{"id":472277,"date":"2025-10-04T10:04:12","date_gmt":"2025-10-04T10:04:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472277\/"},"modified":"2025-10-04T10:04:12","modified_gmt":"2025-10-04T10:04:12","slug":"drohnenabwehr-hersteller-sucht-alternative-zu-banken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472277\/","title":{"rendered":"Drohnenabwehr-Hersteller sucht Alternative zu Banken"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Das Unternehmen Riseport Europe entwickelt mit &#8222;Argos&#8220; ein System zur Abwehr von Kleinstdrohnen, das optische und akustische Sensorik mit k\u00fcnstlicher Intelligenz kombiniert.<\/li>\n<li>Trotz Interesse der Bundeswehr und Gespr\u00e4chen mit der polnischen Regierung steht die Finanzierung des Prototyps (TRL 6) auf unsicheren Beinen; staatliche F\u00f6rderung erhielt das Projekt bislang nicht.<\/li>\n<li>Riseport plant, die n\u00f6tigen acht Millionen Euro \u00fcber eine Anleihe auf der Kryptoplattform Tacct einzuwerben und setzt auf Privatanleger, da Banken und institutionelle Partner ablehnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit, <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/drohne-q1260064\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drohne<\/a>n abwehren zu k\u00f6nnen, ist in den vergangenen Wochen in den Fokus ger\u00fcckt. Welche Brisanz das Thema hat, machen Luftraumverletzungen und ungenehmigte Drohnen\u00fcberfl\u00fcge \u00fcber Polen, Rum\u00e4nien, D\u00e4nemark, Norwegen und Norddeutschland deutlich. Kleine R\u00fcstungsunternehmen wollen hierzu L\u00f6sungen anbieten und machen seit der sogenannten Zeitenwende zunehmend auf sich aufmerksam. Doch w\u00e4hrend die Drohnenabwehr an Bedeutung gewinnt, klagen kleine R\u00fcstungsunternehmen \u00fcber schwierige Partnerschaften bis hin zu Ablehnungen durch Banken. Ein Grund, nun neue Wege zu gehen.<\/p>\n<p>Abwehr von Kleinstdrohnen<\/p>\n<p>Das Unternehmen Riseport Europe aus Hamburg, mit einer Niederlassung in Bremen, hat mit &#8222;Argos&#8220; ein System zur Abwehr von Kleinstdrohnen entwickelt: Die optische und akustische Signatur einer Drohne l\u00f6st die Sensorik von &#8222;Argos&#8220; aus, wodurch die vier Sensormodule in Alarmbereitschaft versetzt werden. Die Module starten eine automatische Zielerfassung (ATR; Automatic Target Recognition). Die akustischen und optischen Informationen werden anschlie\u00dfend durch ein k\u00fcnstliches neuronales Netz ausgewertet, das die Informationen an das Effektormodul weitergibt. Dort ermittelt ein Algorithmus die ideale Wirkdistanz und unterst\u00fctzt bei der Klassifizierung. Zeitgleich wird der Effektor ausgerichtet und ein Alarm im Fahrzeug ausgel\u00f6st. Die Besatzung muss das Ziel best\u00e4tigen, ehe der Effektor bei idealer Wirkdistanz ausl\u00f6st. Ein voll automatisierter Modus w\u00e4re laut Riseport-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Emanuel Aprill technisch ebenso umsetzbar.<\/p>\n<p>Logistikfahrzeuge nachr\u00fcsten<\/p>\n<p>\n    Die 360-Grad-Sensor-Effektor-Kombination lasse sich, so Aprill, auf jedes beliebige Fahrzeug montieren \u2013 also auf bereits vorhandene, wie auch auf geplante Neuanschaffungen. Je mehr Fahrzeuge in einem Verbund mit dem System ausger\u00fcstet seien, umso gr\u00f6\u00dfer der Schutzschirm. Zudem habe das voll automatisierte System gegen\u00fcber einem Soldaten an einer Lafette (ein Gestell, auf das eine Waffe montiert werden kann, Anm. d. Red.) auf einem Fahrzeug zahlreiche Vorteile: eine schnellere Reaktionszeit, genauere Detektion und damit eine wirkungsvollere Bek\u00e4mpfung. So lie\u00dfen sich laut Aprill beispielsweise Logistikfahrzeuge nachr\u00fcsten und besser sch\u00fctzen.\n<\/p>\n<p>Mit Regierungen im Kontakt<\/p>\n<p>Mit &#8222;Argos&#8220; f\u00fcllt Riseport Europe eine F\u00e4higkeitsl\u00fccke, sagt Aprill. Das System sei kosteng\u00fcnstig, skalierbar, integrierbar in allen mobilen Einsatzszenarien und auch in k\u00fcnftigen Konflikten zuverl\u00e4ssig. M\u00fcsste sich die <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/bundeswehr-q56010\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundeswehr<\/a> also die Finger nach dem System lecken? Tats\u00e4chlich steht Aprill nach eigener Aussage bereits mit der Bundeswehr im Kontakt, die Interesse an dem System bekundet habe. Und auch mit der polnischen Regierung st\u00fcnden bereits Gespr\u00e4che an.