{"id":473082,"date":"2025-10-04T17:38:34","date_gmt":"2025-10-04T17:38:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/473082\/"},"modified":"2025-10-04T17:38:34","modified_gmt":"2025-10-04T17:38:34","slug":"botanischer-garten-kinder-sassen-staunend-vor-der-buehne-waehrend-eine-dragqueen-eindeutig-aufgeladenen-posen-zeigte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/473082\/","title":{"rendered":"Botanischer Garten: Kinder sa\u00dfen staunend vor der B\u00fchne, w\u00e4hrend eine Dragqueen eindeutig aufgeladenen Posen zeigte"},"content":{"rendered":"<p>Mit 40.000 Euro Steuergeld unterst\u00fctzt, fand im Botanischen Garten Berlin die Veranstaltung \u201eQueens &amp; Flowers\u201c statt. Offiziell angek\u00fcndigt als buntes Familienfest, offenbarte es bei n\u00e4herem Hinsehen eine problematische Botschaft.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ein kleines M\u00e4dchen sitzt erwartungsvoll vor einer B\u00fchne. Eine Dragqueen, knapp bekleidet, wirft Blumenbl\u00e4tter \u00fcber sie. Das Bild wirkt auf den ersten Blick unschuldig \u2013 doch es wirft Fragen auf. Hier begegnet ein Kind einer erwachsenen Performance, die ihre Wurzeln in der Club- und Subkultur hat. Und das geschieht nicht irgendwo, sondern mitten in einem \u00f6ffentlichen Park \u2013 und unterst\u00fctzt mit knapp <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.parlament-berlin.de\/adosservice\/19\/Haupt\/vorgang\/h19-1259.E-v.pdf\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.parlament-berlin.de\/adosservice\/19\/Haupt\/vorgang\/h19-1259.E-v.pdf&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">40.000 Euro Steuergeld.<\/a> <\/p>\n<p>Am 23. August fand im Botanischen Garten Berlin das Sommerfest \u201eQueens &amp; Flowers\u201c statt. Offiziell angek\u00fcndigt als buntes Familienfest, offenbarte es bei n\u00e4herem Hinsehen eine problematische Botschaft: Kinder wurden zum Teil einer Inszenierung gemacht, die von erwachsener Sexual\u00e4sthetik lebt. Der traditionsreiche Ort der Wissenschaft und Erholung wurde zur B\u00fchne einer moralinsauren Performance.<\/p>\n<p>Insbesondere die \u201ebeliebte Dragqueen-Reading-Hour\u201c f\u00fcr Kinder war ein programmatischer Akt, der die Grenzen zwischen Unterhaltung und Erziehung, zwischen Erwachsenenkultur und kindlicher Entwicklung verwischte. Kinder sa\u00dfen staunend vor der B\u00fchne, w\u00e4hrend eine Performerin zun\u00e4chst las, dann tanzte und eindeutig aufgeladene Posen zum Besten gab. Der gespreizte Po, nur weitmaschig bedeckt durch eine Netzstrumpfhose, wackelte direkt vor den jungen Augen. Was in Nachtclubs als Kunstform funktioniert, sogar gef\u00e4llt, wurde hier bruchlos in die Welt der Kleinsten \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Am Eingang zeigten sich die Spannungen: Polizisten, eine kleine Gruppe Christen \u2013 Kreuze auf der Kleidung, die meisten mit Migrationshintergrund \u2013 im kurzen und hitzigen Rededuell mit der \u201eAnsprechperson Queeres Berlin\u201c, Alfonso Pantisano. Die Frage der Christen war so schlicht wie treffend: Es sei doch sch\u00f6n, dass jeder sich kleiden k\u00f6nne, wie er wolle \u2013 \u201eaber m\u00fcssen denn Kinder involviert werden?\u201c Eine Antwort blieb Pantisano schuldig.<\/p>\n<p>Ich sprach erst mit der kleinen Christen-Schar, wollte dann ein Ticket kaufen. Pl\u00f6tzlich funktionierte das Kreditkartensystem nicht mehr. Wechselgeld war, na sowas, auch aus. Die Protestierenden und ich mussten drau\u00dfen bleiben. Am Hintereingang hatte ich mehr Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Kritiker wurden gleich zu Beginn der Show herabgew\u00fcrdigt: \u201eWir sind keine Christen, keine Fundamentalisten, keine Schwurbler \u2013 wir sind die Vielfalt.