{"id":478320,"date":"2025-10-06T21:00:19","date_gmt":"2025-10-06T21:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/478320\/"},"modified":"2025-10-06T21:00:19","modified_gmt":"2025-10-06T21:00:19","slug":"oekonomen-sehen-fuenf-hebel-fuer-den-aufschwung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/478320\/","title":{"rendered":"\u00d6konomen sehen f\u00fcnf Hebel f\u00fcr den Aufschwung"},"content":{"rendered":"<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/wirtschaft-168~2600x1300\"  alt=\"Baukr\u00e4ne in Hamburg\" decoding=\"async\" loading=\"eager\"  style=\"object-fit:cover;object-position:center\" fetchpriority=\"high\" class=\"f1mqliu0\"\/><\/p>\n<p class=\"cqlj8pf c1pbsmr2\">Deutschlands Wirtschaft stagniert: \u00d6konomen legen F\u00fcnf-Punkte-Plan f\u00fcr Wachstum vor (Symbolfoto).<\/p>\n<p>Quelle: Imago<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">&#8222;Die deutsche Wirtschaft stagniert seit dem Jahr 2021&#8220;, hei\u00dft es in der &#8222;Wachstumsagenda f\u00fcr Deutschland&#8220;, die der wissenschaftliche Beraterkreis von Wirtschaftsministerin <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"5c42bf1f\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/katherina-reiche-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Katherina Reiche<\/a> am Montag vorgelegt hat. W\u00e4hrend die Wirtschaftsleistung in den <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"58e582a2\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/usa-news-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> seit 2019 um \u00fcber zw\u00f6lf Prozent und in den <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"689be982\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/niederlande-156.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Niederlanden<\/a> sowie <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"029e4695\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/daenemark-188.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00e4nemark<\/a> um neun Prozent gestiegen sei, habe Deutschland kaum zugelegt.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\"><a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"d05ce221\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/wirtschaft\/innovation-ranking-top-ten-deutschland-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zu wenig Innovation<\/a>, zu viel Regulierung, ein \u00fcberlasteter Sozialstaat. So beschreiben die \u00d6konomen Veronika Grimm, Justus Haucap, Stefan Kolev und Volker Wieland die Probleme.<\/p>\n<blockquote class=\"bosa0j6\">\n<p class=\"tley63f hhhtovw\">Offensichtlich haben die Volkswirtschaften anderer L\u00e4nder den Strukturwandel der vergangenen Jahre besser gemeistert.<\/p>\n<p>\u201e<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"abqjgdv m1lnp037\">Erkl\u00e4rung der \u00d6konomen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Roboter von ABB im Einsatz bei BMW, aufgenommen am 22.10.2021\" class=\"pei0kpe\"\/><\/p>\n<p class=\"c1pbsmr2\">Die Lage der deutschen Wirtschaft bleibt angespannt &#8211; viele Unternehmen beklagen Auftragsr\u00fcckg\u00e4nge, m\u00fcssen Stellen streichen. Der erhoffte Aufschwung bleibt bislang aus.<\/p>\n<p>05.10.2025 | 4:34 min<\/p>\n<p>\u00d6konomen: <strong>Deutschland verliert an Wettbewerbsf\u00e4higkeit<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Deutschland verliere an Wettbewerbsf\u00e4higkeit, weil Ideen zu selten umgesetzt und Unternehmen durch B\u00fcrokratie gebremst w\u00fcrden. Die Forschenden sprechen von einem &#8222;Technologiedefizit&#8220; bei Digitalisierung, <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"dbefae62\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/kuenstliche-intelligenz-ki-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fcnstlicher Intelligenz<\/a> und moderner Industrie.