{"id":480022,"date":"2025-10-07T13:03:16","date_gmt":"2025-10-07T13:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480022\/"},"modified":"2025-10-07T13:03:16","modified_gmt":"2025-10-07T13:03:16","slug":"baden-wuerttemberg-cdu-politiker-fordert-schueler-zum-putzen-von-schulen-auf-wuerde-uns-finanziell-entlasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480022\/","title":{"rendered":"Baden-W\u00fcrttemberg: CDU-Politiker fordert Sch\u00fcler zum Putzen von Schulen auf \u2013 \u201eW\u00fcrde uns finanziell entlasten\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnds Oberb\u00fcrgermeister Richard Arnold sucht nach Einsparm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Kommunen. Der CDU-Politiker will die Sch\u00fcler st\u00e4rker in die Pflicht nehmen \u2013 durch Putzdienste. Eltern- und Sch\u00fclervertreter \u00fcben scharfe Kritik, Verdi ruft zu einer Demonstration auf.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Sch\u00fcler sollten sich wieder an der Reinigung der Klassenzimmer beteiligen, fordert der Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnder Oberb\u00fcrgermeister Richard Arnold (CDU) angesichts finanzieller Probleme der Kommunen. Fr\u00fcher h\u00e4tten die Sch\u00fcler noch freitags und samstags die Tafel geputzt und den Boden in den Schulen gekehrt, sagte er in der SWR-Sendung \u201eZur Sache!\u201c.<\/p>\n<p>\u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass das wieder eingef\u00fchrt wird in den Klassenr\u00e4umen\u201c, sagte Arnold. \u201eDas w\u00fcrde uns finanziell entlasten und w\u00fcrde vielleicht auch ein St\u00fcck Verantwortung wieder zur\u00fcckgeben an die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und auch an die Lehrer.\u201c Er verwies darauf, dass Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd pro Jahr 4,5 Millionen Euro f\u00fcr die Reinigung von Schulen, Kitas und anderen \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden ausgebe.<\/p>\n<p>Arnold ist seit 2009 Oberb\u00fcrgermeister von Schw\u00e4bisch-Gm\u00fcnd. Die Kommune steht \u2013 wie viele andere \u2013 finanziell massiv unter Druck.<\/p>\n<p>Sch\u00fclervertreter haben den Vorschlag aus der CDU scharf kritisiert. \u201eDer Vorschlag von OB Richard Arnold ist aus unserer Sicht unsinnig und nicht zielf\u00fchrend\u201c, teilte der Landessch\u00fclerbeirat Baden-W\u00fcrttemberg mit. Die Vertreter halten das Einsparpotenzial durch eine solche Ma\u00dfnahme f\u00fcr \u00fcberschaubar. \u201eZum anderen ist es im ohnehin schon eng getakteten Schulalltag kaum m\u00f6glich, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zus\u00e4tzlich zum Putzen heranzuziehen\u201c, hie\u00df es in der Mitteilung. <\/p>\n<p>\u201eDa die Pausen der Erholung dienen \u2013 nicht der Reinigung \u2013, m\u00fcssten sie Unterrichtszeit opfern.\u201c Auch nach dem Unterricht sei das Putzen der Klassenzimmer nicht m\u00f6glich, weil die Sch\u00fcler ihre meistens knapp getakteten Busse erreichen m\u00fcssten. Der Vorschlag spare vor allem an der Zukunft: \u201eAnstatt in Bildung zu investieren, sollen Kinder und Jugendliche ihre Klassenzimmer selbst putzen, statt Mathe oder Deutsch zu lernen oder eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten\u201c, schrieb der Landessch\u00fclerbeirat.<\/p>\n<p>Kinder keine \u201everschmutzenden Schmarotzer\u201c<\/p>\n<p>Elternvertreter fordern nach dem Vorschlag aus der CDU eine ausk\u00f6mmliche Finanzierung der Schulen durch die Kommunen und das Land. \u201eDie eklatante Finanznot der Kommunen muss politisch gel\u00f6st werden\u201c, sagte der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Sebastian K\u00f6lsch. \u201eAber Narrative, die Kinder und Jugendliche als eine Art verschmutzende Schmarotzer darstellen, die gef\u00e4lligst mit anpacken m\u00fcssen, verkennen die Pflicht der Kommunen, Kinder zu ihrem Recht auf Bildung zu verhelfen.\u201c<\/p>\n<p>K\u00f6lsch sagte, die Kommunen seien dazu eingeladen, mit dem Land die ausreichende Finanzierung f\u00fcr den laufenden Betrieb der Schulen, als auch notwendige bauliche Ma\u00dfnahmen neu zu verhandeln. Sch\u00fcler w\u00fcrden sich zudem bereits heute f\u00fcr die Sauberkeit an Schulen engagieren. \u201eAn vielen Schulen im Land sind Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler regelm\u00e4\u00dfig eingesetzt, sich um die Sauberkeit des eigenen Schulgeb\u00e4udes zu k\u00fcmmern\u201c, so K\u00f6lsch. \u201eDas reicht von Hofdiensten \u00fcber Klassenzimmerdienste bis hin zu Sauberkeitsbotschaftern, die ihre Mitsch\u00fcler bei Bedarf erinnern, dass es auch einen M\u00fclleimer gibt.\u201c<\/p>\n<p>Demonstration unter dem Motto \u201eKinder sind keine Reinigungskr\u00e4fte\u201c<\/p>\n<p>Der Gemeindetag spricht von einer \u201edramatischen Schieflage\u201c in Bezug auf die Kommunalhaushalte. \u201eDies ist keine abstrakte Feststellung, sondern mit ganz konkreten Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit der Menschen verbunden.\u201c Die St\u00e4dte und Gemeinden seien gezwungen, bei allen Aufgaben nach Einsparm\u00f6glichkeiten zu suchen. Der Vorschlag, die Nutzer \u00f6ffentlicher Einrichtungen \u2013 wie hier die Sch\u00fcler \u2013 st\u00e4rker einzubeziehen, werde dabei sicherlich eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Verdi Baden-W\u00fcrttemberg ruft dagegen unter dem Motto \u201eKinder sind keine Reinigungskr\u00e4fte\u201c am 8. November in Stuttgart zu einer Demonstration f\u00fcr die St\u00e4rkung der kommunalen Finanzen auf. Landeschefin Maike Schollenberger sagte: \u201eDass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Arbeit von Reinigungskr\u00e4ften ersetzen sollen, ist auch eine Frechheit gegen\u00fcber unseren Kolleginnen und Kollegen, die f\u00fcr diese Arbeit qualifiziert sind.\u201c<\/p>\n<p>dpa\/dol<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnds Oberb\u00fcrgermeister Richard Arnold sucht nach Einsparm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Kommunen. 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