{"id":472285,"date":"2025-10-04T10:08:11","date_gmt":"2025-10-04T10:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472285\/"},"modified":"2025-10-04T10:08:11","modified_gmt":"2025-10-04T10:08:11","slug":"drohnen-zwischenfaelle-debatte-um-drohnenabwehr-nach-vorfaellen-am-flughafen-deutschland-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472285\/","title":{"rendered":"Drohnen-Zwischenf\u00e4lle: Debatte um Drohnenabwehr nach Vorf\u00e4llen am Flughafen &#8211; Deutschland &#038; Welt"},"content":{"rendered":"<p>Drohnen-Zwischenf\u00e4lle<\/p>\n<p>Debatte um Drohnenabwehr nach Vorf\u00e4llen am Flughafen<\/p>\n<p>04.10.2025, 11:57 Uhr<\/p>\n<p class=\"teaser\">Drohnen legen erneut M\u00fcnchens Flughafen lahm: Wieder sind Tausende Reisende betroffen, Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle drohen. Welche Ma\u00dfnahmen die Politik jetzt fordert.<\/p>\n<p>M\u00fcnchen (dpa) \u2013 Nach Drohnensichtungen an zwei Tagen hintereinander am M\u00fcnchner Airport werden die Forderungen nach einem besseren Schutz der Flugh\u00e4fen lauter. Am Flughafen in M\u00fcnchen waren am Donnerstag und am Freitag jeweils abends Drohnen gesichtet worden, daraufhin wurde der Flugbetrieb vor\u00fcbergehend eingestellt.<\/p>\n<p>Am Samstag lief der Flugbetrieb wieder an. Der Airport k\u00fcndigte aber Versp\u00e4tungen an: \u00abEs wird den ganzen Tag \u00fcber zu Verz\u00f6gerungen im Betriebsablauf kommen.\u00bb Es werde voraussichtlich auch zu einzelnen Ausf\u00e4llen kommen, berichtete eine Flughafensprecherin.<\/p>\n<p>Politik sucht Wege zur Bek\u00e4mpfung von Drohnen<\/p>\n<p>\u00abWir brauchen schnell eine funktionierende Drohnenabwehr\u00bb, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. \u00abUnsere Sicherheitsbeh\u00f6rden m\u00fcssen handlungsf\u00e4higer und moderner werden.\u00bb Eine pauschale Antwort, ob eine Drohne abgeschossen werden solle, k\u00f6nne nicht gegeben werden, sagte Reul. F\u00fcr einen m\u00f6glichen Abschuss sei entscheidend, dass die Ma\u00dfnahmen \u00abrechtlich sauber, verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig und technisch wirksam\u00bb seien.<\/p>\n<p>Sein Amtskollege aus Bayern, Joachim Herrmann (CSU), hatte eine \u00c4nderung der Vorschriften in Freistaat angek\u00fcndigt, damit die Landespolizei im Zweifelsfall auch Drohnen abschie\u00dfen darf. \u00abWir wollen die rechtlichen M\u00f6glichkeiten der bayerischen Polizei deutlich erweitern, damit sie sofort und effektiv gegen Drohnen vorgehen kann. Das bedeutet auch, dass die Polizei bei akuter Gefahr Drohnen sofort abschie\u00dfen darf.\u00bb<\/p>\n<p>Drohnen sollen auch Thema eines Treffens von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mit mehreren Kollegen aus europ\u00e4ischen L\u00e4ndern heute in M\u00fcnchen sein. Am Freitag k\u00fcndigte er an, die Bundeswehr solle im Zuge von Amtshilfe am Kampf gegen Drohnen beteiligt werden. Dazu plant Dobrindt nach eigenen Angaben schon bald einen Entwurf f\u00fcr ein neues Luftsicherheitsgesetz vorzulegen.<\/p>\n<p>Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) warnte hingegen vor weitreichenden Eins\u00e4tzen der Bundeswehr im Inneren. \u00abDrohnenabwehr ist eine sicherheitspolitische Kernaufgabe\u00bb, sagte Hubig im Interview mit der \u00abWelt am Sonntag\u00bb. \u00abBei Drohnenangriffen im Innern ist die Polizei gefragt.\u00bb Wo der Rechtsrahmen nachjustiert werden m\u00fcsse, werde das geschehen. \u00abEins\u00e4tze der Bundeswehr im Inneren sind aus guten Gr\u00fcnden nur in sehr engen Grenzen zul\u00e4ssig \u2013 und dabei muss es bleiben.\u00bb<\/p>\n<p>Die Bremer SPD-Fraktion meldete bei Dobrindt bereits das Interesse an einem Drohnenabwehrzentrum an. Fraktionschef Mustafa G\u00fcng\u00f6r verwies in einem Brief an den Bundesinnenminister auf die in Bremen ans\u00e4ssigen Konzerne aus der R\u00fcstungs-, Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie sowie die H\u00e4fen der Stadt. Bremen sei daher \u00abein besonders exponiertes Ziel von Drohnen-Spionage und -Sabotage\u00bb. Zun\u00e4chst hatte der \u00abSpiegel\u00bb \u00fcber die Initiative G\u00fcng\u00f6rs berichtet.