{"id":475497,"date":"2025-10-05T17:56:24","date_gmt":"2025-10-05T17:56:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475497\/"},"modified":"2025-10-05T17:56:24","modified_gmt":"2025-10-05T17:56:24","slug":"armer-starmer-der-britische-premier-von-links-und-rechts-unter-beschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475497\/","title":{"rendered":"Armer Starmer: Der britische Premier von links und rechts unter Beschuss"},"content":{"rendered":"<p>Es sollte ein Heimspiel sein, die <strong>Parteikonferenz <\/strong>ein gutes Jahr nach einem Erdrutschsieg. Wenn mit 398 Labour-Abgeordneten im Parlament eine starke Mehrheit und dadurch ausreichend Spielraum f\u00fcr Ver\u00e4nderung gegeben ist. Und man Projekte f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Jahre ank\u00fcndigen kann.\u00a0<\/p>\n<p>Doch als <strong>Keir Starmer <\/strong>Dienstagnachmittag das Rednerpult im Hauptsaal des ACC Liverpool betrat, stand trotz der eifrige klatschenden Parteikollegen das leuchtende Rot der Labour-Banner weniger f\u00fcr Energie und Leidenschaft als f\u00fcr Gefahr und Konflikt.<\/p>\n<p>&#8222;Wie gro\u00df\u201c, hatte BBC-Journalistin Laura Kuenssberg bereits am Sonntag gefragt, &#8222;ist denn der Schlamassel, in dem Sie stecken?\u201c<\/p>\n<p>An der Kippe<\/p>\n<p>Auch wenn Keir Starmer daraufhin die Liste an Errungenschaften aufzulisten begann \u2013 <strong>f\u00fcnf Millionen zus\u00e4tzliche Krankenhaustermine<\/strong>, erweiterte <strong>Kinderbetreuung <\/strong>oder auch ein zw\u00f6lf Milliarden Euro schwerer Auftrag f\u00fcr Kriegsschiffe aus Norwegen \u2013, Tatsache ist: Der regierenden Labour-Partei im Allgemeinen und dem amtierenden Premier im Besonderen steht das Wasser bis zum Hals.<\/p>\n<p>Laut aktueller Ipsos-Umfrage w\u00fcrde Labour bei derzeitigen Neuwahlen nur mehr<strong> 22 Prozent <\/strong>ergattern und w\u00e4re damit weit abgeschlagen hinter dem neuen Erstplatzierten mit 34 Prozent:<strong> Nigel Farages<\/strong> Reform-UK-Partei.\u00a0<\/p>\n<p>Die Labour-Kernw\u00e4hlerschaft hat in nur 500 Tagen das Vertrauen verloren. Wiederholt wurden <strong>Sozialleistungen <\/strong>gek\u00fcrzt, das versprochene Wirtschaftswachstum ist nicht eingetreten, die politische Vision wurde nicht sichtbar. Dazu kamen in letzter Zeit Skandale: Der R\u00fccktritt von Labour-Vize Angela Rayner nach Vorw\u00fcrfen der Steuerhinterziehung, die K\u00fcndigung des britischen Botschafters Peter Mandelson in Amerika, nachdem dessen Naheverh\u00e4ltnis zum p\u00e4dophilen Verurteilen Jeffrey Epstein bekannt wurde.\u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen hat Nigel Farage komplexe Brandherde erfolgreich mit populistischen Parolen befeuert.<\/p>\n<p>Gef\u00e4hrliche Lokalwahlen<\/p>\n<p>Wie sehr diese Partei Starmer im Nacken sitzt, zeigte sich vergangenen Samstag, als der Premier selbst beim Pressetermin mit (noch nicht wahlberechtigten) Schulkindern wiederholt auf die Gefahr der Rechtspopulisten hinwies.<\/p>\n<p>Doch bereits kommendes Jahr k\u00f6nnte Farage n\u00e4chste Zugewinne machen. Im Mai <strong>2026 <\/strong>werden alle Londoner Bezirksr\u00e4te sowie das schottische und das walisische Parlament neu gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Doch die Gefahr kommt derzeit nicht nur von au\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Ipsos-Umfrage ergab auch: Keir Starmer ist der <strong>unbeliebteste britische Premier der Geschichte<\/strong>. Mit einem aktuellen Nettowert von Minus 66 liegt er (im negativen) 15 Prozentpunkt vor <strong>Lis Truss<\/strong>, die mit ihrem Mini-Budget dem Land eine erh\u00f6hte Inflation eingebracht und 7 Punkte vor <strong>Rishi Sunak<\/strong>, dessen schw\u00e4chelnde F\u00fchrung vergangenes Jahr verfr\u00fchte Wahlen bedeutet hatten.<\/p>\n<p>Nachfolger pr\u00e4sentiert<\/p>\n<p>Just vor dem Start der Parteikonferenz brachte sich dann also der &#8222;K\u00f6nig des Nordens&#8220;, <strong>Manchesters B\u00fcrgermeister Andy Burnham<\/strong> (zum wiederholten Mal) als Labour-Leader ins Spiel. &#8222;Ja&#8220;, erkl\u00e4rte Burnham, ein Vertreter des gem\u00e4\u00dfigten linken Fl\u00fcgels der Labour-Partei, im Telegraph, er sei bereits von Abgeordneten kontaktiert worden. Mit der Bitte, Keir Starmer zu ersetzen.\u00a0<\/p>\n<p>Auch wenn Burnham seine F\u00fchrungsgel\u00fcste danach wieder dementierte, die Katze ist aus dem Sack. <strong>Liverpools B\u00fcrgermeister Steve Rotherham <\/strong>sprach seinem Amtskollegen bereits den Segen aus: Andy Burnham, meinte Rotherham, k\u00f6nnte einen besseren Job machen als Keir Starmer.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sollte ein Heimspiel sein, die Parteikonferenz ein gutes Jahr nach einem Erdrutschsieg. 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