{"id":476461,"date":"2025-10-06T03:27:15","date_gmt":"2025-10-06T03:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/476461\/"},"modified":"2025-10-06T03:27:15","modified_gmt":"2025-10-06T03:27:15","slug":"russland-sanktionen-deutsche-exporte-nach-zentralasien-rasant-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/476461\/","title":{"rendered":"Russland-Sanktionen: Deutsche Exporte nach Zentralasien rasant gestiegen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nKirgisistan, fr\u00fcher Kirgisien, ist nicht nur ein malerisches Gebirgsland in Zentralasien. Es ist auch ein Land, in das man gut verkaufen kann. Vergangenes Jahr schickten deutsche Firmen Waren f\u00fcr rund 700 Millionen Euro dorthin: Maschinen, Pumpen, Autos. In Summe 17 Mal mehr als noch 2020. Wie kann das sein?\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nReint Gropp vom Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung Halle vermutet, ein Gro\u00dfteil dieser Waren sei eigentlich f\u00fcr Russland bestimmt. Exporte nach Kirgisistan dienten auch dazu, die Russland-Sanktionen zu umgehen.<\/p>\n<p>Gropp sagt, wenn man in <a name=\"Russland\">Russland<\/a> in den Supermarkt gehe, werde man feststellen, dass man genau dieselben Produkte bekomme, wie vorher auch. Sie seien vielleicht ein bisschen teurer, weil es eben den Zwischenh\u00e4ndler \u00fcber Kirgisien, Tadschikistan und solche L\u00e4nder gebe. &#8222;Das hei\u00dft, die Sanktionen funktionieren eben nicht. Wir setzen sie nicht konsequent durch&#8220;, fasst Gropp die Situation zusammen.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Die Sanktionen funktionieren nicht. Wir setzen sie nicht konsequent durch.<\/p>\n<p>Reint Gropp<br \/>\nLeibniz-Institut<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nAuch aus Mitteldeutschland sind die Exporte in diverse, einst zur Sowjetunion geh\u00f6rende, L\u00e4nder seit 2020 stark gestiegen. So liefern Sachsen, Th\u00fcringen und Sachsen-Anhalt seit dem Ukraine-Krieg zehn Mal mehr nach Kirgisistan, drei Mal mehr nach Usbekistan und fast zweieinhalb Mal mehr nach Kasachstan.\n<\/p>\n<p><a name=\"Lieferungen\">Lieferungen<\/a> \u00fcber Drittl\u00e4nder<\/p>\n<p class=\"text\">\nEs ist ein Ph\u00e4nomen, das der US-\u00d6konom Robin Brooks kritisiert. In einem Artikel f\u00fcr das Magazin Focus schrieb er im September: &#8222;Kirgisistan ist nur ein Beispiel, aber vielleicht das ungeheuerlichste. Westliche Waren fluten derzeit ganz Zentralasien, den Kaukasus und die T\u00fcrkei. Die Gesamtmengen haben wirtschaftlich eine immense Bedeutung. Die \u00fcber Drittl\u00e4nder umgeleiteten Lieferungen deutscher Automobile beispielsweise gleichen den R\u00fcckgang der Direktexporte nach Russland vollst\u00e4ndig aus.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nTats\u00e4chlich geh\u00f6ren Russland, Kirgisistan, Kasachstan, Belarus und Armenien zur Eurasischen Wirtschaftsunion. Will man etwas \u00fcber Umwege nach Russland bringen, dann \u00fcber diesen Weg. Doch werden hier wirklich Sanktionen im gro\u00dfen Stil umgangen? Die Auslandshandelskammer f\u00fcr Zentralasien will sich \u00f6ffentlich nicht \u00e4u\u00dfern. Anders der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Hier leitet Michael Harms die Gesch\u00e4fte und betont, er w\u00fcrde eine Sanktionsumgehung nicht komplett ausschlie\u00dfen. Das geh\u00f6re zur Ehrlichkeit mit dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kirgisistan, fr\u00fcher Kirgisien, ist nicht nur ein malerisches Gebirgsland in Zentralasien. 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