{"id":473746,"date":"2025-10-05T00:21:39","date_gmt":"2025-10-05T00:21:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/473746\/"},"modified":"2025-10-05T00:21:39","modified_gmt":"2025-10-05T00:21:39","slug":"finanzierung-noch-unsicher-und-s-bahn-station-noch-zukunftsmusik-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/473746\/","title":{"rendered":"Finanzierung noch unsicher und S-Bahn-Station noch Zukunftsmusik \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Der Bebauungsplan f\u00fcr die Radefelder Allee im Nordwesten Leipzigs wurde zwar im Mai beschlossen, der Planungsbeschluss schon im Herbst 2024. Aber dabei wurde deutlich, wie viele Punkte beim geplanten Umbau der Radefelder Allee noch zu kl\u00e4ren w\u00e4ren. Vom Erhalt der zwei Kilometer langen Lindenallee \u00fcber die m\u00f6gliche Vierspurigkeit bis hin zu alternativen Mobilit\u00e4tsangeboten f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten rund um das G\u00fcterverkehrszentrum. Die SPD-Fraktion hat dazu jetzt eine umfassende Anfrage gestellt, in der auch die Frage auftauchte: Wann kommt endlich der S-Bahn-Haltepunkt f\u00fcrs G\u00fcterverkehrszentrum?<\/p>\n<p>\u201eDer Stadtrat hat im September 2024 den Planungsbeschluss zum Ausbau der Radefelder Allee (S 8) von Kreisverkehr Radefelder Allee\/Poststra\u00dfe bis Knoten B 6\/S 8 gefasst und dort Planungspr\u00e4missen festgelegt. Darin wurde die Stadt u.a. beauftragt zu pr\u00fcfen, ob der vierspurige Ausbau der Staatsstra\u00dfe S 8 wirklich n\u00f6tig ist oder ob ein Ausbau der Knotenpunkte zur Bundesstra\u00dfe B 6, zur Hugo-Junkers-Stra\u00dfe und am Kreisverkehr zur Poststra\u00dfe ausreicht, um den Verkehr zu gew\u00e4hrleisten\u201c, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2026667&amp;refresh=false&amp;TOLFDNR=2174887\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">beschreibt die SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat die Gemengelage um dieses Stra\u00dfenprojekt.<\/a><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/d28f6fece49b493b97f928e0c14441cf.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/10\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/10\/1\"\/><\/p>\n<p>Und ein Eindruck bleibt: \u201eBei Betrachtung der aktuellen Situation \u00fcber mehrere Wochen und Tageszeiten ergibt sich folgendes Muster: Die Stra\u00dfe ist zu \u00fcber 80 Prozent des Tages leer oder schwach befahren. Nur w\u00e4hrend der Schichtwechselzeiten staut sich der Verkehr kurzfristig auf der Stra\u00dfe. Dies geschieht nach mehrt\u00e4giger Beobachtung fast ausschlie\u00dflich aus zwei Gr\u00fcnden:<\/p>\n<p>1) Die Schichtwechselzeiten vieler Firmen im gesamten Gewerbegebiet fallen auf den gleichen Zeitpunkt, was mit dem Anlieferverkehr kollidiert, und tempor\u00e4re Verkehrsspitzen erzeugt<\/p>\n<p>2) die drei schlecht ausgebauten Knotenpunkte, insbesondere der zu enge Kreisverkehr und das Rechtsabbiegen von der S8 auf die B6 neu, stauen den Verkehr erheblich.\u201c<\/p>\n<p>Die Stadt habe zwar inzwischen die Planungen f\u00fcr diese Stra\u00dfe europaweit ausgeschrieben, teilt nun das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt (MTA) mit. Aber ob die Stadt diese Stra\u00dfe bis 2027 gebaut bekommt, ist im Angesicht der aktuellen Haushaltslage im Land und in der Stadt wieder fraglich.<\/p>\n<p>Eigentlich geht es um den Flughafen<\/p>\n<p>Aber es ist eigentlich der Freistaat Sachsen, der den Ausbau dieser Allee forciert sehen m\u00f6chte, <a href=\"http:\/\/ratsinformation.leipzig.de\/allris_leipzig_public\/vo020?VOLFDNR=2026824&amp;refresh=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wie das MTA in seiner Antwort feststellt:<\/a> \u201eDie Ma\u00dfnahme Radefelder Allee ist Bestandteil des Masterplanes zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur um den Flughafen Leipzig\/Halle, welchen der Freistaat Sachsen erstellt hat. Mit diesem Masterplan werden den Kommunen um den Flughafen Mittel aus dem Landeshaushalt zur Ma\u00dfnahmenplanung und -umsetzung bereitgestellt.