\u201c Vielfalt wurde hier nicht als Einschluss, sondern als Ausgrenzung verstanden \u2013 gegen den Glauben, nicht mit ihm. Lautes Gejohle. Der Widerspruch zwischen Christsein und Diversit\u00e4t wurde nicht nur f\u00e4lschlicherweise behauptet, sondern auch gefeiert.<\/p>\n<p>Entscheidend ist nicht nur, was auf der B\u00fchne geschah, sondern wer es m\u00f6glich machte. Das Fest erhielt knapp 40.000 Euro Unterst\u00fctzung aus Bezirksmitteln und der Verwaltung des CDU-gef\u00fchrten Berliner Senats. Mit anderen Worten: Steuergeld floss in ein Programm, dessen Kern darin bestand, Kindern eine sexualisierte Erwachsenen\u00e4sthetik aufzuzwingen.<\/p>\n<p>Klar ist: Drag ist nicht das Problem. Im Gegenteil: Erwachsene sollen sich verkleiden, inszenieren und provozieren d\u00fcrfen, wie sie wollen. Aber dass eine Drag-Show f\u00fcr Kinder von staatlichen Stellen unterst\u00fctzt wird, ist bedenklich. Sie vermengt Themen, die Kinder noch nicht kognitiv einordnen k\u00f6nnen, konfrontiert sie mit einer \u00c4sthetik, die nicht f\u00fcr sie gemacht ist.<\/p>\n<p>Hier wird nicht Freiheit erm\u00f6glicht, sondern Fr\u00fchsexualisierung staatlich legitimiert. Wir subventionieren \u00dcbergriffigkeit, die eine spezielle Weltanschauung als Normalit\u00e4t etabliert. Wo bleibt die neutrale Haltung des Staates, der die Freiheit aller sch\u00fctzt \u2013 und nicht eine spezifische Moral f\u00f6rdert?<\/p>\n<p>Der Botanische Garten, einst ein Ort der stillen Sch\u00f6nheit, wurde an diesem Tag zur B\u00fchne f\u00fcr eine Welt, die sich selbst inszeniert. Die Natur war blo\u00dfe Kulisse, Kinder wurden zum Material einer Performance. Das ist nicht neu. Wir haben \u00c4hnliches schon in Kirchen und an anderen Orten gesehen, die traditionell der Kontemplation, dem Sakralen oder der Wissenschaft vorbehalten sind. Das Muster ist immer dasselbe: Ein etablierter, historisch aufgeladener Ort wird entkernt und als Projektionsfl\u00e4che f\u00fcr aktivistische Anliegen oder Unterhaltung genutzt. Es ist die Verwechslung von Ort und B\u00fchne.<\/p>\n<p>Die Botschaft an die Kinder war: So sieht Normalit\u00e4t aus. Christen und ihr Lebensmodell hingegen geh\u00f6ren nicht dazu. Die Botschaft an die Christen: Geht nach Hause, wir wollen euch hier nicht haben! Und die Botschaft an die Gesellschaft: Der Staat finanziert diese Weltanschauung.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen vorsichtig sein, unsere Sehnsucht nach einer toleranten und diversen Gesellschaft nicht zu einem Dogma zu erheben, das jede andere Form der Normalit\u00e4t verdr\u00e4ngt. Wir sollten die institutionelle Gro\u00dfz\u00fcgigkeit nicht so weit treiben, dass sie der n\u00e4chsten Generation die Freiheit nimmt, ihre eigene Kultur zu definieren. Zu oft spielen wir mit dem Fundament der Kindheit. Wer heute die Unschuld dem Zeitgeist opfert, darf sich morgen nicht wundern, wenn Vertrauen zerbricht.<\/p>\n<p>Carl-Victor Wachs, Jahrgang 1991, ist Journalist und Kommunikationschef der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Der verheiratete Familienvater studierte Sprachwissenschaften an der Universit\u00e4t Cambridge und ist Altstipendiat des katholischen Cusanuswerks. Von 2021 bis 2023 war er Bundestagskorrespondent der \u201eBild\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit 40.000 Euro Steuergeld unterst\u00fctzt, fand im Botanischen Garten Berlin die Veranstaltung \u201eQueens &amp; Flowers\u201c statt. 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