{"id":473048,"date":"2025-10-04T17:20:12","date_gmt":"2025-10-04T17:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/473048\/"},"modified":"2025-10-04T17:20:12","modified_gmt":"2025-10-04T17:20:12","slug":"triumph-oder-niedergang-einer-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/473048\/","title":{"rendered":"\u201eTriumph oder Niedergang einer Revolution?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Nur eine Minderheit der Ostdeutschen brachte 1989\/90 die Friedliche Revolution aktiv voran \u2013 das ist die These des neuen Buchs des Historikers Rainer Eckert. Die Mehrheit der Menschen, so argumentiert er, sei erst wirklich in Bewegung gekommen, nachdem die Berliner Mauer unter dem Druck der Demonstranten gest\u00fcrzt war und die innerdeutsche Grenze ge\u00f6ffnet werden musste. Die weitere Entwicklung verflocht sich rasch mit dem Wunsch nach Wiedervereinigung.<\/p>\n<p>In \u201eTriumph oder Niedergang einer Revolution?\u201c hinterfragt der Autor g\u00e4ngige Deutungen des Revolutionsprozesses: Eine Mehrheit der Ostdeutschen sei vor allem an einer Entwicklung interessiert gewesen, die ihren Lebensstandard schnell dem der Westdeutschen anpassen w\u00fcrde. Unter diesen Bedingungen habe so etwas wie Revolutionsstolz kaum wachsen k\u00f6nnen \u2013 bis heute.<\/p>\n<p>Im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig, dessen langj\u00e4hriger Direktor Rainer Eckert war, diskutiert er mit dem Publikum \u00fcber Faktoren, die seiner Einsch\u00e4tzung nach eine produktive Sicht auf die Umbr\u00fcche von 1989\/90 ausbremsen, und \u00fcber aktuelle Versuche von linken und rechten Gruppen, sich die Friedliche Revolution anzueignen. Im Fokus stehen auch neue Ans\u00e4tze, Formate und Interpretationen von Zeitgeschichte, die den Stolz auf die Freiheitsrevolution von 1989\/90 und ihre Verankerung im \u00f6ffentlichen Bewusstsein st\u00e4rken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Rainer Eckert, geboren 1950, studierte Archivwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin. 1972 wurde er aus politischen Gr\u00fcnden religiert und arbeitete drei Jahre in einem Baubetrieb. Nach Abschluss des Studiums war er bis 1988 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Zentralinstitut f\u00fcr Geschichte der Akademie der Wissenschaften. 1984 promovierte er dort und wirkte ab 1991 als stellvertretender Institutsdirektor. <\/p>\n<p>Von 1992 bis 1996 arbeitete er als Hochschulassistent an der Humboldt-Universit\u00e4t. Von 1997 bis 2015 war Rainer Eckert Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig. 2001 habilitierte er sich und war ab 2006 au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Professor an der Universit\u00e4t Leipzig. Er ist Autor und Herausgeber von Ver\u00f6ffentlichungen zu Nationalsozialismus und SED-Diktatur, zur Friedlichen Revolution sowie zur Geschichtspolitik.<\/p>\n<p>Blanka Weber, geboren in Th\u00fcringen, ist seit 30 Jahren als freie Journalistin t\u00e4tig. Sie arbeitete anfangs unter anderem f\u00fcr den Mitteldeutschen Rundfunk und den Deutschlandfunk, sp\u00e4ter auch f\u00fcr ZDF, ARD und Deutsche Welle. Berufsbegleitend studierte sie an der FU Berlin. Heute liegt ihr Fokus vor allem auf dem H\u00f6rfunk und auf der Moderation von Formaten zu gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 8. Oktober 2025, 19.00 Uhr, Saal<br \/>Zeitgeschichtliches Forum Leipzig<br \/>Grimmaische Stra\u00dfe 6<br \/>04109 Leipzig<\/strong><\/p>\n<p>Triumph oder Niedergang einer Revolution?<br \/>Leipziger Buchpremiere und Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. Rainer Eckert (Autor und Historiker)<br \/>Moderation: Blanka Weber (Journalistin)<\/p>\n<p>Eintritt frei<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nur eine Minderheit der Ostdeutschen brachte 1989\/90 die Friedliche Revolution aktiv voran \u2013 das ist die These des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":473049,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[7209,3364,29,30,2699,119684,71,859,40488],"class_list":{"0":"post-473048","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-buchvorstellung","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-gespraech","13":"tag-herbst-89","14":"tag-leipzig","15":"tag-sachsen","16":"tag-zeitgeschichtliches-forum"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115317048981010704","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=473048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/473049"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=473048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=473048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=473048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}