{"id":480363,"date":"2025-10-07T16:11:11","date_gmt":"2025-10-07T16:11:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480363\/"},"modified":"2025-10-07T16:11:11","modified_gmt":"2025-10-07T16:11:11","slug":"vbw-lobt-digitalausbau-in-oberbayern-doch-wie-stark-verzerrt-muenchen-das-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480363\/","title":{"rendered":"vbw lobt Digitalausbau in Oberbayern \u2013 Doch wie stark verzerrt M\u00fcnchen das Bild?"},"content":{"rendered":"<p class=\"em_text\"><strong>Ob cloudbasierte Anwendungen, Teamsbesprechungen im Homeoffice oder auch Fernwartung von Maschinen: Die Gr\u00fcnde, weshalb Unternehmen heute auf schnelles  Internet  angewiesen sind, gehen weit \u00fcber E-Mail-Verkehr oder die Abwicklung von Bestellungen hinaus.  Bei der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) ist man deshalb \u00fcberzeugt: \u201eMit der Verf\u00fcgbarkeit von leistungsf\u00e4higer digitaler Infrastruktur steht und f\u00e4llt die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Unternehmen\u201c, sagte Norbert Peine, stv. Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe M\u00fcnchen-Oberbayern, bei einem Pressegespr\u00e4ch am Dienstag. <\/strong><\/p>\n<p>Und diese Verf\u00fcgbarkeit wird  in Oberbayern gem\u00e4\u00df aktueller vbw-Daten  immer besser: Die Versorgung von Haushalten mit 1000 Mbit ist, seit der letzten Erhebung von 78,4 auf 80,8 Prozent gestiegen. Damit liegt man rund acht Prozent \u00fcber den bayerischen Landesschnitt. Bei der vbw f\u00fchrt man das darauf zur\u00fcck, dass die diversen F\u00f6rderprogramme der Politik fruchten.<\/p>\n<p>Aber:  Nur ein Teil der Haushalte bekommt die hohen Bandbreiten \u00fcber die zukunftr\u00e4chtige Glasfasertechnologie. Zwar stieg die Glasfaserversorgung zuletzt deutlich um 8,2 Prozentpunkte. Mit einem Wert von 47,2 Prozent ist aber trotzdem noch nicht einmal jeder zweite Haushalt angeschlossen. <\/p>\n<p>    Glasfasernetze besonders in Gewerbegebieten dicht<\/p>\n<p class=\"em_text\">Besser sieht es in den Gewerbegebieten aus \u2013 also da, wo viele Unternehmen sitzen: Hier sind rund 63 Prozent ans Glasfasernetz angeschlossen. Zur Wahrheit geh\u00f6rt aber auch: Trotz vieler F\u00f6rderprogramme haben viele Unternehmen nur deshalb eine gute Internetversorgung, weil sie selbst in Vorleistung gegangen sind und sich die betreffenden Leitungen selbst legen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>So auch die Andreas Karl GmbH aus Fahrenzhausen (Lkr. Freising), Herstellerin von Arbeitsplatzsystemen. \u201eEine Internetverbindung \u00fcber Satellit haben wir gepr\u00fcft, aber f\u00fcr unsere Bed\u00fcrfnisse war das keine Option\u201c, berichtet Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Karl, gleichzeitig Vizepr\u00e4sident des Metallarbeitgeberverbands bayme vbm.   Stattdessen entschied man  sich f\u00fcr einen Ausbau auf eigene Kosten \u2013 eine Entscheidung, die man nicht bereut habe: \u201eSeit Corona hat nat\u00fcrlich das Homeoffice auch in unserem Haus stark zugenommen, manche Kollegen kommen nur zwei oder drei Mal pro Woche ins B\u00fcro. \u201eOhne gute Anbindung lie\u00dfe sich der Datenstrom nicht bewerkstelligen\u201c, ist Karl \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich die Situation bei Br\u00fcckner ins Siegsdorf (Lkr. Traunstein): Thomas Schlicht, als Export System Manager verantwortlich f\u00fcr die Internetversorgung des Maschinenbauers erinnert daran, wie hoch der Datenstrom alleine f\u00fcr eine Videokonferenz ist: \u201eMit jedem Teilnehmer innerhalb des Unternehmens verzigfacht sich schlie\u00dflich der Datenverkehr\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"em_text\">Fr\u00fcher h\u00e4tte ich gesagt: Das schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass der Grill ausf\u00e4llt. Heute ist es ein Internetausfall.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"em_text\"><strong>Andreas Reisert vom McDonald&#8217;s-Betreiber ARR Holding <\/strong><\/p>\n<p>Aber nicht nur die Industrie, auch Dienstleister sind dringend auf gutes Internet angewiesen: Die ARR Holding aus M\u00fcnchen beispielsweise ist  Betreiberin von neun McDonalds-Filialen  rund um die Landeshauptstadt, 400 Mitarbeiter besch\u00e4ftigt das Unternehmen. \u201eFr\u00fcher h\u00e4tte ich gesagt: Das schlimmste, was uns passieren kann, ist, dass der Grill ausf\u00e4llt\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Andreas Reisert. Heute sei der \u201eSupergau\u201c ein Internetausfall. \u201eDann geht gar nichts mehr.\u201c<\/p>\n<p>Das  deshalb \u201enoch mehr geht\u201c in Sachen Ausbau \u2013 auch auf dem flachen Land \u2013 daf\u00fcr machte sich beim Pressegespr\u00e4ch Peter Ostenrieder, B\u00fcrgermeister der Gemeinde Peiting (Lkr. Weilheim-Schongau) stark. Er erinnerte daran, dass Oberbayern seiner Meinung nur deshalb so gut dasteht, weil die sehr gut ausgebaute Metropolregion M\u00fcnchen den Schnitt nach oben verzerre. Tats\u00e4chlich gebe es aber noch immer viele \u201ewei\u00dfe Flecken\u201c \u2013 gerade auch, was die Versorgung mit schnellem Internet per Handy angeht. <\/p>\n<p>    Handynetz: Empfangsqualit\u00e4t  in allen oberbayerischen Teilregionen mit Schw\u00e4chen<\/p>\n<p class=\"em_text\">Auch diese hat sich die vbw in der Studie angesehen  und kommt zum Schluss: \u201eDie Empfangsqualit\u00e4t wei\u00dft in allen oberbayerischen Teilregionen Schw\u00e4chen auf.\u201c Bei einer Befahrung Ende 2024 habe keiner der drei Mobilfunk-Provider an mehr als 68,8 Prozent der Messpunkte eine gute Empfangsqualit\u00e4t gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen. \u201eDie Herausforderung liegt also nur zum Teil darin, L\u00fccken in der Fl\u00e4che zu schlie\u00dfen. Wir stehen gleichzeitig auch vor der Herausforderung, verbliebene Schw\u00e4chen in den bereits ausgebauten Netzteilen zu beheben \u2013 vor allem mit Blick auf die gestiegene Nachfrage oder Neubauten\u201c, so vbw-Bezirksvize Peine.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ob cloudbasierte Anwendungen, Teamsbesprechungen im Homeoffice oder auch Fernwartung von Maschinen: Die Gr\u00fcnde, weshalb Unternehmen heute auf schnelles&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":480364,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,1268],"class_list":{"0":"post-480363","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115333764577794248","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=480363"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480363\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/480364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=480363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=480363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=480363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}