{"id":479112,"date":"2025-10-07T04:32:12","date_gmt":"2025-10-07T04:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/479112\/"},"modified":"2025-10-07T04:32:12","modified_gmt":"2025-10-07T04:32:12","slug":"fentanyl-krise-in-den-usa-schmerzmittel-als-todesfalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/479112\/","title":{"rendered":"Fentanyl-Krise in den USA: Schmerzmittel als Todesfalle"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 07.10.2025 05:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Trotz sinkender Todeszahlen bleibt Fentanyl eine der gef\u00e4hrlichsten Drogen der USA. Die Regierung von Pr\u00e4sident Trump setzt auf harte Strafen &#8211; doch das ist f\u00fcr die Eltern vieler Opfer nicht genug.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/korrespondenten\/schneider-160.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Anne Schneider\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/schneider-158.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor wenigen Monaten hat Angela King ihren 20-j\u00e4hrigen Sohn Jack durch die Droge Fentanyl verloren. Jack hat Business an einer renommierten Uni studiert, im Football-Team gespielt. Nie w\u00e4ren Angela King und ihr Mann auf die Idee gekommen, dass er Fentanyl nimmt, erz\u00e4hlen sie im US-Fernsehsender CBS. Fentanyl betreffe nur Menschen auf der Stra\u00dfe, dachten sie, Obdachlose oder Drogens\u00fcchtige. &#8222;Der Stoff ist so heimt\u00fcckisch&#8220;, sagt King.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Fentanyl ist 50-mal st\u00e4rker als Heroin und 100-mal st\u00e4rker als Morphin. Bereits die Gr\u00f6\u00dfe eines Salzkorns von dem Wirkstoff kann t\u00f6dlich sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anne Milgram war von 2021 bis 2025 Leiterin der US-Drogenbek\u00e4mpfungsbeh\u00f6rde DEA. In dieser Zeit hat sie immer wieder erfahren m\u00fcssen, dass Fentanyl besonders von ganz jungen Menschen konsumiert wird: Jede Woche sterben daran 22 Teenager zwischen 14 und 18, sagt Milgram. Das sei praktisch eine Highschool-Klasse, die jede einzelne Woche Opfer der Droge werde.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Krise durch Schmerzmittel ausgel\u00f6st<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Fentanyl-Krise begann mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln wie Oxycontin, das ab 1996 aggressiv beworben wurde &#8211; angeblich mit geringem Suchtpotenzial. Was nicht stimmte: Millionen Menschen wurden abh\u00e4ngig, oft nach einer medizinischen Behandlung. Als die Rezepte ausliefen und die Patienten keinen Zugang mehr zu legalen Opioden hatten, griffen viele zu billigeren illegalen Alternativen wie Heroin und sp\u00e4ter zu dem noch billigeren Fentanyl.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Droge wird &#8211; mit Vorprodukten aus China &#8211; meistens in Mexiko produziert und von dort in die USA geschmuggelt. Die Biden-Administration hatte versucht, die Fentanyl-Schwemme in die USA durch mehr Grenzsicherung einzud\u00e4mmen. Au\u00dferdem hat sie &#8211; zusammen mit Mexiko &#8211; die Drogenkartelle bek\u00e4mpft. Ein weiterer Ansatz waren mehr Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention. Dennoch stieg die Zahl der Fentanyl-Toten zun\u00e4chst &#8211; auf 76.000 im Jahr 2023 &#8211; ging jedoch 2024 auf etwa 48.000 zur\u00fcck.<\/p>\n<p>    Kurs\u00e4nderung unter Trump<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der neue US-Pr\u00e4sident Donald Trump verfolgt einen anderen Ansatz &#8211; insbesondere eine deutlich h\u00e4rtere Linie gegen Mexiko.\u00a0Schon im Januar hatte Trump acht lateinamerikanische Drogenkartelle als terroristische Vereinigung eingestuft und Mexiko mit Strafz\u00f6llen gedroht. Um die zu vermeiden, haben die mexikanischen Beh\u00f6rden zahlreiche Schwerkriminelle an die USA ausgeliefert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der HALT Fentanyl Act, der auch von etlichen Demokraten mit verabschiedet wurde, sieht au\u00dferdem h\u00f6here Mindeststrafen f\u00fcr den Fentanyl-Handel vor. Allerdings hat Trump auf der anderen Seite Geld f\u00fcr Therapieprogramme gestrichen. Ob die Zahl der Fentanyl-Toten durch Trumps harten Kurs sinkt, bleibt abzuwarten. Vorl\u00e4ufige Berechnungen zeigen zumindest keinen neuen Anstieg.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>    Aufkl\u00e4rung an Schulen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Viele Eltern, deren Kinder an Fentanyl gestorben sind, begr\u00fc\u00dfen Trumps Politik grunds\u00e4tzlich, finden sie aber zu einseitig. So auch Gregory Swan, Mitbegr\u00fcnder der Organisation &#8222;Fentanyl Fathers&#8220;, also etwa &#8222;V\u00e4ter von Fetanylopfern&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Er setzt sich f\u00fcr mehr Aufkl\u00e4rung an den Schulen ein. Immer wieder mache er die Erfahrung, dass die Schulen glaubten, sie h\u00e4tten kein Drogenproblem. Seine Mitarbeiter und er w\u00fcrden dann eine Karte zeigen, auf der die Drogenumschlagpl\u00e4tze rundum gezeigt werden. Das Ziel dabei: Die Kinder zu warnen, bevor sie das erste Mal mit\u00a0Fentanyl in Ber\u00fchrung kommen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 07.10.2025 05:01 Uhr Trotz sinkender Todeszahlen bleibt Fentanyl eine der gef\u00e4hrlichsten Drogen der USA. 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