{"id":475974,"date":"2025-10-05T22:31:15","date_gmt":"2025-10-05T22:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475974\/"},"modified":"2025-10-05T22:31:15","modified_gmt":"2025-10-05T22:31:15","slug":"tatort-frankfurt-am-main-uns-bleiben-drei-tage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/475974\/","title":{"rendered":"&#8222;Tatort&#8220; Frankfurt am Main: Uns bleiben drei Tage"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-10\/tatort-frankfurt-main-dunkelheit-obduktionsbericht\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Uns bleiben drei Tage<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/film\/2025-10\/tatort-frankfurt-main-dunkelheit-obduktionsbericht\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Seite 2<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die noch junge ARD-Sonntagabendkrimi-Saison hat ihren ersten<br \/>\nH\u00f6hepunkt: Mit Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanovi\u0107)<br \/>\ntritt ein neues Team den Dienst in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/frankfurt-am-main\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankfurt am Main<\/a> an. Der Tatort:<br \/>\nDunkelheit (HR-Redaktion: Erin H\u00f6gerle, J\u00f6rg Himstedt, Degeto-Redaktion:<br \/>\nBirgit Titze) k\u00f6nnte als Meilenstein in die lange Geschichte der Sendereihe eingehen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Denn Azadi und Kulina sollen sich ausschlie\u00dflich mit cold<br \/>\ncases besch\u00e4ftigen, also ungel\u00f6sten F\u00e4llen. Von der Faszination, wie alte<br \/>\nSpuren dank des technologischen Fortschritts neu und besser gelesen werden,<br \/>\nleben ganze Streamingdienste. Wenn sich der neue Frankfurter Tatort nun ausschlie\u00dflich<br \/>\nauf Altf\u00e4lle konzentrieren will, k\u00f6nnte das der Sendereihe eine neue Facette<br \/>\nhinzuf\u00fcgen: die True Crime-isierung des ARD-Sonntagabendkrimis.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Erz\u00e4hlerisch ist das eine Herausforderung (Taten sind vor<br \/>\nlanger Zeit geschehen), auch wenn hier am Anfang der klassische Leichenfund aus<br \/>\ndem Whodunit-Krimi steht. Michaela Zeller (Anna Drexler) will die Garage mit<br \/>\nden Hinterlassenschaften des verstorbenen Vaters ausr\u00e4umen und entdeckt dabei<br \/>\nin einem Plastikfass Leichenteile. Das war beim sogenannten Main Ripper, auf<br \/>\ndessen Fall der Tatort basiert, auch so.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Es ist die Geschichte von einem Serienm\u00f6rder im Anzug des<br \/>\nBiedermanns, einem scheinbar harmlosen Familienvater, der ein<br \/>\nEntr\u00fcmpelungsunternehmen betrieb und \u00fcber Jahrzehnte Frauen umgebracht hat. Bemerkenswert<br \/>\nan Dunkelheit ist, wie es dem Film gelingt, entgegen der gew\u00f6hnlichen<br \/>\nDramaturgie Spannung zu verbreiten und emotionale Momente zu schaffen<br \/>\n(Drehbuch: Senad Halilba\u0161i\u0107, Erol Yesilkaya mit Regisseur Stefan Schaller).\n<\/p>\n<p>                            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/square__999999__64x64.jpeg\"  alt=\"&quot;Tatort&quot; Frankfurt am Main: Matthias Dell schreibt seit 2010 w\u00f6chentlich \u00fcber &quot;Tatort&quot; und &quot;Polizeiruf 110&quot;. Auf ZEIT ONLINE seit 2016 in der Kolumne &quot;Der Obduktionsbericht&quot;.\" width=\"64\" height=\"64\" loading=\"lazy\" class=\"portraitbox__image\"\/><br \/>\n                            Matthias Dell<\/p>\n<p>schreibt seit 2010 w\u00f6chentlich \u00fcber Tatort und Polizeiruf 110. Auf zeit.de seit 2016 in der Kolumne Der Obduktionsbericht.