{"id":475589,"date":"2025-10-05T18:50:19","date_gmt":"2025-10-05T18:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475589\/"},"modified":"2025-10-05T18:50:19","modified_gmt":"2025-10-05T18:50:19","slug":"ronzheimer-podcast-das-social-media-game-hat-die-hamas-gewonnen-sagt-oliver-pocher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475589\/","title":{"rendered":"\u201eRonzheimer\u201c-Podcast: \u201eDas Social-Media-Game hat die Hamas gewonnen\u201c, sagt Oliver Pocher"},"content":{"rendered":"<p>Im \u201eRonzheimer\u201c-Podcast schildert Oliver Pocher die Eindr\u00fccke von seiner Israel-Reise. Mit der deutschen K\u00fcnstlerbranche geht er hart ins Gericht. Darin gebe es eine \u201esehr stark islamistisch angehauchte Bubble\u201c. Die Hamas habe die Deutungshoheit in den sozialen Netzwerken.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bevor sich der Terrorangriff der Hamas auf Israel zum zweiten Mal j\u00e4hrte, besuchte Oliver Pocher die Region. Auf Einladung der RTL-Nahost-Korrespondentin Raschel Blufarb reiste er durch Israel bis zur Grenze des Gazastreifens, besuchte Ramallah und Bethlehem im Westjordanland und sammelte Eindr\u00fccke auf dem Gel\u00e4nde des Supernova-Festivals, wo die radikalislamische Organisation ein Massaker ver\u00fcbt hatte. Zudem sprach der Comedian sowohl mit Pal\u00e4stinensern als auch Opfern des 7. Oktober 2023. Im \u201eRonzheimer\u201c-Podcast berichtet er von seinen Eindr\u00fccken vor Ort und der mangelnden Solidarit\u00e4t der hiesigen Kulturszene mit Israel. <\/p>\n<p>In den Gazastreifen w\u00fcrde er sich nicht trauen, aber vom Grenzgebiet aus habe er Rauchwolken und die zerbombten St\u00e4dte gesehen sowie Einschl\u00e4ge geh\u00f6rt: \u201eDas erste Mal wird Krieg f\u00fcr dich wirklich greifbar\u201c, schildert Pocher. Speziell mit Blick auf seine eigenen Kinder habe er an sich ein \u201eGef\u00fchlswirrwarr\u201c festgestellt. \u201eDas kann dich nicht kaltlassen.\u201c <\/p>\n<p>F\u00fcr den Nahost-Konflikt gebe es \u201ekeine einfachen L\u00f6sungen\u201c, doch die meisten Menschen, mit denen er gesprochen habe, bef\u00fcrworteten eine Zwei-Staaten-L\u00f6sung. \u201eBeide m\u00fcssen irgendwann den Punkt machen, dass man vergibt, vergisst in gewisser Form, dann auch weitermachen und sich auf den anderen verlassen kann\u201c, beurteilte er. <\/p>\n<p><b>Die aktuelle Folge RONZHEIMER gibt es hier zu h\u00f6ren: <\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/shows.acast.com\/ronzheimer\/episodes\/deutsche-promis-krieg-propaganda-mit-oliver-pocher\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/shows.acast.com\/ronzheimer\/episodes\/deutsche-promis-krieg-propaganda-mit-oliver-pocher&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><b>\u201eDeutsche Promis, Krieg &amp; Propaganda. Mit Oliver Pocher\u201c<\/b><\/a><\/p>\n<p>Unmittelbar nach dem Terroranschlag habe es in den sozialen Netzwerken noch eine \u201egro\u00dfe Welle Richtung Israel\u201c gegeben, erinnert sich Pocher. Von dieser Solidarit\u00e4t sei insbesondere unter Kulturschaffenden wenig \u00fcbrig geblieben. \u201e\u201aFree Palastine\u2018 ist momentan komplett en vogue. Wenn du in der Branche bist, bist du eher \u201aFree Palastine\u2018. Das gibt die schnellen Likes, die schnellen Klicks.\u201c <\/p>\n<p>Es werde wenig getan, um die israelische Seite zu verstehen. Stattdessen werde der Begriff \u201eGenozid\u201c im Mund gef\u00fchrt. \u201eDas feiern die ja total ab, das liebt man ja.\u201c Unter jenen K\u00fcnstlern, die in den sozialen Medien aktiv seien, gebe es eine \u201esehr stark islamistisch angehauchte Bubble\u201c, erl\u00e4utert er. \u201eDie sind halt sehr laut \u2013 und immer sehr aggressiv.