{"id":476469,"date":"2025-10-06T03:31:16","date_gmt":"2025-10-06T03:31:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/476469\/"},"modified":"2025-10-06T03:31:16","modified_gmt":"2025-10-06T03:31:16","slug":"berufungsprozess-im-fall-pelicot-in-frankreich-startet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/476469\/","title":{"rendered":"Berufungsprozess im Fall Pelicot in Frankreich startet"},"content":{"rendered":"<p>N\u00eemes (dpa) &#8211; Nach der Verurteilung von 51 M\u00e4nnern in Frankreich wegen des Missbrauchs von Gis\u00e8le Pelicot verhandelt ein Gericht von diesem Montag an die Berufung eines Mannes gegen seine Strafe wegen Vergewaltigung. Der 44-J\u00e4hrige war Ende vergangenen Jahres zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Als einziger von zun\u00e4chst 17 der Verurteilten, die Einspruch gegen ihren Schuldspruch einlegten, hielt er an seiner Berufung fest. Der Prozess vor dem Strafgericht im s\u00fcdfranz\u00f6sischen N\u00eemes ist bis zum 8. Oktober angesetzt.<\/p>\n<p>Gis\u00e8le Pelicots Mann Dominique hatte vor Gericht gestanden, seine damalige Frau fast zehn Jahre lang immer wieder mit Medikamenten bet\u00e4ubt, missbraucht und von Fremden vergewaltigen lassen zu haben. Er erhielt die H\u00f6chststrafe von 20 Jahren Haft. Alle 50 Mitangeklagten wurden ebenfalls schuldig gesprochen, zumeist wegen schwerer Vergewaltigung, und zu Haftstrafen zwischen 3 und 15 Jahren verurteilt.\u00a0<\/p>\n<p>Feministische Ikone<\/p>\n<p>Gis\u00e8le Pelicot (72) hatte darauf bestanden, dass der Prozess \u00f6ffentlich stattfindet und damit daf\u00fcr gesorgt, dass Vergewaltigungen und der Missbrauch von Frauen weit \u00fcber Frankreich hinaus in den Fokus der \u00f6ffentlichen Debatte r\u00fcckten. In nur wenigen Wochen wurde sie zum Vorbild und zur feministischen Ikone.<\/p>\n<p>Der jahrelange sexuelle Missbrauch von Gis\u00e8le Pelicot war eher zuf\u00e4llig aufgeflogen. Dominique Pelicot war im September 2020 festgenommen worden, nachdem er Frauen im Supermarkt unter den Rock gefilmt hatte. Polizisten untersuchten den Computer des Mannes. Dieser hatte den Missbrauch an seiner Frau in Hunderten Fotos und Videos dokumentiert.<\/p>\n<p>Starke Medikamente ins Essen gemischt<\/p>\n<p>Gis\u00e8le selbst hatte die \u00dcbergriffe wegen der starken Medikamente, die ihr damaliger Mann ihr heimlich unter das Essen gemischt hatte, nicht mitbekommen. Sie geht davon aus, etwa 200 Vergewaltigungen erlitten zu haben. Die Ermittler vermuten auch ein Dutzend weitere T\u00e4ter, die aber nicht identifiziert werden konnten.<\/p>\n<p>Dominique Pelicot hatte den Kontakt zu den Dutzenden von M\u00e4nnern auf einer Online-Plattform gesucht. Viele der T\u00e4ter sagten sp\u00e4ter, sie seien von einem Sexspiel des Paares ausgegangen und wiesen den Vorwurf der Vergewaltigung vor Gericht von sich &#8211; etwa weil der damalige Ehemann einverstanden gewesen sei. Auch der Verurteilte, dessen Berufung nun verhandelt wird, h\u00e4lt an diesem Standpunkt fest.<\/p>\n<p>Weitere Ermittlungen gegen verurteilten Ehemann<\/p>\n<p>Unterdessen wird gegen Dominique Pelicot weiter wegen des Verdachts der Vergewaltigung und des Mordes an einer 23-J\u00e4hrigen 1991 in Paris sowie wegen des Verdachts der versuchten Vergewaltigung einer 18-J\u00e4hrigen 1999 im Pariser Umland ermittelt. In beiden F\u00e4llen soll der T\u00e4ter Ether zur Bet\u00e4ubung der Opfer eingesetzt haben. Diese arbeiteten f\u00fcr Immobilienagenturen und wurden w\u00e4hrend einer Wohnungsbesichtigung angegriffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"N\u00eemes (dpa) &#8211; Nach der Verurteilung von 51 M\u00e4nnern in Frankreich wegen des Missbrauchs von Gis\u00e8le Pelicot verhandelt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":476470,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,1015,177,14,15,2283,12],"class_list":{"0":"post-476469","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-justiz","17":"tag-kriminalitt","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-prozess-gericht","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115325113677355713","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/476469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=476469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/476469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/476470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=476469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=476469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=476469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}