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Hinzu k\u00e4men hohe Sozialausgaben. Das Ergebnis sei ein Land, das &#8222;den Strukturwandel eher bremst als gestaltet&#8220;.<\/p>\n<p>Der wissenschaftliche Beraterkreis<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Das Gutachten wurde von einer Gruppe Wirtschaftsexpertinnen und -experten f\u00fcr das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Energie geschrieben. Dieses Gremium ber\u00e4t die Regierung unabh\u00e4ngig. Ziel des Papiers ist es, dem Ministerium Wege aufzuzeigen, wie Deutschland seine Wirtschaft langfristig st\u00e4rken kann.<\/p>\n<p>Zum wissenschaftlichen Beraterkreis geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Prof. Dr. Veronika Grimm<\/strong>: Professorin an der Technischen Universit\u00e4t N\u00fcrnberg (UTN) und Mitglied im Rat der &#8222;Wirtschaftsweisen&#8220;<\/li>\n<li><strong>Prof. Dr. Justus Haucap<\/strong>: Direktor des D\u00fcsseldorfer Instituts f\u00fcr Wettbewerbs\u00f6konomie (DICE) an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf, fr\u00fcher Chef der Monopolkommission<\/li>\n<li><strong>Prof. Dr. Stefan Kolev<\/strong>: Wissenschaftlicher Leiter des Ludwig-Erhard-Forums f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft in Berlin<\/li>\n<li><strong>Prof. Dr. Volker Wieland<\/strong>: IMFS-Stiftungsprofessor f\u00fcr Monet\u00e4re \u00d6konomie an der Goethe Universit\u00e4t Frankfurt, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Institute for Monetary and Financial Stability und ehemaliges Mitglied der Wirtschaftsweisen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: ZDF<\/p>\n<p><strong>Die Therapie: F\u00fcnf Hebel f\u00fcr Wachstum<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">F\u00fcnf zentrale Hebel sollen helfen, das Wirtschaftswachstum Deutschlands langfristig zu st\u00e4rken:<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\"><strong>1. Innovation und Reallokation<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Reallokation bedeutet, dass Arbeitskr\u00e4fte, Kapital und Ideen von alten in neue Bereiche wechseln &#8211; dorthin, wo sie mehr bewirken. Nicht alle Branchen w\u00fcchsen gleich schnell und manche verl\u00f6ren an Bedeutung, so die Autoren. Sie fordern: &#8222;Strukturwandel zulassen statt aufhalten.&#8220;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Bundeskanzler Friedrich Merz\" class=\"pei0kpe\"\/><\/p>\n<p class=\"c1pbsmr2\">Die Anzahl der Deutschen, die an einen Wirtschaftsaufschwung durch die aktuelle Bundesregierung glaubt, sinkt. Das zeigen die Zahlen des aktuellen ZDF-Politbarometer.<\/p>\n<p>02.10.2025 | 1:14 min<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\"><strong>2. Staatliche Investitionen gezielt einsetzen<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Geld des Staates soll in Zukunftsprojekte flie\u00dfen statt in kurzfristige Ausgaben. H\u00f6here Renten oder zus\u00e4tzliche Sozialleistungen br\u00e4chten wenig, wenn sie keine dauerhaften Werte schaffen. Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Forschung dagegen sollen die Wirtschaft langfristig st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Ausschreibungen m\u00fcssten Wettbewerb f\u00f6rdern und jungen Unternehmen Chancen geben. Beim Verteidigungsetat pl\u00e4dieren die Autoren f\u00fcr mehr Dual-Use-Technologien, also milit\u00e4rische Forschung, die auch zivile Innovationen anst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\"><strong>3. Systematische Deregulierung<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Der Beraterkreis fordert eine &#8222;innovationsfreundliche Regierungskultur&#8220;. Neue Regeln sollen nur eingef\u00fchrt werden, wenn ihr Nutzen klar belegt ist. Besonders wachstumshemmend seien Datenschutzauflagen, das Lieferkettengesetz und EU-Taxonomie.