{"id":472563,"date":"2025-10-04T12:46:30","date_gmt":"2025-10-04T12:46:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472563\/"},"modified":"2025-10-04T12:46:30","modified_gmt":"2025-10-04T12:46:30","slug":"trump-und-pharmabranche-loesung-des-streits-in-sicht-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472563\/","title":{"rendered":"Trump und Pharmabranche: L\u00f6sung des Streits in Sicht &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Seit Monaten setzt US-Pr\u00e4sident Donald Trump die globale Pharmaindustrie unter Druck. Er droht mit hohen Z\u00f6llen,\u00a0um die Branche zu zwingen, die Medikamentenpreise in den USA zu senken. Tats\u00e4chlich sind sie dort so hoch wie fast nirgends auf der Welt. Kommt nun die Wende?\u00a0Diese Woche hat mit Pfizer ein erstes Pharmaunternehmen eine Art Abkommen mit der US-Regierung getroffen. SRF-Wirtschaftsredaktorin Isabel Pfaff beantwortet die wichtigsten Fragen.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Isabel Pfaff\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/944af67.webp.webp\"\/><\/p>\n<p class=\"person-details__name\">\n                Isabel Pfaff\n    <\/p>\n<p class=\"person-details__function\" itemprop=\"jobTitle\">\n        Wirtschaftsredaktorin\n    <\/p>\n<p>    Personen-Box aufklappen<br \/>\n    Personen-Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Isabel Pfaff ist seit Juni 2024 SRF-Wirtschaftsredaktorin. Vorher arbeitete sie f\u00fcnf Jahre als Schweiz-Korrespondentin f\u00fcr die \u00abS\u00fcddeutsche Zeitung\u00bb.<\/p>\n<p>                                                        <strong>Ein erstes Abkommen \u2013 kann Trump die Branche mit Drohungen in die Knie zwingen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das zu sagen, ist wohl noch zu fr\u00fch. Sicher ist, dass die Pharmabranche versucht, Trump entgegenzukommen. Und auf den ersten Blick sieht die Einigung mit Pfizer tats\u00e4chlich so aus, als w\u00fcrde Trumps Strategie aufgehen: Der US-Konzern will Medikamente k\u00fcnftig deutlich billiger \u00fcber eine Direkt\u00advermarktungs\u00adplattform anbieten, die Rabatte sollen im Schnitt rund 50 Prozent betragen. Zus\u00e4tzlich verspricht Pfizer Investitionen von 70 Milliarden Dollar in den USA. All das offenbar im Tausch f\u00fcr Zollfreiheit: Vergangene Woche hat Trump Pharmaz\u00f6lle von 100 Prozent angek\u00fcndigt. Durch das neue Abkommen sollen Produkte von Pfizer drei Jahre lang davon ausgenommen werden.<\/p>\n<p>                                                        <strong>Ist der Deal ein voller Erfolg Trumps? <\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das darf bezweifelt werden. Denn wenn man sich die Mitteilung von Pfizer genauer anschaut, dann bleibt doch viel im Ungef\u00e4hren. Zun\u00e4chst ist das Abkommen an sich geheim. Und selbst die Details, die bekannt sind, sind vage. Zun\u00e4chst die Preissenkungen: Pfizer sagt, man wolle den US-B\u00fcrgern Preise anbieten, die \u00abvergleichbar\u00bb seien mit denen in anderen entwickelten Staaten \u2013  ein weiches Kriterium. Dann ist auch unklar, welche Pfizer-Produkte am Ende auf dieser Direktplattform namens TrumpRx landen, die es im \u00dcbrigen auch noch nicht gibt. Was die angek\u00fcndigten Investitionen betrifft, sollen die 70 Milliarden Dollar \u00abin den n\u00e4chsten paar Jahren\u00bb fliessen. Auch das ist vage. Zudem k\u00f6nnte es sich da um schon l\u00e4nger geplante Projekte handeln, die man jetzt ins Schaufenster stellt.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Ein Mann geht am Pfizer-Logo vorbei.\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Pfizer hat mit der US-Regierung ein Abkommen erreicht.<\/p>\n<p>                    Reuters \/ Carlo Allegri<\/p>\n<p>                                                        <strong>L\u00e4sst sich Trump hier mit heisser Luft abspeisen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Zum Teil wohl schon. Interessant ist aber diese Direktvermarktung von Medikamenten an Patientinnen und Patienten. Das ist wirklich etwas Neues und das k\u00f6nnte ein Hinweis darauf sein, wo es k\u00fcnftig hingeht auf dem Pharmamarkt in den USA.<\/p>\n<p>          Wie der Pharmamarkt in den USA funktioniert<\/p>\n<p>    Box aufklappen<br \/>\n    Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Ein wichtiger Unterschied zu europ\u00e4ischen Gesundheitssystemen ist, dass es in den USA keine zentrale Instanz gibt, die mit den Pharmaherstellern die Preise aushandelt. Die Konzerne verhandeln ihre Preise quasi einzeln mit den Versicherungen und anderen Abnehmern \u2013 das st\u00e4rkt die Position der Hersteller enorm. In der Schweiz b\u00fcndelt das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) die Interessen der Versicherten. Ein Pendant dazu gibt es in den USA nicht. Hinzu kommt, dass es in den USA sogenannte \u00abPharmacy Benefit Managers\u00bb gibt \u2013 das sind Zwischenh\u00e4ndler, die im Auftrag von US-Versicherern mit den Firmen Preise und Rabatte auf Arzneien verhandeln. Offenbar zweigen diese bereits viel Geld f\u00fcr sich ab \u2013 wenn sie etwa die ausgehandelten Rabatte nicht vollst\u00e4ndig an die Versicherer weitergeben. Diese Zwischenh\u00e4ndler sind ein weiteres Spezifikum des US-Marktes, das die Medikamentenpreise eher nach oben treibt.<\/p>\n<p>                                                        <strong>Was k\u00f6nnte die Direktvermarktung am US-System \u00e4ndern?<\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">In der Direktvermarktung mit Rabatten br\u00e4uchte es die Zwischenh\u00e4ndler nicht mehr, die im Moment im Pharmabereich mitverdienen. Die Pharmabranche w\u00fcrde mit solchen Plattformen also nicht nur Trumps Forderung nach niedrigeren Preisen bedienen, sondern auch diese ungeliebten Mittelsm\u00e4nner ausschalten. Es spricht im Moment viel daf\u00fcr, dass die Firmen zunehmend diesen Weg gehen werden. Novartis zum Beispiel will ab November eines seiner umsatzst\u00e4rksten Medikamente in den USA verbilligt \u00fcber eine solche \u00abDirect-to-patient\u00bb-Plattform vermarkten. Und auch andere Firmen haben in den USA den Direktverkauf mit Rabatten in Aussicht gestellt, etwa AstraZeneca oder Roche. Hier k\u00f6nnte tats\u00e4chlich die Zukunft des US-Marktes liegen.<\/p>\n<p>                                                        <strong>Warum verhandelt die US-Regierung die Preise nicht einfach direkt wie das BAG? <\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das fragen sich viele europ\u00e4ische Beobachter und Beobachterinnen auch. Letztlich sind die hohen Preise, die sich viele US-Amerikaner nicht leisten k\u00f6nnen, ja auch die Folge einer innenpolitischen Entscheidung: Man will die Wirtschaft m\u00f6glichst wenig regulieren. Dann sollte man als Land jedoch auch mit den Folgen umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen. 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