angriff-auf-synagoge-verschaerft-antisemitismus-debatte-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/471840\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien &#8211; Angriff auf Synagoge versch\u00e4rft Antisemitismus-Debatte &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">London\/Manchester (dpa) &#8211; Der Terroranschlag auf eine Synagoge in Manchester mit zwei Toten und mehreren Verletzten hat die Debatte \u00fcber die Sicherheit von Juden in Europa erneut angefacht. Gro\u00dfbritanniens Premierminister Keir Starmer, der den Ort des Geschehens am Tag nach dem Angriff mit seiner j\u00fcdischen Ehefrau Victoria besuchte, warnte: \u201eWir m\u00fcssen es klar benennen, es ist ein Hass, der wieder aufflammt, und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Gro%C3%9Fbritannien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a> muss ihn erneut besiegen\u201c. Einige israelische Politiker \u00e4u\u00dferten Kritik an London.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der israelische Staatspr\u00e4sident Izchak Herzog sagte, in Gro\u00dfbritannien und weiteren L\u00e4ndern h\u00e4tten \u201eF\u00e4lle von gewaltt\u00e4tigem Antisemitismus ein beispielloses Ausma\u00df erreicht\u201c. Er legte einen Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg nahe &#8211; und betonte: \u201eDie freie Welt kann und darf nicht zulassen, dass der Konflikt zu einem politischen Instrument gegen das j\u00fcdische Volk wird.\u201c Den Opfern sprach er sein Beileid aus.<\/p>\n<p>Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von X Corp. angereichert<\/p>\n<p class=\"css-kxe210\">Um Ihre Daten zu sch\u00fctzen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.<\/p>\n<p>Inhalt jetzt laden<\/p>\n<p class=\"css-orh8zx\">Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von X Corp. angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse \u00fcbermittelt. 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So wurde eines der beiden Todesopfer wohl von der Kugel aus einer Polizeiwaffe getroffen. Der Angreifer habe keine Schusswaffe gehabt, teilte die Greater Manchester Police mit. Daher werde davon ausgegangen, dass die Verletzung eine tragische und unbeabsichtigte Folge des Polizeieinsatzes gewesen sei. Auch einer der Verletzten, die im Krankenhaus behandelt werden, habe eine Schusswunde, die aber nicht lebensgef\u00e4hrlich sei, hie\u00df es weiter. Beide sollen sich w\u00e4hrend des Terrorangriffs hinter der T\u00fcr der Synagoge verschanzt haben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei dem Angreifer handelte es sich den Polizeiangaben zufolge um einen 35 Jahre alten britischen Staatsb\u00fcrger syrischer Abstammung. Zudem seien zwei M\u00e4nner im Alter zwischen 30 und 40 Jahren und eine Frau zwischen 60 und 70 Jahren im Zusammenhang mit der Tat festgenommen worden, so die Polizei weiter.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Angriff rief Erinnerungen an den Anschlag auf die j\u00fcdische Gemeinde in Halle (Saale) wach. Dort hatte an Jom Kippur 2019 ein Rechtsextremist versucht, in die dortige Synagoge einzudringen, um ein Massaker anzurichten. Als dies misslang, ermordete er zwei unbeteiligte Menschen.<\/p>\n<p>Israelischer Au\u00dfenminister kritisiert britische Beh\u00f6rden<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Direkte Kritik an London kam von Israels Au\u00dfenminister Gideon Saar: \u201eIch stehe an der Seite der wunderbaren j\u00fcdischen Gemeinde Gro\u00dfbritanniens, die derzeit unter einer schrecklichen Welle des Antisemitismus leidet.\u201c Britische Beh\u00f6rden h\u00e4tten dem nichts entgegengesetzt, sagte er. Israel erwarte von der Regierung \u201eeinen Kurswechsel\u201c und \u201eeine konsequente Bek\u00e4mpfung der grassierenden antisemitischen und antiisraelischen Hetze in Gro\u00dfbritannien\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Ministerpr\u00e4sident des Landes, Benjamin Netanjahu, dr\u00fcckte seine Anteilnahme aus. \u201eIsrael trauert mit der j\u00fcdischen Gemeinde in Gro\u00dfbritannien nach dem barbarischen Terroranschlag\u201c, sagte er nach Angaben seines B\u00fcros. \u201eSchw\u00e4che gegen\u00fcber <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Terrorismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Terrorismus<\/a> f\u00fchrt nur zu mehr Terrorismus\u201c, warnte er zugleich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/ff21b122-21a4-46df-9e0f-625e25a8ef72.jpg\"   alt=\"Der Hintergrund f\u00fcr die Tat ist weiter ungekl\u00e4rt.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Der Hintergrund f\u00fcr die Tat ist weiter ungekl\u00e4rt. (Foto: Peter Byrne\/PA Wire\/dpa)Scotland Yard fordert Absage propal\u00e4stinensischer Demo<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der britische Premier hatte j\u00fcdischen Einrichtungen im Land erh\u00f6hten Polizeischutz zugesagt. Um das leisten zu k\u00f6nnen, forderte Scotland Yard die Veranstalter einer propal\u00e4stinensischen Demonstration in London zur Verschiebung oder Absage ihrer Kundgebung am Samstag auf.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Proteste der Initiative \u201eDefend Our Juries\u201c, die sich gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action richten, erforderten erhebliche Ressourcen, hie\u00df es in einer Mitteilung. Das zwinge die Polizei, Kr\u00e4fte aus anderen Teilen des Landes nach London zu berufen, die dann nicht zur Verbrechensbek\u00e4mpfung zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mehr als 1.500 Menschen wollen am Samstag am Londoner Trafalgar Square gegen die Einstufung der Gruppe Palestine Action als Terrororganisation demonstrieren. \u00d6ffentliche \u00c4u\u00dferungen zugunsten der Gruppe werden jedoch als Terrorunterst\u00fctzung gewertet, gegen die strikt vorgegangen wird.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In den vergangenen Wochen wurden bereits Hunderte Menschen bei \u00e4hnlichen Protesten festgenommen. Oft handelte es sich dabei um harmlose Demonstranten, teils Rentner und Menschen mit Behinderung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Veranstalter der Demo lehnten eine Absage ab. Die Polizei solle sie einfach nicht festnehmen und sich um \u201eechten Terrorismus\u201c k\u00fcmmern, hie\u00df es in einem Post auf X. Innenministerin Shabana Mahmood kritisierte die Entscheidung, den Protest nicht abzusagen als \u201eehrlos\u201c und \u201egrunds\u00e4tzlich unbritisch\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Palestine Action war Anfang Juli als terroristisch eingestuft worden, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenst\u00fctzpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe bespr\u00fcht hatten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:251003-930-117305\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"London\/Manchester (dpa) &#8211; Der Terroranschlag auf eine Synagoge in Manchester mit zwei Toten und mehreren Verletzten hat die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":471841,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,147,551,13,1584,14,15,16,12,149,2544,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-471840","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-grossbritannien","12":"tag-headlines","13":"tag-kriminalitaet","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-sueddeutsche-zeitung","19":"tag-terrorismus","20":"tag-uk","21":"tag-united-kingdom","22":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","23":"tag-vereinigtes-koenigreich","24":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","25":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115314367340578860","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/471840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=471840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/471840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/471841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=471840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=471840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=471840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}