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der T\u00e4ter ist nach 22 Minuten als Wolfgang Zeller identifiziert<br \/>\nund kann nicht mehr verhaftet werden, er ist ja tot. Die Ermittlungsarbeit<br \/>\nbleibt dennoch aufregend, weil immer weitere Opfer gefunden werden, deren<br \/>\nGeschichten entfaltet werden k\u00f6nnen. Das ist nicht nur erz\u00e4hlerisch geschickt,<br \/>\nsondern in diesem Film ein programmatischer Akzent. Wo True-Crime-Formate zumeist von T\u00e4terfaszination getrieben sind, stellt der Film der Figur des<br \/>\nm\u00e4nnlichen Sadisten die Perspektive der Hinterbliebenen entgegen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Diesen Leuten &#8222;Gewissheit zu verschaffen&#8220;,<br \/>\nbeschreibt Kommissarin Azadi als den Antrieb ihrer Arbeit. Nach knapp zwei<br \/>\nDritteln des Films werden die Angeh\u00f6rigen der Opfer aufs Revier bestellt, um<br \/>\nsie vor der Pressekonferenz \u00fcber den gel\u00f6sten Fall zu informieren. Die<br \/>\nMiniaturen der Hinterbliebenen sind bewegend, weil in kurzen Szenen etwas \u00fcber<br \/>\ndie get\u00f6teten Personen erz\u00e4hlt wird \u2013 \u00fcber Schmerz, Trauer und Verlust.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Neu: Nur eine Frage<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">In diesem Newsletter weisen wir auf neue &#8222;Nur eine Frage&#8220;-Podcast-Folgen hin. Zudem erhalten Sie erg\u00e4nzendes Material zu den Gespr\u00e4chen \u2013 wie Videos oder Texte.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der im letzten Jahr kurz nach den Dreharbeiten gestorbene<br \/>\nHans Diehl hat einen letzten Auftritt als dementer Vater, der den Mord an der<br \/>\nTochter verdr\u00e4ngt hat. Und Sahin Eryilmaz spielt den mittlerweile erwachsenen<br \/>\nSohn einer von Zeller get\u00f6teten Frau, dem nur seine Erinnerungen als kleiner<br \/>\nJunge geblieben sind. Diese Collage der Traurigkeit (Editor: Stefan Blau) ist<br \/>\nleise, unpathetisch inszeniert.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Opfer, das hier Meral Yenig\u00fcn hei\u00dft und in den kurzen<br \/>\nR\u00fcckblenden von Canan Kir gespielt wird, er\u00f6ffnet eine weitere Ebene der<br \/>\nGeschichte, von der dieser Tatort handelt: von Migration und<br \/>\nstrukturellem Rassismus. Denn im Fall der sogenannten Gastarbeiterin Meral Yenig\u00fcn wurde seinerzeit nicht ermittelt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dunkelheit stellt sich nicht nur deswegen als Horrorstory<br \/>\naus dem wei\u00dfen Deutschland dar. Die Frage der Zeller-Tochter an das<br \/>\nErmittlungsteam (&#8222;Wie erkl\u00e4r\u2019 ich das Luca, wer ihr Gro\u00dfvater war?&#8220;)<br \/>\nl\u00e4sst sich auch als eine spezifisch deutsche verstehen und wird zugleich<br \/>\nunterlaufen durch schockhafte Aufkl\u00e4rung, weil das Kind auf der Treppe mith\u00f6rt,<br \/>\nwas Kulina und Azadi berichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Uns bleiben drei Tage Seite 2Seite 2 Die noch junge ARD-Sonntagabendkrimi-Saison&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":475975,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[120691,223,29,441,2050,2051,30,2052,24201,80,218,120692],"class_list":{"0":"post-475974","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-tatort-frankfurt-am-main","9":"tag-ard","10":"tag-deutschland","11":"tag-fernsehen","12":"tag-frankfurt","13":"tag-frankfurt-am-main","14":"tag-germany","15":"tag-hessen","16":"tag-kriminalfilm","17":"tag-kultur","18":"tag-tatort","19":"tag-tatort-frankfurt"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115323934024435894","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/475974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=475974"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/475974\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/475975"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=475974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=475974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=475974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}