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\"><strong>4. Sozialsysteme reformieren: l\u00e4nger arbeiten und sp\u00e4ter in Rente<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Hier wird das Gutachten besonders deutlich: Das Renteneintrittsalter soll an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden.<\/p>\n<blockquote class=\"bosa0j6\">\n<p class=\"tley63f hhhtovw\">Wir werden mehr arbeiten m\u00fcssen, wenn wir den Umfang der Sozialversicherungen bewahren wollen, ohne zeitgleich den nachfolgenden Generationen noch mehr Lasten zu hinterlassen.<\/p>\n<p>\u201e<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"abqjgdv m1lnp037\">Erkl\u00e4rung der \u00d6konomen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Friedrich Merz bei der 17. Kabinettsitzung der Bundesregierung \" class=\"pei0kpe\"\/><\/p>\n<p class=\"c1pbsmr2\">In Berlin ber\u00e4t das Kabinett Merz \u00fcber Reformen. Ein Ziel: mehr Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Trotz schlechter Umfragen und Finanzlage soll ein Neustart gelingen.<\/p>\n<p>30.09.2025 | 2:34 min<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Damit l\u00f6sen sie heftige Reaktionen aus. Die IG Metall nennt ein h\u00f6heres Rentenalter &#8222;illusorisch&#8220;. Viele Besch\u00e4ftigte k\u00f6nnten ihre Jobs schon heute kaum bis zur aktuellen Grenze aus\u00fcben, so Vorstand Hans-J\u00fcrgen Urban. Er fordert bessere Arbeitsbedingungen, damit Arbeiten \u00fcberhaupt bis zur heutigen Regelaltersgrenze m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Sozialleistungen sollten so gestaltet sein, dass sie Menschen st\u00e4rker motivieren, wieder zu arbeiten. Daf\u00fcr schlagen die Autoren konsequentere Sanktionen und mehr Sach- statt Geldleistungen vor.<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\"><strong>5. Europ\u00e4ische Integration vertiefen<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Die Experten sprechen sich daf\u00fcr aus, die Zusammenarbeit in Europa zu st\u00e4rken. Wenn durch eine Kapitalmarktunion Finanzm\u00e4rkte besser verbunden seien und Energiesysteme gemeinsam genutzt w\u00fcrden, k\u00f6nnten Kosten sinken und Innovationen leichter entstehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" alt=\"Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche steht an einem Rednerpult\" class=\"pei0kpe\"\/><\/p>\n<p class=\"c1pbsmr2\">Erstmals hat eine Bundesregierung die Gesamtkosten der Energiewende unter die Lupe genommen. Wirtschaftsministerin Reiche will andere Schwerpunkte setzen. Bremst sie Erneuerbare aus?<\/p>\n<p>21.09.2025 | 3:39 min<\/p>\n<p><strong>Reiche f\u00fcr entschlossenen Reformwillen<\/strong><\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Auch Wirtschaftsministerin Reiche erkennt die Notwendigkeit f\u00fcr Ver\u00e4nderung. Die Bundesregierung habe bereits erste Schritte wie Steuerentlastungen und B\u00fcrokratieabbau unternommen, so Reiche.<\/p>\n<blockquote class=\"bosa0j6\">\n<p class=\"tley63f hhhtovw\">Doch das allein reicht nicht. Es braucht weiterhin entschlossenen Reformwillen. Das Gutachten liefert daf\u00fcr wichtige Impulse.<\/p>\n<p>\u201e<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"abqjgdv m1lnp037\">Katherina Reiche, Wirtschaftsministerin<\/p>\n<p class=\"r1nj4qn5\">Bundeskanzler <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"d8bf89b8\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/friedrich-merz-218.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> hatte einen &#8222;Herbst der Reformen&#8220; angek\u00fcndigt. Er will an <a data-testid=\"richtext-link\" class=\"b7kurox _nl_\" id=\"5ba7f840\" href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/thema\/rente-168.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rente<\/a> und Pflegeversicherung schrauben. Der Herbst ist nun da, jetzt braucht es Tempo in der Politik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschlands Wirtschaft stagniert: \u00d6konomen legen F\u00fcnf-Punkte-Plan f\u00fcr Wachstum vor (Symbolfoto). 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