{"id":475014,"date":"2025-10-05T13:23:11","date_gmt":"2025-10-05T13:23:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475014\/"},"modified":"2025-10-05T13:23:11","modified_gmt":"2025-10-05T13:23:11","slug":"erkaeltung-wann-es-gefaehrlich-wird-5-antworten-zum-verschleppten-infekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475014\/","title":{"rendered":"Erk\u00e4ltung: Wann es gef\u00e4hrlich wird \u2013 5 Antworten zum verschleppten Infekt"},"content":{"rendered":"<p>Der Alltag muss doch weitergehen \u2013 und das Training vielleicht auch. So denken viele und kurieren Infekte nicht anst\u00e4ndig aus. Welche Folgen das haben kann, wann ein Arztbesuch angesagt ist und wann es richtig gef\u00e4hrlich wird \u2013\u00a0WELT beantwortet die wichtigsten Fragen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Das bisschen Husten und Schnupfen wirft mich nicht aus der Bahn.\u201c Kennen Sie Gedanken wie diesen? Powern Sie auch mit kratzendem Hals und m\u00fcdem K\u00f6rper weiterhin durch, im Job oder beim Sport \u2013 vielleicht, weil es gef\u00fchlt nicht anders geht?<\/p>\n<p>Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen: Unser K\u00f6rper braucht <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/erkaeltung\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/erkaeltung\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bei einer Erk\u00e4ltung <\/a>vor allem eines: Ruhe, damit das Immunsystem die Erreger m\u00f6glichst gut bek\u00e4mpfen kann. <\/p>\n<p>Schonen wir uns nicht genug, riskieren wir, dass der Infekt umso l\u00e4nger bleibt, wir wom\u00f6glich zwei Wochen sp\u00e4ter mit einer dicken Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung im Arzt-Wartezimmer sitzen. Wie es zu verschleppten Erk\u00e4ltungen kommt \u2013 und wie man sie vermeiden kann: <\/p>\n<p>Was passiert bei einer Erk\u00e4ltung im K\u00f6rper?<\/p>\n<p> \u201eEs handelt sich dabei in aller Regel um eine Entz\u00fcndung der oberen Atemwege, also zum Beispiel der Schleimh\u00e4ute in Nase, Hals und der Bronchien\u201c, sagt Torben Ostendorf. Er ist niedergelassener Hausarzt und Vorsitzender des Haus\u00e4rztinnen- und Haus\u00e4rzteverbandes Sachsen. \u00dcbelt\u00e4ter sind \u00fcblicherweise Viren. <\/p>\n<p>Es geht uns dann schlecht, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article254160478\/Ernaehrung-Warum-Paprika-der-wahre-Immunbooster-ist.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/article254160478\/Ernaehrung-Warum-Paprika-der-wahre-Immunbooster-ist.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">weil unser Immunsystem die Erreger bek\u00e4mpft.<\/a> \u201eHier reagiert der K\u00f6rper mit diversen Abwehrmechanismen, die sich dann in verschiedenen Symptomen \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen\u201c, sagt Jakob Maske. Er ist Sprecher des Bundesverband Kinder- und Jugend\u00e4rzte BVKJ. Typisch sind Husten, Halsschmerz, Schnupfen und Abgeschlagenheit. <\/p>\n<p>Das Immunsystem beseitigt also die Viren und bildet au\u00dferdem Antik\u00f6rper, um m\u00f6glichst nicht noch einmal am gleichen Erreger zu erkranken. Das geschieht durch die Produktion von sogenannten Ged\u00e4chtniszellen, die im K\u00f6rper verbleiben. Bei einer erneuten Infektion k\u00f6nnen sie reaktiviert werden und so die Viren schneller bek\u00e4mpfen. <\/p>\n<p>Kurz gesagt: So ein grippaler Infekt beschert dem Immunsystem ganz sch\u00f6n viel Arbeit &#8211; und die sollten wir unserem K\u00f6rper einfach wie m\u00f6glich machen. <\/p>\n<p>Wie kommt es zu verschleppten Infekten? <\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend einer Erk\u00e4ltung ist es wichtig, den K\u00f6rper nicht zus\u00e4tzlich zu belasten\u201c, sagt Torben Ostendorf. Hei\u00dft: keinen Sport treiben und im Alltag einen Gang zur\u00fcckschrauben. \u201eAnsonsten besteht die Gefahr, dass das Immunsystem sich <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/plus249175734\/Husten-Halsschmerzen-und-Schnupfen-Was-Sie-bei-Erkaeltungen-nicht-machen-sollten.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/plus249175734\/Husten-Halsschmerzen-und-Schnupfen-Was-Sie-bei-Erkaeltungen-nicht-machen-sollten.