<\/p>\n<p>Rheinmetall-Chef Armin Papperger sagte, bei der Drohnenabwehr komme es auf Geschwindigkeit an. \u00abZiele m\u00fcssten schnell erkannt, bewertet und bek\u00e4mpft werden \u2013 angepasst an zivile oder milit\u00e4rische Eins\u00e4tze\u00bb, sagte er zu \u00abBild\u00bb. Daf\u00fcr k\u00e4me das Skyranger-System des Unternehmens infrage. Die Bundeswehr habe 19 solcher Flugabwehrpanzer bestellt. Die Produktionszahlen sollten aber noch deutlich steigen.<\/p>\n<p>Flugg\u00e4ste stranden erneut am M\u00fcnchner Airport<\/p>\n<p>Nach der erneuten Sichtung von Drohnen war der Flugverkehr am Freitagabend den zweiten Abend infolge eingestellt worden. Etliche Fl\u00fcge wurden umgeleitet oder gestrichen. Rund 6.500 Reisende waren davon betroffen, wie der Flughafen mitteilte. Einige mussten im Airport \u00fcbernachten.<\/p>\n<p>Die Bundespolizei sprach von zwei Drohnensichtungen im Bereich der Nord- und der S\u00fcdbahn. Bundespolizisten h\u00e4tten sie am Freitag kurz vor 23.00 Uhr gesehen. \u00abDie Drohnen entfernten sich sofort, noch bevor sie identifiziert werden konnten\u00bb, teilte ein Sprecher mit. Am Samstagmorgen kurz nach 3.00 Uhr gab es nach Angaben der Bundespolizei erneut einen Hinweis auf eine Drohnensichtung. Ein Sprecher wollte sich allerdings nicht konkret dazu \u00e4u\u00dfern, ob auch tats\u00e4chlich eine Drohne im Bereich des Flughafens in der Luft war oder ob es vielleicht auch ein Fehlalarm war.<\/p>\n<p>Dem Flughafenbetreiber zufolge wurden am Abend 23 ankommende Maschinen umgeleitet, 12 Fl\u00fcge nach M\u00fcnchen annulliert. 46 geplante Starts h\u00e4tten nicht stattfinden k\u00f6nnen, sagte der Sprecher. <\/p>\n<p>Drohnen unbekannter Herkunft hatten bereits am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag den Flugbetrieb am zweitgr\u00f6\u00dften deutschen Flughafen empfindlich gest\u00f6rt. Zahlreiche Fl\u00fcge fielen aus oder mussten auf benachbarte Flugh\u00e4fen wie N\u00fcrnberg oder Stuttgart umgeleitet werden. Rund 3.000 Passagiere waren davon betroffen.<\/p>\n<p>Hintergrund der Drohnen-Zwischenf\u00e4lle bleibt unklar<\/p>\n<p>Unklar ist, wer hinter den Drohnenfl\u00fcgen steckt und welche Motive vorliegen. Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) stellte am Donnerstag den Vorfall in M\u00fcnchen in eine Reihe mit weiteren Drohnensichtungen in Europa. \u00abDas war jetzt kein Einzelfall\u00bb, sagte S\u00f6der bei Welt TV. \u00abEs ist die Sicherheitslage, in der wir stehen\u00bb, sagte er.<\/p>\n<p>NRW-Innenminister Reul schloss auch Trittbrettfahrer nicht aus. \u00abIch bin sicher: Nicht jede Drohne steuert der Kreml \u2013 aber jede einzelne spielt (Pr\u00e4sident Wladimir) Putin in die Karten\u00bb, sagte Reul. \u00abWer leichtfertig eine Drohne steigen l\u00e4sst, sollte sich dar\u00fcber im Klaren sein.\u00bb Er rief aber zur Besonnenheit auf: \u00abVerunsicherung zu verbreiten, ist genau das Ziel, das etwa Russland mit solchen Aktionen verfolgt.\u00bb<\/p>\n<p>St\u00f6rungen mit Drohnen an den Flugh\u00e4fen hierzulande haben nach Angaben der Deutschen Flugsicherung deutlich zugenommen. Vor gut einer Woche hatte das Unternehmen mitgeteilt, im laufenden Jahr 2025 seien bis Ende August bereits 144 Behinderungen durch Drohnen registriert worden. Im Vorjahr seien es im selben Zeitraum bundesweit 113 Vorkommnisse gewesen, im Jahr 2023 nur 99.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:251004-930-121350\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drohnen-Zwischenf\u00e4lle Debatte um Drohnenabwehr nach Vorf\u00e4llen am Flughafen 04.10.2025, 11:57 Uhr Drohnen legen erneut M\u00fcnchens Flughafen lahm: Wieder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":472286,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,1268,14,3923,15,3921,16,12,2408],"class_list":{"0":"post-472285","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-muenchen","17":"tag-nachrichten","18":"tag-nachrichten-aus-deutschland","19":"tag-news","20":"tag-news-aus-deutschland","21":"tag-politik","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-zusammenfassung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115315350210207650","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=472285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472285\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/472286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=472285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=472285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=472285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}