{"id":476689,"date":"2025-10-06T05:42:11","date_gmt":"2025-10-06T05:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/476689\/"},"modified":"2025-10-06T05:42:11","modified_gmt":"2025-10-06T05:42:11","slug":"radsport-superstar-tadej-pogacar-betreibt-bei-em-eine-andere-sportart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/476689\/","title":{"rendered":"Radsport-Superstar Tadej Pogacar betreibt bei EM &#8222;eine andere Sportart&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Konkurrenz v\u00f6llig verzweifelt<br \/>\n                Ph\u00e4nomen Tadej Pogacar betreibt bei EM &#8222;eine andere Sportart&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t              06.10.2025, 06:20 Uhr<\/p>\n<p><strong>Wenn Tadej Poga\u010dar bei einem gro\u00dfen Radrennen an den Start geht, dann will er gewinnen. Vor knapp einer Woche holt er sich in Ruanda den WM-Titel im Stra\u00dfenrennen, nun folgt der Triumph bei der EM. Und wieder rast er allen fr\u00fchzeitig davon.<\/strong><\/p>\n<p>Wie sich die Bilder gleichen. Vor einer Woche f\u00e4hrt Tadej Poga\u010dar in Kigali scheinbar m\u00fchelos \u00fcber den Zielstrich und kr\u00f6nt sich zum Weltmeister im Stra\u00dfenrennen. An diesem Sonntag kommt er scheinbar wieder m\u00fchelos als Erster ins Ziel. In Frankreich holt er sich den EM-Titel. 66 Kilometer war er bei ersten Rad-WM in Afrika als Solist unterwegs gewesen, 75 Kilometer waren es dann an diesem Sonntag. Pogacar ist ein Monster, gefr\u00e4\u00dfig, unaufhaltsam. Und bescheiden. Es sei schwierig gewesen, sagte er nach dem EM-Triumph. Es sah nicht danach aus.<\/p>\n<p>Und auch die Bilder hinter dem Slowenen glichen sich in der Ard\u00e8che. Geschlagen kam der belgische Topfahrer Remco Evenepoel ins Ziel. Er sch\u00fcttelte auf den letzten Metern den Kopf. Er war fassungslos angesichts der wieder einmal erlebten Dominanz seines gro\u00dfen Rivalen. Aber anders als in Kigali, als Evenepoel erst w\u00fctend und danach traurig war, l\u00e4chelte er dieses Mal schnell. Er erkannte an, dass der erste irdische Fahrer der Welt ist. Dass er nur bei einem Au\u00dferirdischen nicht mithalten kann. Zu diesem ist Pogacar l\u00e4ngst geworden. <\/p>\n<p>&#8222;Er ist ein Ph\u00e4nomen&#8220;<\/p>\n<p>Der 26-J\u00e4hrige erreichte nach 202,5 Kilometern mit vielen giftigen Anstiegen ungef\u00e4hrdet die Gemeinde Guilherand-Granges an der Rhone und schnappte sich erstmals das Sternenbanner-Trikot des kontinentalen Champions. &#8222;Er ist ein Ph\u00e4nomen. Er betreibt praktisch eine andere Sportart&#8220;, sagte Belgiens Nationaltrainer Serge Pauwels \u00fcber Pogacar gegen\u00fcber &#8222;VTM&#8220;: &#8222;Wenn man ihn aus der Gleichung herausnimmt, k\u00f6nnte man fast dasselbe \u00fcber Evenepoel sagen. Er liegt auch drei Minuten vor dem Rest, was ebenfalls beispiellos ist. Evenepoel ist im Moment sehr, sehr gut &#8211; aber Pogacar ist noch eine Stufe \u00fcber ihm.&#8220;<\/p>\n<p>Die Vorfreude auf das Duell war gro\u00df, zumal mit Jonas Vingegaard auch noch der dritte Superstar der Szene am Start war. Aber der D\u00e4ne ist ein Rundfahrer, einer f\u00fcr die Grand Tours. Niemand f\u00fcr die Eintagesklassiker. Und der EM-Kurs war eher so angelegt, trotz vieler giftiger, kleiner Anstiege. Und so spielte er dann auch \u00fcberhaupt keine Rolle im Kampf um den Titel. Er wurde schon 109 Kilometer vor dem Ziel abgeh\u00e4ngt. <\/p>\n<p>&#8222;Was h\u00e4tten wir anders machen sollen?