{"id":477027,"date":"2025-10-06T08:56:14","date_gmt":"2025-10-06T08:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/477027\/"},"modified":"2025-10-06T08:56:14","modified_gmt":"2025-10-06T08:56:14","slug":"chatkontrolle-whatsapp-und-threema-aeussern-sich-verhaltener-als-signal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/477027\/","title":{"rendered":"Chatkontrolle: WhatsApp und Threema \u00e4u\u00dfern sich verhaltener als Signal"},"content":{"rendered":"<p>Bei Signal war der Name in der vergangenen Woche Programm: Sollte die Europ\u00e4ische Union ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr die Chatkontrolle einf\u00fchren, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Chefin-der-Signal-App-droht-mit-Rueckzug-aus-Europa-10688792.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">werde sich der Messengerdienst aus der EU zur\u00fcckziehen<\/a>. Dieses Signal an die Entscheider \u2013 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Signal-Messenger-Von-der-Leyen-hat-Auto-Delete-fuer-Nachrichten-voreingestellt-10628216.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die EU-Kommission geh\u00f6rt bekanntlich selbst zum Kreis der Nutzer<\/a> \u2013 war unmissverst\u00e4ndlich. Jetzt folgen mit Stellungnahmen von den Messengerdiensten WhatsApp und Threema weitere Impulse. Beide \u00e4u\u00dfern sich aber deutlich zur\u00fcckhaltender zur Frage, wie sie damit umgehen w\u00fcrden, wenn die \u00dcberwachungspflicht wirklich kommt.<\/p>\n<p>Eine Meta-Sprecherin <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2025\/geplante-massenueberwachung-whatsapp-und-threema-sind-strikt-gegen-chatkontrolle\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">sagte netzpolitik.org<\/a>, dass der neue Vorschlag der d\u00e4nischen EU-Pr\u00e4sidentschaft trotz gegenteiliger Behauptungen nach wie vor die Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung untergrabe. Er gef\u00e4hrde damit die Privatsph\u00e4re, Freiheit und digitale Sicherheit aller. WhatsApp-Chef Will Cathcart forderte die EU-L\u00e4nder <a href=\"https:\/\/x.com\/wcathcart\/status\/1974201213316206758\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">in einem X-Post auf<\/a>, &#8222;sich f\u00fcr mehr Sicherheit f\u00fcr ihre B\u00fcrger einzusetzen und den Vorschlag abzulehnen&#8220;.<\/p>\n<p>Threema pr\u00fcft alle Optionen<\/p>\n<p>Der Schweizer Messengerdienstbetreiber Threema l\u00e4sst in Blogposts <a href=\"https:\/\/threema.com\/de\/blog\/nein-zu-massenueberwachung\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">auf seiner Seite<\/a> keinen Zweifel dar\u00fcber aufkommen, dass man die geplante Chatkontrolle f\u00fcr unvereinbar mit den eigenen \u00dcberzeugungen f\u00fcr Datensicherheit h\u00e4lt. Sollte die Chatkontrolle kommen, werde man alle Optionen gr\u00fcndlich pr\u00fcfen, hei\u00dft es in einer aktuellen Stellungnahme. Noch sind die Schweizer aber zuversichtlich, dass die gegenw\u00e4rtigen Pl\u00e4ne gar nicht mit den Grundrechten der EU vereinbar sind und damit vor Gericht nicht standhalten.<\/p>\n<p>Bei der geplanten Chatkontrolle der EU geht es darum, Darstellungen von Kindesmissbrauch zu finden und den Missbrauch effektiver zu bek\u00e4mpfen. Betreiber von Messengern und Cloud-Diensten sollen dazu verpflichtet werden, auf den Ger\u00e4ten der Nutzer Chatnachrichten und hochgeladene Dateien zu \u00fcberpr\u00fcfen. Dieses sogenannte Client-Side-Scanning wird von Kritikern als Unterh\u00f6hlung der Ende-zu-Ende-Verschl\u00fcsselung angesehen. Diese gewollten Sicherheitsl\u00fccken k\u00f6nnten leicht f\u00fcr andere Zwecke missbraucht werden.<\/p>\n<p>Die d\u00e4nische Ratspr\u00e4sidentschaft hat das Thema wieder angeschoben. Deutschland hatte sich bislang gegen die Chatkontrolle ausgesprochen. Damit sie kommt, m\u00fcssten mindestens 55 Prozent der Mitgliedstaaten (15 von 27) zustimmen. Diese m\u00fcssten \u00fcberdies 65 Prozent der EU-Bev\u00f6lkerung repr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>CCC: &#8222;Eine unver\u00e4nderte Katastrophe&#8220;<\/p>\n<p>Der Chaos Computer Club nennt die Pl\u00e4ne f\u00fcr die Chatkontrolle eine &#8222;unver\u00e4nderte Katastrophe f\u00fcr jegliche vertrauliche Kommunikation&#8220;. <a href=\"https:\/\/www.ccc.de\/de\/updates\/2025\/absage-chatkontrolle\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">In einem Blogpost<\/a> bem\u00e4ngeln die Aktivisten, dass die Bundesregierung sich dar\u00fcber ausschweigt, ob sie sich dem &#8222;gef\u00e4hrlichen Planen entgegenstellen wird.&#8220; Die Idee, Texte, Bilder und Filme in Chats zu scannen, sei &#8222;falsch, gef\u00e4hrlich und zudem fehleranf\u00e4llig&#8220;. Der aktuelle Vorschlag der d\u00e4nischen Ratspr\u00e4sidentschaft umfasse alle problematischen Ma\u00dfnahmen, die bisher in der EU keine Zustimmung gefunden haben, schreibt der CCC.<\/p>\n<p>&#8222;Sollte ein solches Gesetz zur Chatkontrolle auf den Weg gebracht werden, bezahlen wir nicht nur mit dem Verlust unserer Privatsph\u00e4re. Wir \u00f6ffnen auch T\u00fcr und Tor f\u00fcr Angriffe auf sichere Kommunikationsinfrastruktur&#8220;, sagt Elina Eickst\u00e4dt, Sprecherin des Chaos Computer Clubs. <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Deutsches-Ja-zu-Chatkontrolle-CCC-Co-warnen-vor-Grundrechtsgefaehrdung-10712007.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auch weitere NGOs appellieren an die Bundesregierung<\/a>, bei ihrem Nein zur Chatkontrolle zu bleiben.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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