{"id":478388,"date":"2025-10-06T21:37:11","date_gmt":"2025-10-06T21:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/478388\/"},"modified":"2025-10-06T21:37:11","modified_gmt":"2025-10-06T21:37:11","slug":"brasilien-millionengewinne-mit-gisele-buendchen-deepfakes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/478388\/","title":{"rendered":"Brasilien: Millionengewinne mit Gisele B\u00fcndchen-Deepfakes"},"content":{"rendered":"<p>Brasilien geht gegen den zunehmenden Einsatz von KI-Tools zur Manipulation von Bildern und Videos von Prominenten f\u00fcr Online-Betrug vor. In der vergangenen Woche vollstreckte die Polizei in f\u00fcnf brasilianischen Bundesstaaten mehrere Haftbefehle und fror Verm\u00f6genswerte ein, die mit einem solchen Online-Betrug in Verbindung stehen. Das <a href=\"https:\/\/oglobo.globo.com\/brasil\/noticia\/2025\/10\/01\/policia-prende-quatro-suspeitos-de-usarem-deepfake-de-gisele-bundchen-para-lucrar-r-20-milhoes-em-golpes.ghtml\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">berichtete die brasilianische Tageszeitung O Globo<\/a>.<\/p>\n<p>Die Operation &#8222;Modo Selva&#8220; (&#8222;Dschungelmodus&#8220;) richtete sich gegen eine Gruppe mutma\u00dflicher Betr\u00fcger, die mit Deepfakes Betr\u00fcgereien im Wert von mehr als 20 Millionen Reais (3,2 Millionen Euro) begangen hat. Nach Angaben der Polizei produzierte die Gruppe mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) gef\u00e4lschte Videos von dem brasilianischen Model Gisele B\u00fcndchen und anderen Prominenten und brachte die Opfer per Instagram-Anzeigen dazu, Produkte zu kaufen, wobei nur die Versandkosten berechnet wurden.<\/p>\n<p>Gisele B\u00fcndchen prangerte im August in den sozialen Netzwerken den Missbrauch ihres Bildnisses durch KI an. Damals warnte das Model ihre Follower vor einem gesponserten Inhalt, der in Wirklichkeit gef\u00e4lscht war. &#8222;Es gibt mehrere Accounts, die mit meinem Bild und meiner durch k\u00fcnstliche Intelligenz manipulierten Stimme gef\u00e4lschte Werbung machen. Seien Sie vorsichtig, damit Sie nicht Opfer eines Betrugs werden. Melden Sie es!&#8220;, schrieb sie.<\/p>\n<p>Social-Media-Plattformen haften f\u00fcr Inhalte<\/p>\n<p>Im Juni urteilte der Oberste Gerichtshof Brasiliens, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Brasiliens-Oberster-Gerichtshof-Digitale-Plattformen-haften-fuer-Nutzerbeitraege-10463552.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass Social-Media-Plattformen direkt f\u00fcr illegale Inhalte ihrer Nutzer zur Verantwortung gezogen werden k\u00f6nnen<\/a>. Eine vorherige gerichtliche Anordnung zur L\u00f6schung entsprechender Beitr\u00e4ge sei nicht erforderlich. Meta, der Mutterkonzern von Instagram, erkl\u00e4rte <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/americas\/brazilian-scammers-raking-millions-used-gisele-bundchen-deepfakes-instagram-ads-2025-10-03\/\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">laut der Nachrichtenagentur Reuters<\/a>, dass seine Richtlinien Anzeigen verbieten, &#8222;die auf betr\u00fcgerische Weise Personen des \u00f6ffentlichen Lebens nutzen, um Menschen zu t\u00e4uschen&#8220;. Solche Anzeigen w\u00fcrden &#8222;bei Entdeckung&#8220; entfernt. Auch verf\u00fcge man \u00fcber &#8222;spezielle Systeme zur Erkennung von Prominenten-K\u00f6dern&#8220;. Das Unternehmen erkl\u00e4rte, dass es &#8222;massiv in geschulte \u00dcberpr\u00fcfungsteams investiert, Tipps zur Vermeidung von Betrug weitergibt und Tools zur Meldung potenzieller Verst\u00f6\u00dfe anbietet&#8220;.<\/p>\n<p>Die Ermittlungen in Brasilien begannen laut O Globo, nachdem sich ein Opfer eines Betrugs im Wert von nur 44,57 Reais (7,12 Euro) an die Polizei wandte. Es sei durch eine Instagram-Anzeige get\u00e4uscht worden, in der ein manipuliertes Video von B\u00fcndchen zu sehen war, in dem diese f\u00fcr ein &#8222;kostenloses Anti-Falten-Set&#8220; warb. &#8222;Die Kriminellen hatten ein Deepfake-Video mit dem Bild und der Stimme von Gisele B\u00fcndchen erstellt, das den Anschein erweckte, dass das Model tats\u00e4chlich f\u00fcr das nicht existierende Produkt warb&#8220;, so die Polizei.<\/p>\n<p>Laut Reuters verloren die meisten Opfer nur geringe Betr\u00e4ge, meist weniger als 100 Reais (16 Euro), und zeigten die Straftaten in der Regel nicht an. &#8222;Das f\u00fchrte zu einer perversen Situation, in der die Kriminellen eine Art &#8217;statistische Immunit\u00e4t&#8216; genossen. Sie wussten, dass die meisten Menschen sie nicht anzeigen w\u00fcrden, und agierten daher ohne Angst in gro\u00dfem Stil&#8220;, erkl\u00e4rte eine Polizeisprecherin in einer Stellungnahme.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:akn@heise.de\" title=\"Andreas Knobloch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">akn<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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