&#8220;<\/p>\n<p>Kaum war Vingegaard abgeh\u00e4ngt, schlugen Belgien und Evenepoel ein h\u00f6llisches Tempo an. Der k\u00fcnftige Star des Red-Bull-Teams wollte Revanche nehmen f\u00fcr das WM-Rennen vor einer Woche. Doch am C\u00f4te de Saint-Romain-de-Lerps, einem sieben Kilometer langen Anstieg mit durchschnittlich 7,2 Prozent Steigung, offenbarten sich wieder die Schw\u00e4chen des WM-Zweiten am Berg. Dem Antritt von Pogacar konnte er nur kurz folgen, dann nahm er raus. Er wollte nicht blau werden, erkannte, dass es abermals nur um Silber gehen w\u00fcrde. Die Belgier hatten alles auf eine Karte gesetzt. Ein Fehler? &#8222;Was h\u00e4tten wir anders machen sollen? Wenn mir jemand sagen kann, wie Tadej heute zu schlagen gewesen w\u00e4re, h\u00f6re ich mir das gern an&#8220;, sagte ein verzweifelter Louis Vervaeke.<\/p>\n<p>Evenepoel setzt ein dickes Ausrufezeichen<\/p>\n<p>Pogacar erkannte die Situation und ging selbst in die Offensive. &#8222;In der dritten Runde habe ich gesehen, dass es vier Belgier waren \u2013 und ich war allein.&#8220; Was also tun? Angreifen, ausrei\u00dfen, gewinnen. &#8222;Es war besser, selbst anzugreifen, als zu viele Gegner um sich herumzuhaben&#8220;, sagte Pogacar. Evenepoel gab schnell auf, fand sich in einer Vierergruppe ein, mit Cristian Scaroni (Italien), Juan Ayuso (Spanien) und Paul Seixas (Frankreich). 38 Kilometer vor dem Ziel zog der Belgier schlie\u00dflich an und unnachahmlich davon. Bronze ging an Seixas. Unfassbare drei Minuten Vorsprung fuhr er auf seine ehemaligen Begleiter noch heraus.<\/p>\n<p>Aber alle staunen wieder \u00fcber Pogacar. Der feierte seinen 18. Saisonsieg. Neben dem WM-Titel hatte er unter anderem vier Etappenerfolge und seinen vierten Gesamtsieg bei der Tour geholt sowie die Klassiker Flandern-Rundfahrt, Fl\u00e8che Wallonne und L\u00fcttich-Bastogne-L\u00fcttich gewonnen. Und ein letztes Highlight wartet in diesem Jahr noch. In der n\u00e4chsten Woche steht mit der Lombardei-Rundfahrt das letzte sogenannte Monument in diesem Jahr auf dem Programm &#8211; ein Rennen, das Pogacar in den vergangenen vier Jahren dominierte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Konkurrenz v\u00f6llig verzweifelt Ph\u00e4nomen Tadej Pogacar betreibt bei EM &#8222;eine andere Sportart&#8220; 06.10.2025, 06:20 Uhr Wenn Tadej Poga\u010dar&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":476690,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[136],"tags":[29,30,9408,265,9410],"class_list":{"0":"post-476689","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sport","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-radsport","11":"tag-sport","12":"tag-tadej-pogacar"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115325628933755631","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/476689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=476689"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/476689\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/476690"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=476689"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=476689"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=476689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}