{"id":478591,"date":"2025-10-06T23:31:13","date_gmt":"2025-10-06T23:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/478591\/"},"modified":"2025-10-06T23:31:13","modified_gmt":"2025-10-06T23:31:13","slug":"ukraine-ticker-beschuss-im-grossraum-des-akw-saporischschja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/478591\/","title":{"rendered":"Ukraine-Ticker: Beschuss im Gro\u00dfraum des AKW Saporischschja"},"content":{"rendered":"<p>20.54 Uhr: Selenskyj kritisiert erneut Bauteil-Lieferungen an Moskau<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat seine Kritik an der Lieferung westlicher Komponenten f\u00fcr die von Russland gegen sein Land eingesetzten Raketen und Drohnen bekr\u00e4ftigt. &#8222;Wenn die entsprechenden L\u00e4nder die offen skandal\u00f6sen Lieferungen kritischer Komponenten f\u00fcr die Herstellung von Raketen und Drohnen nach Russland unterbinden, wird die russische Bedrohung deutlich geringer werden&#8220;, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Schlie\u00dflich k\u00f6nne Kremlchef Wladimir Putin &#8222;ohne Terror keinen Krieg f\u00fchren&#8220;.<\/p>\n<p>Die Bedrohung f\u00fcr die Ukraine w\u00e4re ohne diese Komponenten deutlich geringer. Nach seinen Worten kaufe Russland diese Teile sowie Maschinen aus S\u00fcdkorea, Japan, China und Taiwan. &#8222;Leider werden nach wie vor viele kritische Komponenten aus Europa und den USA nach Russland geliefert&#8220;, sagte Selenskyj.\u00a0<\/p>\n<p>Es gehe dabei nicht um ein Dutzend, sondern um \u00fcber 100.000 Komponenten. &#8222;All dies hat zur Folge, dass die Russen unser Land terrorisieren, anderen L\u00e4ndern drohen, sich einfach gemein verhalten und den Frieden ablehnen&#8220;, sagte Selenskyj.<\/p>\n<p>Er hatte zuvor bereits auf die fortgesetzte Lieferung wichtiger Bauteile f\u00fcr russische Waffen aus dem Westen hingewiesen. Anlass daf\u00fcr waren die j\u00fcngsten Drohnen- und Raketenangriffe Russlands gegen die Ukraine am Wochenende. &#8222;W\u00e4hrend des massiven kombinierten Angriffs auf die Ukraine in der Nacht des 5. Oktober hat Russland 549 Waffensysteme benutzt, die 102.785 im Ausland hergestellte Komponenten enthielten&#8220;, schrieb er in sozialen Medien. Die Teile stammen nach seinen Angaben unter anderem von deutschen, us-amerikanischen, chinesischen, taiwanesischen und britischen Firmen.<\/p>\n<p>20.50 Uhr: EZB pocht bei Umgang mit russischen Assets auf internationales Recht<\/p>\n<p>EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde pocht beim Umgang mit russischen Verm\u00f6genswerten auf die Einhaltung internationalen Rechts: &#8222;Ich wei\u00df, dass es da unterschiedliche Vorschl\u00e4ge gibt, die zirkulieren&#8220;, sagt sie bei einer Anh\u00f6rung im Europ\u00e4ischen Parlament und verweist auf eine Erkl\u00e4rung von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. Sie hoffe, dass bald klar werde, was genau beabsichtigt sei. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz habe m\u00f6gliche Optionen aufgezeigt. Man m\u00fcsse sich sehr genau anschauen, was vorgeschlagen werde: &#8222;Und das muss \u00fcbereinstimmen mit internationalem Recht. Es muss der Finanzstabilit\u00e4t Rechnung tragen&#8220;, betont Lagarde.<\/p>\n<p>19.51 Uhr: Merz &#8211; Putin f\u00fchrt hybriden Krieg gegen Deutschland<\/p>\n<p>Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin f\u00fchrt aus Sicht von Kanzler Friedrich Merz einen &#8222;hybriden Krieg&#8220; gegen Deutschland. Der CDU-Chef sagte im ntv-Talk &#8222;Pinar Atalay&#8220; \u00fcber Putin: &#8222;Er f\u00fchrt einen Informationskrieg gegen uns. Er f\u00fchrt einen milit\u00e4rischen Krieg gegen die Ukraine und dieser Krieg richtet sich gegen uns alle. &#8230; Er f\u00fchrt einen hybriden Krieg gegen uns.&#8220; Putin wolle die politische Ordnung Europas von den F\u00fc\u00dfen auf den Kopf stellen.\u00a0Es liege im deutschen Interesse, die politische Ordnung der offenen, freiheitlichen Gesellschaften in Europa zu verteidigen. <\/p>\n<p>Auf die Frage, ob er \u00fcberlegt habe, Putin anzurufen, sagte der Kanzler. &#8222;Ich \u00fcberlege das nat\u00fcrlich. Ich sehe nur, dass im Augenblick jeder Versuch, mit ihm zu sprechen, in noch h\u00e4rteren Angriffen auf die Ukraine endet.&#8220; Er habe dar\u00fcber in der vergangenen Woche eine heftige Auseinandersetzung mit Ungarns Ministerpr\u00e4sidenten Viktor Orban in Kopenhagen gehabt. &#8222;Er hat uns den Vorwurf gemacht, dass wir nicht verhandeln wollen.\u00bb Er habe ihm gesagt, Orban sei letztes Jahr im Juli als EU-Ratspr\u00e4sident in Kiew und dann in Moskau gewesen. &#8222;Und die Antwort von Putin war die Bombardierung eines Kinderkrankenhauses in Kiew. Und das ist nicht der Weg, den ich gehen m\u00f6chte.