{"id":472518,"date":"2025-10-04T12:20:13","date_gmt":"2025-10-04T12:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472518\/"},"modified":"2025-10-04T12:20:13","modified_gmt":"2025-10-04T12:20:13","slug":"automobilkrise-vw-laesst-kretschmer-abblitzen-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472518\/","title":{"rendered":"Automobilkrise: VW l\u00e4sst Kretschmer abblitzen | Politik"},"content":{"rendered":"<p>Dresden\/Zwickau \u2013\u00a0<b>Sachsen macht Druck, doch VW bleibt stur! Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer fordert mehr Einsatz der VW-Spitze beim Kampf um die VW-Werke. Die Antwort aus Wolfsburg: Schulterzucken. Jetzt h\u00e4ngt der Haussegen schief. <\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Ab 6. Oktober stehen in den <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/volkswagen\/auto-nachrichten-news-fotos-videos-19104044.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VW-Werken Zwickau und Dresden<\/a> die B\u00e4nder still. Grund: Die Nachfrage nach den VW-E-Autos (ID.3) ist praktisch eingebrochen. <\/p>\n<p>Doch der Stillstand in den Werken ist nichts gegen den Konflikt hinter den Kulissen. Ausgel\u00f6st hatte den Streit Michael Kretschmer selbst. Wie das \u201eHandelsblatt\u201c berichtet, schrieb der am 20. September einen Brandbrief an VW-Chef <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/geld\/wirtschaft\/vw-chef-blume-kaempft-um-radikale-konzern-revolution-688c8200eba40421e07e0848\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Oliver Blume<\/a> (57).<\/p>\n<p>Der CDU-Politiker fordert darin klare Zusagen von Volkswagen: mindestens 250.000 Autos j\u00e4hrlich aus Zwickau, Erhalt aller 2000 Jobs im Motorenwerk Chemnitz und ein neues Recycling-Zentrum mit 200 weiteren Stellen.<\/p>\n<p>Mehr zum ThemaGl\u00e4serne Manufaktur Dresden wird zum Zankapfel<\/p>\n<p>Besonders kontrovers die Lage beim Werk in Dresden. Die \u201eGl\u00e4serne Manufaktur\u201c soll nach Kretschmers Vorstellungen zum \u201eInnovationsquartier\u201c werden \u2013 gemeinsam mit der TU Dresden. 25.000 Quadratmeter will die Uni \u00fcbernehmen, damit dort u.\u00a0a. Start-ups einziehen k\u00f6nnen. Kretschmers Forderung an VW: 100 Millionen Euro Forschungsgelder \u2013 oder zehn Stiftungsprofessuren, gestreckt \u00fcber zehn Jahre.<\/p>\n<p><b>Doch VW sagt N\u00f6. Statt zehn Millionen Euro pro Jahr will der Konzern lediglich 1,5 Millionen Euro \u00fcber sieben Jahre zahlen. Begr\u00fcndung: Kostendruck.<\/b><\/p>\n<p>Zwickau auf der Kippe \u2013 Chemnitz ohne Perspektive<\/p>\n<p>Schon seit L\u00e4ngerem gelten die reinen Elektroauto-Schmieden in Sachsen als akut gef\u00e4hrdet. Dresden und Zwickau standen zeitweise sogar auf der internen \u201eGiftliste\u201c des Konzerns. Fest steht: In Dresden endet die Fertigung schon Ende dieses Jahres. Im Motorenwerk in Chemnitz sind die Zukunftsaussichten wegen des Verbrennerverbots d\u00fcster.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Erst am 23. September hatte Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer (50, CDU) am Rande einer ausw\u00e4rtigen Kabinettssitzung mit dem Sprecher der s\u00e4chsischen VW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und dem VW-Personalchef, Thomas Edig, getroffen. Dabei sei es zwischenzeitlich kontrovers zugeganen\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/29b8641d2ae00a9414d3bde95fa66c71,7d281c0d\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Erst am 23. September hatte Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer sich am Rande einer ausw\u00e4rtigen Kabinettssitzung mit dem Sprecher der s\u00e4chsischen VW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung, Danny Auerswald (42, M.), und dem VW-Personalchef, Thomas Edig (64, r.), getroffen. Dabei sei es \u201ezwischenzeitlich kontrovers\u201c zugegangen<\/p>\n<p>Foto: Hendrik Schmidt\/dpa<\/p>\n<p>Kretschmer warnte in seinem Schreiben deshalb vor \u201eDomino-Effekten\u201c, die ganze Regionen in die industriepolitische Krise st\u00fcrzen k\u00f6nnten. Und erinnert VW an seine \u201egesamtgesellschaftliche Verantwortung\u201c.<\/p>\n<p><b>Die Antwort aus Wolfsburg kam am 25. September. Der Ton: k\u00fchl. Es gebe \u201ekeine Notwendigkeit f\u00fcr Nachforderungen\u201c, Produktionsvolumen und Besch\u00e4ftigung seien mit der Arbeitnehmervertretung bereits geregelt, so die Konzernspitze.<\/b><\/p>\n<p>Staatsregierung sauer<\/p>\n<p>Die Reaktion aus Sachsen: Entt\u00e4uschung. Ein Sprecher der Staatskanzlei best\u00e4tigte den Eingang des VW-Schreibens, erkl\u00e4rte aber nur knapp, man sei \u201eweiter in konstruktiven Verhandlungen\u201c.<\/p>\n<p>Dabei war der Ton zwischen s\u00e4chsischer Staatsregierung und VW-Spitze deutlich rauer geworden. Ministerpr\u00e4sident Kretschmer hatte mehr Engagement vom Konzern gefordert \u2013 besonders f\u00fcr die Werke in Zwickau und Dresden. Auch andere in der Landesregierung stellen inzwischen die VW-Strategie infrage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden\/Zwickau \u2013\u00a0Sachsen macht Druck, doch VW bleibt stur! 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