<\/p>\n<p>Mit Festsetzungsbescheid vom 20. Dezember 2023 sowie \u00c4nderungsbescheid vom 17. Oktober 2024 wurden zur Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur, Steigerung der Lebensqualit\u00e4t sowie zur bedarfsgerechten Anpassung des Verkehrsnetzes eine F\u00f6rdermittelh\u00f6he f\u00fcr die Planung in H\u00f6he von 3,25 Mio. \u20ac festgesetzt. Es sind keine Eigenmittel vorzuhalten. Derzeit endet der Bewilligungszeitraum f\u00fcr das Gesamtvorhaben am 31. Dezember 2027. In diesem Zeitraum kann das Vorhaben im Rahmen der F\u00f6rdermittelzusagen weiterbearbeitet werden\u201c, stellt das MTA fest.<\/p>\n<p>Nur: Kann die Stadt den Stra\u00dfenumbau bis 2027 \u00fcberhaupt ins Rollen bringen?<\/p>\n<p>\u201eDie Stadtverwaltung hat mit dem Rahmenplan zur Umsetzung der Mobilit\u00e4tsstrategie 2030 eine Priorisierung vorgenommen. Die Radefelder Allee ist ein Vorhaben mit hoher Priorit\u00e4t, um die kommunalen Ziele zu erreichen\u201c, betont das MTA.<\/p>\n<p>Aber mit der konkreten Umsetzung wird es schwierig: \u201eZur Wahrheit geh\u00f6rt jedoch auch, dass die getroffenen Annahmen f\u00fcr die Priorisierung der Vorhaben (Beschluss VII-DS-09238 vom 25.04.204) nach dem freiwilligen Haushaltssicherungskonzept, der Personalumlenkung, einer weiterhin sehr angespannten Haushaltslage, dem Moratorium f\u00fcr investive Neuma\u00dfnahmen und auch eine deutliche K\u00fcrzung von F\u00f6rderungen des Landes sich ge\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Es gibt bisher keine konkrete F\u00f6rdermittelzusage des Landes zur Umsetzung des Bauvorhabens, jedoch ist zumindest durch den Masterplan bereits das \u2018besondere Landesinteresse\u2019 attestiert, welches eine Behandlung als Einzelma\u00dfnahme gem\u00e4\u00df den einschl\u00e4gigen F\u00f6rderrichtlinien erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n<p>Warum ist ausgerechnet die Radefelder Allee priorisiert?<\/p>\n<p>Was nat\u00fcrlich die Frage der SPD-Fraktion bedingt, warum ausgerechnet diese Stra\u00dfe, bei der scheinbar kein besonderer Druck besteht, priorisiert wird, w\u00e4hrend viel wichtigere innerst\u00e4dtische Stra\u00dfenprojekte wie die Georg-Schumann-Stra\u00dfe wieder verschoben werden.<\/p>\n<p>Aber das MTA kann darauf nur antworten: \u201eEine Verschiebung der Ma\u00dfnahme ist nicht angedacht, da sich das Gebiet schnell und dynamisch weiterentwickelt und wie unter Punkt 7 erl\u00e4utert separate F\u00f6rdermittel f\u00fcr die Ma\u00dfnahme bis Ende 2027 bereitgestellt werden.<\/p>\n<p>Insbesondere im Gebiet zwischen der A 14 im Norden und der B 6 im S\u00fcden sowie den unmittelbar angrenzenden Bereichen gibt es mehrere konkrete Entwicklungen, die im Ergebnis ihrer Umsetzung dazu f\u00fchren k\u00f6nnten, dass in den n\u00e4chsten Jahren hier eine Vielzahl von neuen Arbeitspl\u00e4tzen entstehen.<\/p>\n<p>In den kommenden Monaten und im Rahmen der anstehenden Haushaltsplanung 2027\/28 sollten sich jedoch die aktuellen Unklarheiten in Bezug auf die Haushaltslage, im Umgang mit Neuma\u00dfnahmen und der F\u00f6rdermittelkulisse aufl\u00f6sen\u201c, meint das MTA, was immer sich hinter dieser seltsamen Hoffnung, die Haushaltslage k\u00f6nnte sich 2027\/2028 entspannen, verbirgt. Aber eins ist klar, so das MTA: \u201eDie gesch\u00e4tzten Bauinvestitionskosten von ca. 18,1 Mio. EUR k\u00f6nnen absehbar nur mit einem hohen F\u00f6rdermittelanteil gedeckt werden.\u201c<\/p>\n<p>Das Fragezeichen bleibt also.<\/p>\n<p>Der S-Bahn-Halt dauert l\u00e4nger als nur f\u00fcnf Jahre<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich beim Thema S-Bahn-Anschluss zumindest in den zust\u00e4ndigen Gremien etwas bewegt, auch wenn der Bau eines S-Bahn-Haltepunktes G\u00fcterverkehrszentrum erst in den 2030er Jahren Realit\u00e4t werden d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Die SPD-Fraktion hatte auch dazu extra angefragt: \u201eEin S-Bahn-Haltepunkt wird laut MDV mehr als 5 Jahre dauern. Kann der Planungszeitraum verk\u00fcrzt werden? Welche alternativen Anbindungen an den \u00f6rtlichen \u00d6PNV wurden gepr\u00fcft und mit welchem Ergebnis? Welche Optionen wurden gepr\u00fcft, um das Gebiet an \u00fcber\u00f6rtlichen \u00f6ffentlichen Verkehr anzubinden, denn fl\u00e4chenintensive PKW-Parkfl\u00e4chen widersprechen einer guten Entwicklung des Gewerbestandorts?