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nicht auf die Bek\u00e4mpfung der Entz\u00fcndung konzentrieren kann\u201c,<\/a> sagt der Hausarzt &#8211; Startpunkt f\u00fcr einen verschleppten Infekt. <\/p>\n<p>Das gilt \u00fcbrigens auch bei leichten Infekten, die nur milde Symptome mit sich bringen. Auch dann kann es zu Komplikationen kommen, so Jakob Maske. Komplikation bedeutet dabei: Weil das Immunsystem nicht gut arbeiten kann, breiten sich Viren weiter im K\u00f6rper aus. \u201eDie Folgen k\u00f6nnen sein, dass aus einem Schnupfen eine Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung wird oder aus einem Husten eine Bronchitis oder sogar eine Lungenentz\u00fcndung entsteht\u201c, sagt Torben Ostendorf. <\/p>\n<p>Es kann sogar passieren, dass aus einem vermeintlich harmlosen Infekt eine Herzmuskelentz\u00fcndung wird. \u201eSp\u00e4testens damit ist \u00fcberhaupt nicht mehr zu scherzen\u201c, so der Hausarzt. <\/p>\n<p>Bei einer Herzmuskelentz\u00fcndung, auch Myokarditis genannt, befallen die Viren n\u00e4mlich Herzmuskelzellen. Auch die Immunreaktion des K\u00f6rpers kann die Zellen sch\u00e4digen. Das kann im schlimmsten Fall dazu f\u00fchren, dass die Pumpleistung des Herzens abnimmt oder Herzrhythmusst\u00f6rungen entstehen.<\/p>\n<p>Was sind Warnzeichen, dass ich mich nicht genug erholt habe?<\/p>\n<p>Von einer Erk\u00e4ltung erholt man sich meist nach etwa einer Woche. Halten die Symptome l\u00e4nger an, kann das auf einen verschleppten Infekt hindeuten. <\/p>\n<p>\u201eTypische Warnzeichen sind, dass man anhaltend k\u00f6rperlich schwach ist oder das Fieber nicht nach sp\u00e4testens vier Tagen weggegangen ist\u201c, sagt Jakob Maske. Auch eine Verschlechterung der Symptome ist ein Alarmsignal.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Eine Nasennebenh\u00f6hlenentz\u00fcndung zeigt sich meist durch ein starkes Druckgef\u00fchl in Stirn, Nase, Wange oder Oberkiefer. \u201eDieses wird dann beim B\u00fccken in der Regel deutlich st\u00e4rker\u201c, sagt Torben Ostendorf.<\/p>\n<p>Typisches Anzeichen f\u00fcr eine Bronchitis ist Husten mit Auswurf. \u201eViele Betroffenen leiden dann auch unter Fieber\u201c, so der Hausarzt. <\/p>\n<p>Die Symptome einer Herzmuskelentz\u00fcndung sind sehr variabel. H\u00e4ufig zeigen sich Beschwerden wie M\u00fcdigkeit oder Schwindel. Auch Luftnot, Herzstolpern und Brustschmerzen k\u00f6nnen auf eine Myokarditis zur\u00fcckgehen. <\/p>\n<p>Wann sollte ich zum Arzt? <\/p>\n<p>\u201eImmer, wenn die genannten Warnzeichen auftreten oder wenn man selbst f\u00fcr sich ungewohnte Krankheitszeichen wahrnimmt, sollte man \u00e4rztliche Hilfe in Anspruch nehmen\u201c, sagt Jakob Maske. <\/p>\n<p>Auch hohes Fieber von \u00fcber 39 Grad kann ein Alarmsignal sein und sollte daher \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt werden, r\u00e4t Hausarzt Torben Ostendorf. Dies gelte besonders f\u00fcr Risikopatientinnen und -patienten mit chronischen Krankheiten. Diese Gruppe sollte generell vorsichtiger sein und fr\u00fcher Rat in der Hausarztpraxis suchen.<\/p>\n<p>Was darf ich mir zumuten, wenn ich erk\u00e4ltet bin?<\/p>\n<p>Mit einer Erk\u00e4ltung ist es meist m\u00f6glich, den Alltag mit wenigen Einschr\u00e4nkungen zu bew\u00e4ltigen. Auch gegen Spazierg\u00e4nge spricht nichts, wenn man sich danach f\u00fchlt. \u201eLeichte k\u00f6rperliche Anstrengungen sind erlaubt, jedoch nat\u00fcrlich im Infekt kein Sport\u201c, sagt Jakob Maske. \u201eLeistungssport sollte auch bis zu zwei Wochen nach einem Infekt nicht in voller Intensit\u00e4t erfolgen.\u201c Das gibt dem K\u00f6rper gen\u00fcgend Zeit, sich zu regenerieren.<\/p>\n<p>Generell gilt f\u00fcr alle, die von einer Erk\u00e4ltung geplagt sind: \u201eMan sollte sich so viel Ruhe wie m\u00f6glich g\u00f6nnen\u201c, sagt Torben Ostendorf. Auch intensive Arbeitstage seien deshalb tabu.<\/p>\n<p>pk\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Alltag muss doch weitergehen \u2013 und das Training vielleicht auch. 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