<\/p>\n<p>Volles Risiko<\/p>\n<p>Finanziell beteiligt seien bisher jedoch weder die Bundeswehr noch andere potenzielle Kunden, sagt Aprill. Das deutsche Verteidigungsministerium etwa bestehe zun\u00e4chst auf einen voll funktionsf\u00e4higen Prototyp auf der sogenannten Technology Readiness Level Stufe 6 (TRL 6). Aprill w\u00fcnscht sich, dass man sich mit einem potenziellen Kunden beziehungsweise Partner darauf einigen k\u00f6nnte, dass dieser bei der weiteren Entwicklung finanziell mit einsteigt und Riseport Europe im Gegenzug die Lieferung einer entsprechenden Menge zusichert. Auch staatliche F\u00f6rderung erh\u00e4lt das Unternehmen f\u00fcr das Projekt bisher nicht. Zurzeit werde gepr\u00fcft, ob es in diese Richtungen, etwa im Bundesland Bayern, M\u00f6glichkeiten gibt. Doch: &#8222;So wie es jetzt ist, trage ich allein das unternehmerische Risiko&#8220;, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p>Schlechte Erfahrungen<\/p>\n<p>Da Aprill schlechte Erfahrungen mit einigen Banken gemacht hat, werde er diese &#8222;nicht beknien&#8220;, das Projekt zu unterst\u00fctzen. Er will nun einen anderen Weg gehen: Das Unternehmen will unter anderem Privatanleger mit einer Anleihe &#8222;Argos Air Defence Anleihe Nr. 1&#8220; \u00fcber die Kryptoplattform Tacct f\u00fcr das Projekt mit ins Boot holen \u2013 acht Millionen Euro braucht das Unternehmen bis zur Technology Readiness Level Stufe 6.<\/p>\n<p>Marktkapitalisierung<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt plant Aprill eine Marktkapitalisierung auf Aktien mit der k\u00fcnftigen &#8222;Riseport defence SE&#8220;, ebenfalls \u00fcber die Plattform Tacct. Die geplante europ\u00e4ische Aktiengesellschaft (SE) soll mehrere Gesch\u00e4ftseinheiten beinhalten. Darunter beispielsweise Luftraumsicherheit unter anderem mit &#8222;Argos&#8220;, aber auch die Bereiche Luftkampf, Schutz sowie Rettung von Soldaten.<\/p>\n<p>Nicht schlucken lassen<\/p>\n<p>\n    &#8222;Der Vorteil der Plattform ist, dass wir \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, wer sich beteiligen will&#8220;, sagt Aprill. Ein Ausschlusskriterium seien f\u00fcr ihn etwa enge Beziehungen nach Russland. Zudem k\u00f6nne das Unternehmen so aber auch darauf achten, nicht von einem der gro\u00dfen Marktbegleiter geschluckt zu werden. &#8222;Wir arbeiten gern mit den Primesder Branche zusammen \u2013 mit einigen befinden wir uns auch schon im Gespr\u00e4ch&#8220;, so Aprill. Aber schlucken lassen wolle er sich nicht: &#8222;Wir schlie\u00dfen L\u00fccken, die schnell geschlossen werden m\u00fcssen. Diese Geschwindigkeit k\u00f6nnen die etablierten Unternehmen aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe einfach nicht mehr bieten, kleine junge Unternehmen jedoch schon.&#8220; Mit einem Prototyp (TRL 6) rechnet Aprill im Quartal zwei oder drei im Jahr 2026, mit einem Serienanlauf bereits zw\u00f6lf Monate sp\u00e4ter.\n<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc82n8nlqvw8nn6znwfms\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Unternehmen Riseport Europe entwickelt mit &#8222;Argos&#8220; ein System zur Abwehr von Kleinstdrohnen, das optische und akustische Sensorik&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":472278,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-472277","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115315334523826552","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472277","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=472277"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472277\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/472278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=472277"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=472277"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=472277"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}