{"id":472573,"date":"2025-10-04T12:51:19","date_gmt":"2025-10-04T12:51:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472573\/"},"modified":"2025-10-04T12:51:19","modified_gmt":"2025-10-04T12:51:19","slug":"30-jahre-eu-beitritt-burgenland-vorzeigeregion-der-europaeischen-union","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/472573\/","title":{"rendered":"30 Jahre EU-Beitritt: Burgenland &#8211; Vorzeigeregion der Europ\u00e4ischen Union"},"content":{"rendered":"<p><b>30 Jahre EU-Beitritt: Ein Symposium in der Friedensburg Schlaining besch\u00e4ftigte sich mit der Entwicklung des Landes von einer &#8222;Ziel-eins-Region&#8220; zu einer Vorbildregion in vielen Bereichen. Dabei wurden auch Pros und Contras der Europ\u00e4ischen Union (EU) angesprochen.<\/b><\/p>\n<p>STADTSCHLAINING. Heuer j\u00e4hrt sich der Beitritt \u00d6sterreichs zur Europ\u00e4ischen Union zum 30. Mal. Anl\u00e4sslich dieses Jubil\u00e4ums wurde im Rahmen eines feierlichen Symposiums auf Friedensburg Schlaining eine R\u00fcckschau auf die Erfolge der letzten 30 Jahre und eine Vorausschau auf die k\u00fcnftige Rolle des Burgenlandes in der EU und umgekehrt gehalten. Zentrale Themen waren dabei Wirtschaft, Arbeit, Tourismus, Wein und Bildung. <\/p>\n<p>Neben einem Gespr\u00e4ch mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, die die Bedeutung der EU-Mitgliedschaft f\u00fcr die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung des Burgenlandes hervorhoben, standen eine Keynote-Speech des ehemaligen Pr\u00e4sidenten des Europ\u00e4ischen Ausschusses der Regionen, Ministerpr\u00e4sident der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien au\u00dfer Dienst, Karl-Heinz Lambertz sowie eine Gespr\u00e4chsrunde mit Branchenvertretern aus dem Burgenland auf dem Programm.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/47703043_L.webp\" style=\"object-position: 47% 28%;\" data-object-position=\"47% 28%\"\/><\/p>\n<p>30 Jahre Geschichte &#8211; ein Erfolg<\/p>\n<p>&#8222;30 Jahre sind in der Menschheits- und Erdgeschichte wenig, in der Zeitgeschichte hingegen viel. Aufgrund der jahrelangen Zusammenarbeit verbindet mich mit dem Burgenland einiges. Ich habe sogar den Verdienstorden des Landes verliehen bekommen. Von der Entwicklung des Burgenlandes, das von 1995 bis 2013 Ziel-eins-Gebiet war, bin ich beeindruckt. In dieser Zeit wurden Hunderte Projekte realisiert. Die positive Entwicklung war ein Erfolg, der europaweit wohl seinesgleichen sucht. Das Burgenland ist etwa im Bereich der erneuerbaren Energie zu einer Vorzeigeregion geworden. Der ausgezeichnete Wein und die wunderbare Kultur tragen das Burgenland weit in Europa hinaus &#8211; auch nach Belgien&#8220;, streut Lambertz, der aus der kleinen Region Ostbelgien stammt, dem Burgenland Rosen.<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Europa findet nicht prim\u00e4r in Br\u00fcssel, Stra\u00dfburg oder Luxemburg statt, sondern in den D\u00f6rfern und St\u00e4dten der Regionen. Dort wird auch entschieden, ob Europa als Chance oder Gefahr gesehen wird.&#8220;<br \/><b>Karl-Heinz Lambertz<\/b>, ehemaliger Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Ausschusses der Regionen<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u00a0Lambertz betonte, dass Europa mehr als nur Br\u00fcssel sei und die wesentlichen Botschaften in den Mitgliedsl\u00e4ndern hinausgetragen werden m\u00fcssen. Dabei fand er auch klare kritische Worte: &#8222;Die EU hat strukturelle Schw\u00e4chen, da es in der Vergangenheit viele Fehler bei Entscheidungen gab. Diese Schw\u00e4chen erschweren es, dass aktuelle Herausforderungen &#8211; und da gibt es viele &#8211; nicht so gemeistert werden k\u00f6nnen, wie sie sollten.