\u201c<\/p>\n<p>Und zumindest das best\u00e4tigt das MTA: \u201eF\u00fcr die Erschlie\u00dfung des Gebietes westlich der Radefelder Allee werden zwei m\u00f6gliche Haltepunkte betrachtet, im Norden an der Strecke zum Flughafen der Haltepunkt Radefeld\/GVZ und im S\u00fcden an der S-Bahn-Strecke nach Schkeuditz der Haltepunkt Schkeuditz Ost. F\u00fcr letzteren liegt inzwischen eine Machbarkeitsstudie vor. Im n\u00e4chsten Schritt muss die Vorzugsvariante und damit die Lage des Haltepunktes und die Finanzierung gekl\u00e4rt werden. F\u00fcr den Haltepunkt Radefeld\/GVZ soll demn\u00e4chst die Machbarkeitsstudie beauftragt werden, auch hier ist die Finanzierung bislang ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die Stadt Leipzig ist jedoch nicht f\u00fcr die Planung und Errichtung von S Bahn-Haltepunkten zust\u00e4ndig. DB Infra GO steht in der Verantwortung und Federf\u00fchrung f\u00fcr Planung und Bau. Die Anforderungen wurden \u00fcber den Zweckverband f\u00fcr den Nahverkehrsraum Leipzig \u00fcbermittelt.\u201c<\/p>\n<p>Nur wird das in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren nicht umzusetzen sein, stellt das MTA dann fest.<\/p>\n<p>\u201eNach aktueller Einsch\u00e4tzung ist eine Inbetriebnahme binnen 5 Jahre leider unrealistisch. Da ein S-Bahn-Anschluss jedoch als notwendig gesehen wird, hat die Stadt Leipzig einen Prozess zur B\u00fcndelung der Interessen im Nordraum initiiert. Gemeinsam mit dem Landkreis Nordsachsen, der Stadt Schkeuditz und mit Unterst\u00fctzung des S\u00e4chsischen Ministerium f\u00fcr Infrastruktur und Landesentwicklung setzt sich die Verwaltung f\u00fcr die Haltepunkte stark.<\/p>\n<p>Im unterzeichneten \u201aLetter of Intent f\u00fcr den Weg zu einer nachhaltigeren Gewerbegebiets- und verkehrlichen Entwicklung im Leipziger Nordraum\u2018\u00a0wurde das Vorhaben priorisiert und auch nachgehalten. Damit kann das Vorhaben durch die unterschiedlichen Partner gegen\u00fcber der DB Infra GO adressiert und eingefordert werden\u201c, so das MTA.<\/p>\n<p>Bis zur Fertigstellung der S-Bahn-Haltepunkte werde weiter der Busverkehr eine tragende Funktion bei der \u00d6PNV-Erschlie\u00dfung des Plangebietes aus\u00fcben. Was dann in der Beschlussvorlage zum B-Plan Nr. 422 \u201eRadefelder Allee West\u201c so formuliert ist: \u201eEntlang der Planstra\u00dfe A ist eine Buslinie zu etablieren, die im Normalzeitbereich im Stundentakt verkehrt und erg\u00e4nzend dazu Zeiten mit hohem Fahrgastaufkommen abdeckt. Die Haltestellen sind mit kurzm\u00f6glichsten Wegen zu den Firmenzug\u00e4ngen einzurichten. Das Netz der Haltestellen ist auch auf der Radefelder Allee (S 8) zu erg\u00e4nzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Bebauungsplan f\u00fcr die Radefelder Allee im Nordwesten Leipzigs wurde zwar im Mai beschlossen, der Planungsbeschluss schon im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":473747,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[3364,29,30,70904,71,120332,1949,859,1108],"class_list":{"0":"post-473746","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-gueterverkehrszentrum","12":"tag-leipzig","13":"tag-radefelder-allee","14":"tag-s-bahn","15":"tag-sachsen","16":"tag-stadtrat"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115318704372754632","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=473746"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/473746\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/473747"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=473746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=473746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=473746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}