{"id":479610,"date":"2025-10-07T09:15:14","date_gmt":"2025-10-07T09:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/479610\/"},"modified":"2025-10-07T09:15:14","modified_gmt":"2025-10-07T09:15:14","slug":"warum-bremens-umweltsenatorin-zurueckgetreten-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/479610\/","title":{"rendered":"Warum Bremens Umweltsenatorin zur\u00fcckgetreten ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\nFragen &amp; Antworten<\/p>\n<p>Standdatum: 7. Oktober 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nMilan Jaeger<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr kam bei einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von Radio Bremen heraus, dass nur 30 Prozent der Befragten Kathrin Moosdorf \u00fcberhaupt kannten. Jetzt ist die Polit-Quereinsteigerin zur\u00fcckgetreten. (Archivbild)<\/p>\n<p>Bild: dpa | Sina Schuldt<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Am Samstag zog Kathrin Moosdorf die Rei\u00dfleine: Nach der Kritik an den Umst\u00e4nden der Entlassung von Staatsr\u00e4tin Strebl ist die Senatorin zur\u00fcckgetreten. Doch wie kam es dazu?<\/p>\n<p>Was ist die Vorgeschichte des R\u00fccktritts?<\/p>\n<p>Am Montag vor drei Wochen, 15. September, verschickte das Umweltressort eine Pressemitteilung zum Abgang von Staatsr\u00e4tin Irene Strebl. In der lobte Kathrin Moosdorf (Gr\u00fcne) Strebl f\u00fcr ihre Verdienste. Die 59-j\u00e4hrige Strebl war unter anderem mit der Rekommunalisierung der Stadtreinigung befasst. Weiter hie\u00df es in der Mitteilung, dass Strebl nicht wegen eines Zerw\u00fcrfnisses oder im Streit, sondern aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden gehe.<\/p>\n<p>Ein paar Tage nach der ersten Erkl\u00e4rung sagte Moosdorf pl\u00f6tzlich, dass sie nicht mehr das Vertrauen in Strebl gehabt habe. Der Verdacht der Opposition: Mit dieser Begr\u00fcndung kann Strebl in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden, was f\u00fcr sie finanziell deutlich lukrativer ist als ein blo\u00dfes Ausscheiden aus dem Dienst. Denn: Strebl war etwas l\u00e4nger als zwei Jahre im Amt. Staatsr\u00e4te, die nach diesem Zeitpunkt entlassen werden, haben drei Monate lang Anspruch auf das volle Gehalt in H\u00f6he von 11.400 Euro. Weitere drei Jahre flie\u00dfen dann noch 72 Prozent des Gehalts und ab dann weitere drei Jahre immerhin noch 35 Prozent.<\/p>\n<p>Wer vor diesem Zeitpunkt gek\u00fcndigt wird oder freiwillig geht, verliert diese Anspr\u00fcche und muss obendrein noch Rentenversicherung nachzahlen. F\u00fcr die Opposition lag daher der Verdacht im Raum, dass Moosdorf Strebl den Abgang auf Kosten der Steuerzahler vergolden wollte.<\/p>\n<p>Wie reagierte die Opposition?<\/p>\n<p>Am vergangenen Donnerstag musste sich Moosdorf im Haushalts- und Finanzausschuss den Fragen der Opposition stellen. Viele Fragen beantwortete sie hier allerdings nicht, sondern erweckte den Eindruck, blo\u00df nicht noch mehr Fehler machen zu wollen. Sp\u00e4testens nach dieser Sitzung lag ihr R\u00fccktritt im Raum, die FDP forderte diesen, die CDU k\u00fcndigte an, einen Untersuchungsausschuss pr\u00fcfen zu wollen.<\/p>\n<p>Wie reagierte der Senat auf Moosdorfs R\u00fccktritt?<\/p>\n<p>Am Samstag teilt Moosdorf mit, dass sie ihren Hut nimmt. Bezeichnend: Niemand von den Gr\u00fcnen sprang ihr zur Seite. Das war auch schon am Donnerstag im Haushalts- und Finanzausschuss zu beobachten, als die Regierungskoalition von SPD, Gr\u00fcnen und Linken schweigend dabei zusahen, wie CDU, FDP und B\u00fcndnis Deutschland Moosdorf mit ihren Fragen l\u00f6cherten.<\/p>\n<p>Und wie geht es jetzt weiter?<\/p>\n<p>Jetzt m\u00fcssen die Gr\u00fcnen eine Nachfolgerin f\u00fcr Moosdorf finden. Eine Interimsl\u00f6sung scheint schon einmal gefunden zu sein: Am Dienstag will sich der Senat auf Finanzsenator Bj\u00f6rn Fecker (Gr\u00fcne) als \u00dcbergangsl\u00f6sung festlegen. Doch bis November soll eine offizielle Nachfolge f\u00fcr Moosdorf gefunden werden. Und auch mit Blick auf die n\u00e4chste B\u00fcrgerschaftswahl brauchen die Gr\u00fcnen jetzt einen Plan B: Moosdorf war n\u00e4mlich als Spitzenkandidatin f\u00fcr den Wahlkampf im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Kirsten Kappert-Gonther wird nicht Nachfolgerin der zur\u00fcckgetretenen Umweltsenatorin Kathrin Moosdorf. Nach Informationen von buten un binnen will die Gr\u00fcnen-Politikerin ihr Bundestagsmandat behalten. Damit scheidet eine Favoritin um die Amtsnachfolge aus. <\/p>\n<p>Der Untersuchungsausschuss, den die CDU forderte, ist zwar erstmal vom Tisch. Die Christdemokraten fordern aber weiter Aufkl\u00e4rung: &#8222;Gibt es weitere \u00e4hnliche sogenannte goldene Handschl\u00e4ge im Senat Bovenschulte?&#8220;  <\/p>\n<p>Die Frage, wie die Regierungskoalition und der Senat aus der Causa Strebl herauskommen, ist also noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. <\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen, 4. Oktober 2025, 19:30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fragen &amp; Antworten Standdatum: 7. Oktober 2025. 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