{"id":472225,"date":"2025-10-04T09:35:15","date_gmt":"2025-10-04T09:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472225\/"},"modified":"2025-10-04T09:35:15","modified_gmt":"2025-10-04T09:35:15","slug":"investor-jubelt-und-klatscht-warren-buffett-macht-japan-abschlag-zur-goldgrube","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472225\/","title":{"rendered":"Investor &#8222;jubelt und klatscht&#8220;: Warren Buffett macht &#8222;Japan-Abschlag&#8220; zur Goldgrube"},"content":{"rendered":"<p>                    Investor &#8222;jubelt und klatscht&#8220;<br \/>\n                Warren Buffett macht &#8222;Japan-Abschlag&#8220; zur Goldgrube<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Max Borowski<br \/>\n\t\t\t\t              04.10.2025, 09:45 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Innerhalb weniger Jahre stieg Japan zum wichtigsten Investitionsstandort au\u00dferhalb der USA f\u00fcr Warren Buffett auf. Sein Investmentvehikel Berkshire Hathaway hat mit japanischen Aktien bereits mehrere Milliarden Dollar Kursgewinne erzielt. Statt zu verkaufen, legt Buffett nach.<\/strong><\/p>\n<p>An seinem 90. Geburtstag gelang Warren Buffett wieder einmal eine echte \u00dcberraschung. Die B\u00f6rsenlegende selbst hatte immer wieder beklagt, dass gro\u00dfe, sowohl g\u00fcnstig bewertete als auch solide und profitable Unternehmen f\u00fcr Investitionen im Sinne seiner &#8222;Value&#8220;-Strategie kaum noch zu finden seien. Am 30. August 2020 allerdings enth\u00fcllte Buffett, dass er eine solche Gelegenheit ausgerechnet in Japan gefunden und seit 2019 mehr als sechs Milliarden Dollar in f\u00fcnf der gr\u00f6\u00dften Industriekonglomerate des Landes investiert habe.<\/p>\n<p>Japan war zu diesem Zeitpunkt f\u00fcr europ\u00e4ische und amerikanische Investoren der Inbegriff f\u00fcr Stagnation. Die Kurse an der B\u00f6rse lagen immer noch weit unter dem Niveau, das sie einst fast 30 Jahre zuvor erreicht hatten. Symbol f\u00fcr den Stillstand der japanischen Wirtschaft waren die gro\u00dfen Konglomerate, die mit Geflechten von Dutzenden Tochtergesellschaften in nahezu allen m\u00f6glichen Branchen von Rohstoffen \u00fcber Elektronik, Maschinen- und Autobau bis zu Banken t\u00e4tig sind. Ihre Aktien wurden wegen magerer Wachstums- und Gewinnaussichten mit einem sogenannten &#8222;Japan-Abschlag&#8220; gehandelt. <\/p>\n<p>Buffett und seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway waren nicht die ersten ausl\u00e4ndischen Investoren, aber bis heute die gr\u00f6\u00dften, die erkannten, dass sich diese Aussichten grundlegend ge\u00e4ndert und der &#8222;Abschlag&#8220; von einem Nachteil zu einer Gewinnchance geworden war. Seit 2020 hat Berkshire seine Anteile an diesen f\u00fcnf Konglomeraten &#8211; Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Marubeni, und Sumitomo &#8211; immer weiter erh\u00f6ht. J\u00fcngsten Pflichtmitteilungen zufolge hat Berkshire bei Mitsubishi die 10-Prozent-Schwelle \u00fcberschritten und ist der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte ausl\u00e4ndische Aktion\u00e4r. <\/p>\n<p>&#8222;Kein Gedanke&#8220; an Verkauf<\/p>\n<p>Dank steil gestiegener Aktienkurse sind Buffetts Anteile an den japanischen Unternehmen inzwischen mehr als 30 Milliarden Dollar wert. Dazu trugen unter anderem eine grundlegende Reform des japanischen Aktienmarktes und der gro\u00dfen Konzerne selbst bei. Nach Jahrzehnten des Niedergangs und der Stagnation schaltete Japans B\u00f6rse in den Rally-Modus. 2024 knackte der Leitindex Nikkei seinen \u00fcber 30 Jahre alten Rekord. 2025 ging es weiter nach oben. Buffett selbst lobt immer wieder, wie gut Aktion\u00e4re wie er von den einst als intransparent, zu komplex und renditeschwach geltenden Unternehmen behandelt w\u00fcrden. Japan ist damit, innerhalb weniger Jahre zum zweitwichtigsten Zielland f\u00fcr Investitionen von Berkshire nach den USA geworden. <\/p>\n<p>Zu welchen Kursen Berkshire die Aktien genau gekauft hat, ist nicht bekannt, und daher auch nicht der exakte Gewinn, der in jedem Fall \u00fcber 100 Prozent betragen d\u00fcrfte. Besonders lohnend ist das Gesch\u00e4ft zus\u00e4tzlich dadurch, dass Berkshire die Investition mit extrem niedrig verzinsten Krediten in der japanischen W\u00e4hrung Yen finanzierte und kaum eigenes Kapital einsetzen musste. <\/p>\n<p>Einige Analysten warnen, dass sich an der Tokioter B\u00f6rse inzwischen eine Blase gebildet habe. Vor wenigen Tagen hat der Leitindex Nikkei erneut einen Rekordstand erreicht. Doch um die Kursentwicklung macht sich Buffett keine Gedanken. Er hat mehrfach klargemacht, dass er nicht daran denkt, seine Japan-Aktien zu verkaufen. Auf der letzten Berkshire-Hauptversammlung sagte der inzwischen 95-J\u00e4hrige: &#8222;In den n\u00e4chsten 50 Jahren werden wir keinen Gedanken daran verschwenden, die zu verkaufen.&#8220; Er sei mit den f\u00fcnf Konzernen extrem zufrieden. Seine Hauptaufgabe als Gro\u00dfinvestor bestehe darin, &#8222;zu jubeln und zu klatschen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Investor &#8222;jubelt und klatscht&#8220; Warren Buffett macht &#8222;Japan-Abschlag&#8220; zur Goldgrube Von Max Borowski 04.10.2025, 09:45 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":472226,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[1383,11094,175,170,169,29,30,1376,372,171,174,173,172,10886,55],"class_list":{"0":"post-472225","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-aktienkurse","9":"tag-berkshire-hathaway","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-investoren","16":"tag-japan","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-warren-buffett","22":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115315220502674284","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=472225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472225\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/472226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=472225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=472225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=472225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}