&#8220;<\/p>\n<p>19.12 Uhr: Ukrainischer Notenbankchef fordert \u00f6sterreichische Raiffeisen Bank International auf, den russischen Markt zu verlassen<\/p>\n<p>Der ukrainische Notenbankchef Andrij Pyschnyj fordert die internationale Finanzbranche und insbesondere die \u00f6sterreichische Raiffeisen Bank International dazu auf, ihre Aktivit\u00e4ten in Russland einzustellen. Noch immer gebe es Banken, die sowohl in Russland als auch in der Ukraine Gesch\u00e4fte machten, sagt Pyschnyj dem &#8222;Handelsblatt&#8220;. &#8222;Wir haben die Raiffeisen Bank International und andere Finanzgruppen konsequent und \u00f6ffentlich aufgefordert, den russischen Markt zu verlassen.&#8220; Raiffeisen ist die gr\u00f6\u00dfte westliche Bank in Russland und gilt als wichtige finanzielle Br\u00fccke zum Westen, unter anderem f\u00fcr Energiezahlungen.<\/p>\n<p>18.33 Uhr: Merkel: EU-Dialog mit Putin vor Invasion der Ukraine gescheitert<\/p>\n<p>Vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 h\u00e4tte sich die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen engeren Dialog der EU mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin gew\u00fcnscht. Sie habe damals, im Sommer 2021, zusammen mit Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron ein neues Gespr\u00e4chsformat angestrebt, &#8222;dass wir mit Putin direkt als Europ\u00e4ische Union sprechen&#8220;, sagte Merkel in einem Interview des ungarischen Portals &#8222;Partiz\u00e1n&#8220;.<\/p>\n<p>Sie habe damals gesp\u00fcrt, &#8222;dass das Minsk-Abkommen nicht mehr ernst genommen wird&#8220;. Direkte Gespr\u00e4che der EU mit Putin seien damals &#8222;von einigen nicht unterst\u00fctzt&#8220; worden, &#8222;das waren vor allen Dingen die baltischen Staaten, aber auch Polen war dagegen, weil sie Angst hatten, dass wir keine gemeinsame Politik gegen\u00fcber Russland haben&#8220;, f\u00fchrte die Ex-Kanzlerin aus. &#8222;Meine Meinung war, wir m\u00fcssen dann eben daran arbeiten, eine gemeinsame Politik zu haben. Auf jeden Fall ist es nicht zustande gekommen, und ja, dann bin ich aus dem Amt geschieden, und dann hat die Aggression Putins begonnen. Wir werden heute nicht mehr kl\u00e4ren k\u00f6nnen, was gewesen w\u00e4re, wenn&#8220;, sagte Merkel.<\/p>\n<p>Estlands Au\u00dfenminister\u00a0Margus Tsahkna wies die Aussagen von Merkel als unversch\u00e4mt und falsch zur\u00fcck. Der Grund f\u00fcr Russlands\u00a0umfassende Aggression sei Putins Unf\u00e4higkeit, den Kollaps der Sowjetunion zu akzeptieren, sowie der\u00a0damalige\u00a0Wunsch der westlichen L\u00e4nder, mit Putin zu verhandeln und seine Taten zu ignorieren. Auch in den beiden anderen baltischen Staaten Lettland und Litauen wurden die Aussagen Merkels kritisch aufgefasst.<\/p>\n<p>17.50 Uhr: Beschuss im Gro\u00dfraum des Atomkraftwerks Saporischschja<\/p>\n<p>Die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) zeigt sich besorgt angesichts von Sch\u00fcssen im Gro\u00dfraum des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja. Das IAEA-Team vor Ort habe Beschuss in der N\u00e4he der Anlage geh\u00f6rt, teilt die Beh\u00f6rde auf X mit. Die Sch\u00fcsse seien aus dem Umfeld des Kraftwerks abgegeben worden, aber auch aus entgegengesetzter Richtung gekommen. IAEA-Chef Rafael Grossi warnt, dass der Beschuss die Risiken rund um das AKW erh\u00f6he, das seit fast zwei Wochen von der externen Stromzufuhr abgeschnitten ist. Europas gr\u00f6\u00dftes AKW wird von Russland kontrolliert. Zur K\u00fchlung der Anlage wird Strom ben\u00f6tigt, der derzeit aus Notstrom-Dieselgeneratoren kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.54 Uhr: Selenskyj kritisiert erneut Bauteil-Lieferungen an Moskau Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat seine Kritik an der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":478592,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4013],"tags":[331,332,309,10068,73447,775,13,121129,30427,14,15,4043,4044,850,307,4030,25102,12,317,306,107],"class_list":{"0":"post-478591","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-russland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-dmitri-medwedew","11":"tag-drohnen","12":"tag-franziska-brantner","13":"tag-friedrich-merz","14":"tag-headlines","15":"tag-internationale-atomenergiebehoerde","16":"tag-katherina-reiche","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-russia","20":"tag-russian-federation","21":"tag-russische-foederation","22":"tag-russland","23":"tag-russland-ukraine-krieg","24":"tag-saporischschja","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-ukraine","27":"tag-wladimir-putin","28":"tag-wolodymyr-selenskyj"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115329832378472574","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/478591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=478591"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/478591\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/478592"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=478591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=478591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=478591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}