\u201c<\/p>\n<p>Das habe er auch erlebt, als er sich \u00fcber die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article252972608\/Hart-aber-fair-Israel-ist-umgeben-von-einem-schiitischen-Feuerring.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article252972608\/Hart-aber-fair-Israel-ist-umgeben-von-einem-schiitischen-Feuerring.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Komikerin Enissa Amani<\/a> lustig gemacht hat, die sich der Gaza-Flotte um Greta Thunberg angeschlossen hatte. \u201eGerne auch One Way\u201c, hatte Pocher den Aktivismus der Schauspielerin kommentiert. Aus der muslimischen Community sei seine Stellungnahme so bewertet worden, als habe er gefordert, sie m\u00f6ge \u201egesteinigt, gefoltert, umgebracht werden und nie wieder zur\u00fcckkommen\u201c. Ihm sei es darum gegangen, dass er die beteiligten Menschen als \u201esehr, sehr schwierig\u201c empfinde und die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68df941435088eeb70a29a01\/israel-entert-laut-aktivisten-letztes-boot-der-gaza-flotte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article68df941435088eeb70a29a01\/israel-entert-laut-aktivisten-letztes-boot-der-gaza-flotte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gaza-Flotte<\/a> \u201ewirklich abstruse Bilder\u201c produziert habe. Zudem sei ihm \u201eklar\u201c gewesen, dass \u201ekeines dieser Boote jemals Gaza ber\u00fchren w\u00fcrde\u201c.<\/p>\n<p>Doch auch an zivilisierterem Protest \u00fcbte Pocher Kritik. \u201eLassen Sie Gaza nicht sterben, Herr Merz!\u201c, hatten diesen Sommer 200 Autoren, Moderatoren und Schauspieler in einem offenen Brief an die Bundesregierung gemahnt. Der Comedian bezeichnete den Appell von Daniel Br\u00fchl, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/carolin-kebekus\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/carolin-kebekus\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Carolin Kebekus<\/a> oder <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/klaas-heufer-umlauf\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/klaas-heufer-umlauf\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Klaas Heufer-Umlauf<\/a> als \u201eschwierig\u201c. <\/p>\n<p>Besagte K\u00fcnstler seien jene, \u201edie ganz schnell sich zusammenschlie\u00dfen und auf der richtigen Seite stehen: Frauenrechte, Ukraine-Konflikt, Iran \u2013 ist egal. Sie haben immer eine schnelle L\u00f6sung und schreiben einen offenen Brief.\u201c Dabei m\u00fcsse stets beachtet werden, dass es sich beim 7. Oktober 2023 um einen \u201eWendepunkt\u201c gehandelt habe. \u201eMan darf nicht immer den Teil weglassen und dann dieses \u201aja, aber\u2018 sagen.\u201c<\/p>\n<p>Auch abseits der Kulturszene herrsche in den Netzwerken eine \u201eeinseitige Berichterstattung\u201c zum Nahost-Konflikt. \u201eDas Social-Media-Game haben die Hamas gewonnen\u201c, konstatiert Pocher. Es w\u00e4re unm\u00f6glich, die Sympathien f\u00fcr sich zu gewinnen, wenn das Netz voller Aufnahmen von hungernden Kindern seien. Die \u201eMasse an Videos\u201c werde ohne \u00dcberpr\u00fcfung mit einem \u201eschnellen Klick\u201c weitergeleitet, um sich Zuspruch abzuholen. \u201eDieser Aktivismus per Social Media ist halt wahnsinnig anstrengend\u201c, bewertete der Moderator. \u201eEinfach zu sagen, das ist echt schlimm, weitergeleitet \u2013 so, was haben wir denn als N\u00e4chstes?\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im \u201eRonzheimer\u201c-Podcast schildert Oliver Pocher die Eindr\u00fccke von seiner Israel-Reise. 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