{"id":472433,"date":"2025-10-04T11:31:21","date_gmt":"2025-10-04T11:31:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472433\/"},"modified":"2025-10-04T11:31:21","modified_gmt":"2025-10-04T11:31:21","slug":"militaerexperte-spricht-sich-fuer-mix-von-systemen-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472433\/","title":{"rendered":"Milit\u00e4rexperte spricht sich f\u00fcr &#8222;Mix von Systemen&#8220; aus"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/247195491068890.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1126\" alt=\"ARCHIV - 02.02.2017, Baden-W\" data-image-id=\"247195491068890\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Drohnensichtungen besch\u00e4ftigen Deutschland aktuell.Bild: dpa \/ Felix K<\/p>\n<p>Deutschland<\/p>\n<p>Der Flughafen in M\u00fcnchen musste den Betrieb zuletzt mehrfach wegen Drohnensichtungen einstellen. Die Politik diskutiert derweil, wie man reagieren soll. Doch eine Drohnenabwehr ist komplex. Ein Milit\u00e4rexperte wei\u00df, welche M\u00f6glichkeiten es gibt.<\/p>\n<p>04.10.2025, 13:2004.10.2025, 13:20<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3554583765448392.webp\" alt=\"Annika Danielmeier\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die zunehmenden Sichtungen von Drohnen versetzen die europ\u00e4ischen L\u00e4nder in Aufruhr. Auch in Deutschland wird heftig \u00fcber das weitere Vorgehen diskutiert, besonders, seitdem \u00fcber Schleswig-Holstein und M\u00fcnchen unbekannte Drohnen flogen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Zahlreiche Fl\u00fcge vom und zum Airport der bayerischen Landeshauptstadt verz\u00f6gerten sich oder fielen aus; Tausende Menschen strandeten am Flughafen. <strong>Die Frage, wie die deutsche Infrastruktur in Zukunft gesch\u00fctzt werden kann, r\u00fcckt daher in den Fokus. <\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der verlangt mehr M\u00f6glichkeiten der Landespolizei, damit diese Drohnen abschie\u00dfen kann. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) m\u00f6chte f\u00fcr die Abwehr von Drohnen am liebsten im Zuge der Amtshilfe die Bundeswehr einsetzen. Au\u00dferdem will er das Luftsicherheitsgesetz dahingehend \u00e4ndern, dass die Bundeswehr Drohnen auch abschie\u00dfen d\u00fcrfte. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Doch, was ist technisch \u00fcberhaupt m\u00f6glich, und ist Abschie\u00dfen wirklich immer die L\u00f6sung?<\/strong> Nicht unbedingt, wei\u00df Milit\u00e4rexperte Fabian Hinz.<\/p>\n<p>Europa auf Bedrohung durch Drohnen nicht vorbereitet<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Europa steht mit den Drohnen vor einer neuen Bedrohung \u2013 und ist nicht darauf vorbereitet, sagt Hinz im Interview mit &#8222;<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/politik\/deutschland\/drohnen-abwehr-hinz-100.html\">ZDFheute<\/a>&#8222;. Ihm zufolge hat das technische und rechtliche Gr\u00fcnde: <\/p>\n<p>&#8222;Man hat nicht die entsprechenden F\u00e4higkeiten, um Drohnen in dieser St\u00fcckzahl abzufangen. Man hat auch nicht die F\u00e4higkeiten, um in der Grauzone zwischen Krieg und Frieden effektiv dagegen vorzugehen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In Deutschland ist die Rechtslage ein Dilemma, vor dem etwa Dobrindt bei seinen Pl\u00e4nen zum Einsatz der Bundeswehr steht. Denn zust\u00e4ndig f\u00fcr Drohnensichtungen, wie wir sie zuletzt im deutschen Luftraum erlebt haben, <strong>ist erst einmal die Polizei, an Flugh\u00e4fen konkret die Bundespolizei. <\/strong>Die M\u00f6glichkeiten, die Bundeswehr auch im Inland einzusetzen, sind von der Verfassung klar definiert und eng begrenzt.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Hinzu kommen rein praktische Herausforderungen bei der Abwehr. Milit\u00e4rexperte Fabian Hinz erkl\u00e4rt, dass die Luftabwehrsysteme eher auf Flugzeuge oder Raketen ausgelegt seien. Es brauche also erst einmal neuartige Systeme, um mit Massen von Drohnen zurechtzukommen, unter anderem, um sie abzufangen.<\/p>\n<p>Drohnen-Abwehr durch Polizei? Lieber abfangen, als abschie\u00dfen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Ein wichtiges Stichwort sind hier die Kosten. &#8222;Wenn man eine Drohne, die vielleicht 10.000 Dollar kostet (&#8230;) mit einer Luft-Luft-Rakete abschie\u00dft, die Millionen kostet, dann ist es auf Dauer nicht durchhaltbar&#8220;, sagt er. <strong>Es brauche stattdessen verschiedene Systeme, die beim Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis besser sind. <\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Er nennt hier einmal Abfangdrohnen: Solche Netzdrohnen steigen in die Luft, werfen ein Netz und fangen so die unbekannte Drohne ab, die unbeschadet mit abtransportiert werden kann. Daher sei sie im polizeilichen Kontext sehr interessant, sagt Hinz. Wenn die Drohne stattdessen abgeschossen w\u00fcrde, besteht die Gefahr, dass Tr\u00fcmmerteile Personen oder Infrastruktur verletzen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Au\u00dferdem kann eine unbeschadet abgefangene Drohne der Polizei bei ihren Ermittlungen nach der Herkunft helfen. <\/strong>Das sei gerade dann interessant, wenn man nicht genau wisse, wo die Drohne herkomme. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie das Sicherstellen einer Drohne der Polizei helfen kann: Am Donnerstagabend wurde nach Angaben der M\u00fcnchner Polizei auch \u00fcber dem Festgel\u00e4nde des Oktoberfestes in M\u00fcnchen eine Drohne gesichtet. Hier konnte man die Speicherkarte der Drohne sicherstellen und den Mann finden, der diese gestartet hatte.<\/p>\n<p>Laserwaffen besonders zum Schutz von Flugh\u00e4fen geeignet<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Milit\u00e4rexperte Fabian Hinz nennt au\u00dferdem sogenannte Laserdrohnen als potenziell kosteng\u00fcnstigeres Mittel zur Abwehr gegen Drohnen, die sich besonders zum Schutz der Infrastruktur eignen. <strong>&#8222;Statische Ziele, Flugh\u00e4fen, Luftwaffenbasen, Milit\u00e4rbasen, all das k\u00f6nnte man mit Lasern gut verteidigen&#8220;<\/strong>, erkl\u00e4rt er. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Laserwaffen bergen jedoch auch Herausforderungen. Der Laser muss etwa pr\u00e4zise gesetzt werden \u2013 auf eine sich bewegende Drohne. Au\u00dferdem ist die Reichweite von Lasern auf wenige Kilometer begrenzt. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Der Laser sei &#8222;nicht die Wunderwaffe, f\u00fcr die er manchmal gehalten wird&#8220;, sondern m\u00fcsste Teil eines &#8222;gr\u00f6\u00dferen Mixes von Systemen&#8220; zur Drohnenabwehr sein. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Drohnensichtungen besch\u00e4ftigen Deutschland aktuell.Bild: dpa \/ Felix K Deutschland Der Flughafen in M\u00fcnchen musste den Betrieb zuletzt mehrfach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":472434,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-472433","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115315677005695493","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472433","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=472433"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472433\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/472434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=472433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=472433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=472433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}