{"id":477421,"date":"2025-10-06T12:38:14","date_gmt":"2025-10-06T12:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/477421\/"},"modified":"2025-10-06T12:38:14","modified_gmt":"2025-10-06T12:38:14","slug":"vorsichtig-optimistischer-blick-nach-vorn-handwerk-der-region-zeigt-sich-robust-handwerkskammer-mannheim-rhein-neckar-odenwald-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/477421\/","title":{"rendered":"Vorsichtig-optimistischer Blick nach vorn: Handwerk der Region zeigt sich robust, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, Story"},"content":{"rendered":"<p>Die wirtschaftliche Lage im Handwerk der Region Rhein-Neckar-Odenwald hat sich im dritten Quartal 2025 verbessert. Nach einem durchwachsenen Vorjahr berichten die Betriebe wieder von einer sp\u00fcrbar besseren Gesch\u00e4ftsentwicklung. Laut aktueller Konjunkturerhebung der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald bewerten 70 Prozent der Unternehmen ihre Lage als gut \u2013 im Vorjahresquartal waren es nur 56 Prozent. Zugleich ist der Anteil unzufriedener Betriebe auf 9 Prozent gesunken (Q3\/2024: 16 %).<\/p>\n<p>\u201eDas Handwerk bleibt eine stabile S\u00e4ule in einer insgesamt fragilen Wirtschaftslage\u201c, betont Kammerpr\u00e4sident Klaus Hofmann. \u201eUnsere Betriebe zeigen, dass sie auch in schwierigen Zeiten handlungsf\u00e4hig bleiben \u2013 mit Tatkraft, Ideen und einem hohen Ma\u00df an Verantwortung.\u201c Auff\u00e4llig sei allerdings, dass die regionalen Zahlen im Rhein-Neckar-Odenwald-Gebiet deutlich positiver ausfallen als die Zahlen f\u00fcr gesamt Baden-W\u00fcrttemberg. Landesweit wird die Gesch\u00e4ftslage lediglich von 59 Prozent als gut bewertet und liegt damit auf Vorjahresniveau. Auch der Anteil unzufriedener Betriebe ist mit 13 Prozent unver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><b>Gesch\u00e4ftslage und Ausblick<\/b><\/p>\n<p>Auch beim Ausblick auf die Gesch\u00e4ftslage im letzten Quartal des Jahres l\u00e4sst sich bei den Betrieben der Region eine weitaus bessere Stimmung als im Land feststellen. So erwarten 26 Prozent des Handwerks im Land eine Verbesserung ihrer Gesch\u00e4ftslage, im Kammergebiet Rhein-Neckar-Odenwald sogar 36 Prozent. Damit zeigen sich die Betriebe der Region optimistischer als im Vorjahr. 47 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Situation. Nur noch 17 Prozent bef\u00fcrchten eine Verschlechterung. Damit setzt sich die leichte Aufw\u00e4rtstendenz der vergangenen Quartale in der Region fort.<\/p>\n<p>Bundesweit und in Baden-W\u00fcrttemberg ist die Stimmung \u00e4hnlich verhalten positiv. Nach einem Anstieg der Auftragseing\u00e4nge und ersten konjunkturellen Aufhellungen im Sommer 2025 rechnen die Wirtschaftsinstitute mit einer vorsichtigen Stabilisierung bis Jahresende. Auch das regionale Handwerk profitiert von dieser Entwicklung.<\/p>\n<p>\u201eAuch jetzt sehen wir wieder, dass Handwerk gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten St\u00e4rke zeigt\u201c, so Kammerpr\u00e4sident Klaus Hofmann. \u201eEine zupackende Einstellung und Flexibilit\u00e4t machen diese St\u00e4rke aus.\u201c<\/p>\n<p><b>Auftragslage und Auslastung verbessert<\/b><\/p>\n<p>Die Auftragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr sp\u00fcrbar erholt. 27 Prozent der Betriebe in der Region verzeichneten im dritten Quartal steigende Auftragseing\u00e4nge (landesweit: 22 Prozent), fast die H\u00e4lfte stabile Werte. Gleichzeitig meldeten deutlich weniger Betriebe R\u00fcckg\u00e4nge. Besonders das Bau- und Ausbaugewerbe profitiert von der anhaltenden Nachfrage nach Modernisierung und energetischer Sanierung.<\/p>\n<p>Auch die Auslastung der Betriebe hat der aktuellen Konjunkturbefragung zufolge zugenommen: Die H\u00e4lfte der Handwerksunternehmen im Rhein-Neckar-Odenwald-Gebiet war demzufolge zu mehr als 80 Prozent ausgelastet \u2013 im Vorjahr traf das zum gleichen Zeitpunkt auf nur 37 Prozent zu. Damit liegt die Kapazit\u00e4tsauslastung wieder nahe dem Vorkrisenniveau. Auch landesweit war jeder zweite Betrieb \u00fcber 80 Prozent ausgelastet.