&#8220;<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/47702992_L.webp\"\/><\/p>\n<p>Strukturreform verabs\u00e4umt<\/p>\n<p>&#8222;Ein wesentlicher Aspekt ist, dass eine notwendige solide Strukturreform vor der gro\u00dfen Osterweiterung 2004 verabs\u00e4umt wurde. Es ist nachvollziehbar, dass die Beschlussfassung mit sechs, zw\u00f6lf oder f\u00fcnfzehn Nationen einfacher ist als mit jetzt 27. Aus diesem Grund ist eine solche Strukturreform unumg\u00e4nglich, bevor es zu weiteren Aufnahmen von Staaten kommt. Es nicht zu tun, w\u00e4re f\u00fcr die Zukunft der EU fatal.&#8220;<\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Europa steht in vielen Dingen auf dem Kopf und wir m\u00fcssen es wieder auf die Beine stellen.&#8220;<br \/><b>Karl-Heinz Lambertz<\/b>, Impulsreferent<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8222;Zentral ist, dass ein Staat alleine die Herausforderungen von heute nicht zu meistern vermag, nur gemeinsam als starkes Europa k\u00f6nnen wir das schaffen.\u00a0Wir m\u00fcssen aus Fehlern der Vergangenheit lernen und die richtigen Schl\u00fcsse ziehen. Entweder entwickeln wir die EU weiter oder Europa verf\u00e4llt in die Bedeutungslosigkeit. Gerade aufgrund der vielen Konflikte und Herausforderungen ist Europa wichtiger denn je. Es braucht Zupacker und Gestalter, und genau das sehe ich im Burgenland, ebenso wie Solidarit\u00e4t und Zusammenhalt&#8220;, betont Lambertz.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/47703010_L.webp\"\/><\/p>\n<p>EU st\u00e4rkt das Burgenland<\/p>\n<p>Landeshauptmann Hans Peter Doskozil zog Res\u00fcmee: \u201eDie EU-Mitgliedschaft st\u00e4rkt unser Bundesland nachhaltig, der Aufschwung ist sp\u00fcrbar. Vor 1995 war das Burgenland strukturschwach, heute ist es europ\u00e4ischer Vorreiter in einigen Bereichen, allem voran der erneuerbaren Energie. Die EU ist f\u00fcr das Burgenland ein Motor f\u00fcr Entwicklung und Aufschwung, gleichzeitig ist die Mitgliedschaft ein Auftrag, die Zukunft Europas aktiv mitzugestalten.\u201c <\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft trotz aller Schwierigkeiten ist f\u00fcr mich, als Mitglied in der EU, Teil eines gro\u00dfen Friedensprojektes sein zu d\u00fcrfen.&#8220;<br \/><b>Hans Peter Doskozil<\/b>, Landeshauptmann<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8222;Wir sind letztlich alle mitverantwortlich, was in Br\u00fcssel beschlossen wird. Deshalb sind auch die Stimmen aus den Regionen wichtig. Wir m\u00fcssen es aber leben und vor allem beispielhaft aufzeigen, welche Vorteile und M\u00f6glichkeiten die EU bietet&#8220;, so der Landeshauptmann.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/47703022_L.webp\"\/><\/p>\n<p>Meilenstein f\u00fcr das Burgenland<\/p>\n<p>Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner betonte: \u201eDer EU-Beitritt vor 30 Jahren war f\u00fcr das Burgenland ein Meilenstein. Dank EU-F\u00f6rderungen entwickelte sich das Land von einer strukturschwachen Grenzregion zu einem wirtschaftlich dynamischen und \u00f6kologischen Vorzeigeland. Gesellschaftlich hat die EU uns die \u00d6ffnung zu unseren Nachbarn erm\u00f6glicht. In den kommenden 30 Jahren w\u00fcnschen wir, diese Erfolge weiter auszubauen.\u201c <\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Das Burgenland ist eine gro\u00dfe kleine Region im Herzen Europas. Wir werden gesehen und k\u00f6nnen stolz auf uns sein.&#8220;<br \/><b>Anja Haider-Wallner<\/b>, Landeshauptmann-Stellvertreterin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8222;In den 30 Jahren ist viel geschehen. 