<\/p>\n<p><b>Umsatz und Besch\u00e4ftigung stabil<\/b><\/p>\n<p>Die Umsatzsituation im Handwerk der Region hat sich ebenfalls verbessert. 22\u00a0Prozent der befragten Betriebe meldeten steigende Ums\u00e4tze, w\u00e4hrend der Anteil mit R\u00fcckg\u00e4ngen auf 26 Prozent sank. F\u00fcr das vierte Quartal erwarten 43 Prozent steigende Erl\u00f6se, was wiederum deutlich \u00fcber dem Landesschnitt von 30 Prozent liegt. Besonders verbrauchernahe Dienstleister, das Ausbauhandwerk und das Gesundheitsgewerbe berichten von einer soliden Nachfrage.<\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigung bleibt stabil mit leicht positiven Tendenzen. 21 Prozent der Betriebe konnten neue Mitarbeiter gewinnen, 67 Prozent halten ihr Personalniveau konstant. Nur 12 Prozent mussten Personal abbauen. F\u00fcr die kommenden Monate erwarten die meisten Betriebe keine Ver\u00e4nderungen. Der Fachkr\u00e4ftemangel bleibt jedoch ein strukturelles Hemmnis.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Betriebe w\u00fcrden gerne mehr einstellen, wenn sie geeignete Fachkr\u00e4fte finden w\u00fcrden\u201c, sagt Klaus Hofmann. \u201eWir m\u00fcssen gemeinsam weiter daran arbeiten, das Handwerk als attraktiven Arbeitgeber mit sicheren und sinnstiftenden Arbeitspl\u00e4tzen ins Bewusstsein der Gesellschaft zu r\u00fccken.\u201c<\/p>\n<p><b>Branchen mit auff\u00e4lliger Entwicklung<\/b><\/p>\n<p>Im Bauhauptgewerbe bleibt die Stimmung positiv: Rund 79 Prozent der Betriebe bewerten ihre Lage als gut. W\u00e4hrend der Wohnungsneubau weiter unter Zinsbelastungen leidet, sorgen Sanierungen und \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge f\u00fcr stabile Besch\u00e4ftigung. Das Ausbaugewerbe profitiert von der hohen Nachfrage nach energetischen Modernisierungen und Innenausbau. Besonders Elektro- und SHK-Betriebe melden volle Auftragsb\u00fccher. Im Kfz-Handwerk belebt sich das Werkstattgesch\u00e4ft. Ersatzteile sind wieder besser verf\u00fcgbar, die Auslastung steigt. Leichte Verbesserungen zeigen sich zudem bei Gesundheits- und personenbezogenen Dienstleistungen, wo sich die Nachfrage nach zwei schw\u00e4cheren Jahren stabilisiert hat.<\/p>\n<p><b>Ausblick<\/b><\/p>\n<p>Das Handwerk der Region blickt mit vorsichtigem Optimismus auf das Jahresende 2025. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, hoher Lohnkosten und Zinsbelastungen \u00fcberwiegen die positiven Signale. F\u00fcr 2026 erwartet die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald ein moderates, aber stetiges Wachstum. \u201eWenn die Rahmenbedingungen stabil bleiben, kann 2026 ein gutes Jahr f\u00fcr das Handwerk werden\u201c, fasst Kammerpr\u00e4sident Klaus Hofmann zusammen. \u201eUnsere Betriebe sind regional verwurzelt, innovativ und bereit, anzupacken.\u201c Allerdings seien die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ausschlaggebend f\u00fcr die weitere Entwicklung. Gerade beim Blick auf die Landeszahlen zeige sich, dass das Handwerk sich l\u00e4ngst noch nicht aus der Krise w\u00e4hnt, so Hofmann. \u201eAuch wenn besonders in unserer Region ein \u00fcberwiegend optimistisches Bild aus dem Handwerk gezeichnet wird, so bedeutet dies nicht, dass Anstrengungen bei den Rahmenbedingungen nachlassen d\u00fcrfen\u201c, sagt Klaus Hofmann. \u201eDie Zuversicht des Handwerks in unserer Region darf nicht mit einer Entwarnung im Blick auf die Herausforderungen verwechselt werden. Sie steht lediglich f\u00fcr die Grundeigenschaft von Handwerkerinnen und Handwerkern, selbst in schwierigen Zeiten die positive Einstellung zu wahren und voranzugehen. Die Rahmenbedingungen m\u00fcssen als Grundlage f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg jedoch auf anderer Ebene geschaffen werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage im Handwerk der Region Rhein-Neckar-Odenwald hat sich im dritten Quartal 2025 verbessert. 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