1993 hatte das Burgenland 64 Prozent des EU-Schnitts BIP pro Kopf, heute sind es 93 Prozent. Insgesamt wurden 190.000 Projekte mit EU-F\u00f6rderung umgesetzt und rund 35.000 Arbeitspl\u00e4tze damit geschaffen. \u00dcber drei Milliarden Euro an F\u00f6rdergeldern flossen in den 30 Jahren von der EU ins Burgenland&#8220;, so Haider-Wallner.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/47702977_L.webp\"\/><\/p>\n<p>EU-Beitritt mit vielen Vorteilen<\/p>\n<p>In einer weiteren Gespr\u00e4chsrunde zeigten Werner Cerutti (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Sonnentherme Lutzmannsburg-Frankenau) sowie Josef Spindler (Prokurist bei LUMITECH Lighting Solutions) sowie Studentin Mattea Gerdenitsch \u00fcber Chancen, Herausforderungen und die Bedeutung der EU f\u00fcr ihre Branchen. &#8222;Die EU hat viel f\u00fcr die Region geleistet. Lutzmannsburg ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, was m\u00f6glich ist, wenn F\u00f6rderungen gut investiert werden. Alleine in Lutzmannsburg wurden rund 100 Millionen Euro investiert&#8220;, so Cerutti. <\/p>\n<blockquote>\n<p>&#8222;Made in Europe hat Renommee, Made in Austria ist mittlerweile schon zu wenig.&#8220;<br \/><b>Josef Spindler<\/b>, Lumitech<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>&#8222;Der Beitritt zur EU war ein Br\u00fcckenpfeiler f\u00fcr unseren Erfolg und erm\u00f6glichte die Vernetzungsm\u00f6glichkeiten in andere europ\u00e4ische L\u00e4nder. Die vorausschauende Entwicklung von Ausbildungsschienen, Technologiezentren und die Menschen waren entscheidende Faktoren. Europa bietet einen Markt von \u00fcber 400 Millionen Menschen. Es ist eine riesige Chance f\u00fcr Unternehmen. Ohne EU w\u00fcrde es Lumitech in dieser Auspr\u00e4gung nicht geben&#8220;, erg\u00e4nzt Spindler.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"0.666666667\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/47703082_L.webp\" style=\"object-position: 47% 22%;\" data-object-position=\"47% 22%\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr Studentin Mattea Gerdenitsch bedeutet Europa &#8222;Freiheit, Chancen und Vielfalt&#8220;: &#8222;Ich kenne nur das grenzenlose Europa, f\u00fcr mich ist es anders nicht vorstellbar. Dennoch sehe ich viele Probleme, die es zu l\u00f6sen gilt &#8211; vor allem gibt es auch in der Jugend viele W\u00fcnsche, die Europa erf\u00fcllen sollte.&#8220; Unter den G\u00e4sten waren unter anderem auch Volkshilfe-Pr\u00e4sidentin\u00a0Verena Dunst, Christian Illedits, Landesr\u00e4tin Daniela Winkler, die Landesr\u00e4te Leonhard Schneemann und Heinrich Dorner, Burgmanager Norbert Darabos, Nationalrat Christoph Zarits, die Landtagsabgeordneten Doris Prohaska und Christian Drobits und einige mehr. Moderiert wurde der Abend von Elisabeth Gamauf-Leitner, musikalisch begleitet vom Streichquartett &#8222;Gemischter Satz&#8220;.<\/p>\n<p><b>Mehr Berichte aus dem Burgenland<\/b><\/p>\n<p>Rebzikade bedroht Weinbaugebiete um den Eisenberg<\/p>\n<p>Burgenland Energie gewinnt 99 F\u00e4lle gegen Wiener Anwalt<\/p>\n<p>SV Oberwart mit 1:0-Sieg gegen SV Gloggnitz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30 Jahre EU-Beitritt: Ein Symposium in der Friedensburg Schlaining besch\u00e4ftigte sich mit der Entwicklung des Landes von einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":472574,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-472573","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115315991861003964","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=472573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/472573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/472574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=472573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=472573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=472573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}