{"id":480496,"date":"2025-10-07T17:25:13","date_gmt":"2025-10-07T17:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480496\/"},"modified":"2025-10-07T17:25:13","modified_gmt":"2025-10-07T17:25:13","slug":"polizei-aktion-in-dormagen-duesseldorf-und-koeln-mehrere-festnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480496\/","title":{"rendered":"Polizei-Aktion in Dormagen, D\u00fcsseldorf und K\u00f6ln mehrere Festnahmen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> \u201eHallo, hier spricht Herr Meier von Ihrer Bank. Auf Ihrem Konto wurden auff\u00e4llige Kontobewegungen festgestellt. Um das kontrollieren zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen wir Ihre PIN und Ihre EC-Karte. Ein Mitarbeiter der Bank kommt gleich zu Ihnen und holt die Karte zur Pr\u00fcfung ab.\u201c &#8211; So oder so \u00e4hnlich werden viele, vor allem \u00e4ltere Menschen Opfer von Telefonbetrug. Seit mehreren Jahren nutzen international organisierte Banden diese Masche und ergaunern sich dadurch hohe Verm\u00f6genswerte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am fr\u00fchen Dienstagmorgen ging die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polizei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a> vor allem in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/dormagen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dormagen<\/a> in einer Gro\u00dfaktion gegen eine dieser T\u00e4tergruppierungen vor. Einsatzkr\u00e4fte der Polizei und der Staatsanwaltschaft durchsuchten insgesamt 25 Wohn- und Gewerbeobjekte in Dormagen, D\u00fcsseldorf, K\u00f6ln und dem Rhein-Erft-Kreis. 15 der durchsuchten Objekte lagen auf Dormagener Stadtgebiet (au\u00dferdem jeweils eines in Bedburg, D\u00fcsseldorf und Kerpen, drei in Bergheim und K\u00f6ln sowie zwei in Erftstadt). F\u00fcnf m\u00e4nnliche deutsche und italienische Tatverd\u00e4chtige im Alter von 18 bis 24 Jahren wurden bereits festgenommen; Grundlage daf\u00fcr waren durch die Staatsanwaltschaft erwirkte Haftbefehle. Ein weiterer Haftbefehl wurde gegen einen 20-j\u00e4hrigen Deutschen vollstreckt, er sitzt allerdings bereits wegen anderer Taten in Haft. Auch bez\u00fcglich der Festnahmen lag der Hotspot offenbar in der Region: F\u00fcnf der M\u00e4nner kommen aus Dormagen, so die Staatsanw\u00e4ltin. Nur einer von ihnen ist K\u00f6lner. Restrepo Rodriguez von der D\u00fcsseldorfer Staatsanwaltschaft sagte unserer Redaktion, dass die Festnahmen allesamt um sechs Uhr morgens stattfanden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wie lief das ab? Besonders aufsehenerregend ging es am fr\u00fchen Morgen auf dem Dormagener Rathausplatz zu. Einer der Beschuldigten Dormagener war offenbar beruflich auf dem Wochenmarkt zugange, der dort stattfand. Die Staatsanw\u00e4ltin sagt auf Nachfrage: \u201eIch kann best\u00e4tigen, dass eine Person auf ihrer Arbeitsstelle verhaftet wurde.\u201c Weiter erkl\u00e4rte sie, dass die Staatsanwaltschaft es \u00fcblicherweise vermeide, Menschen an ihrer Arbeitsstelle zu verhaften.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei dem Dormagener kam dann offenbar aber wirklich alles zusammen, der Plan der Staatsanwaltschaft ging n\u00e4mlich nicht auf: \u201eDies war vorliegend jedoch nicht m\u00f6glich, weil es heute der erste Arbeitstag des Beschuldigten war, wovon aufseiten der Ermittlungsbeh\u00f6rden keine Kenntnis bestand. Es war vielmehr geplant, ihn zu Hause zu verhaften. Im Hinblick auf den fr\u00fchen Arbeitsbeginn (6 Uhr) war dies jedoch nicht m\u00f6glich\u201c, sagte Rodriguez.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Anschluss an die Verhaftungen starteten die Einsatzkr\u00e4fte dann umfangreiche Hausdurchsuchungen in allen St\u00e4dten, bei denen auch Beweismittel sichergestellt werden konnten. Insbesondere wurden Handys bei den Beschuldigten sichergestellt. In Summe waren ganze 250 Ermittler an dem Einsatz in der Region beteiligt. Darunter waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch sogenannte Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE).<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Person hat bei dem Einsatz offenbar au\u00dferdem kleinere Blessuren davongetragen. Die Staatsanw\u00e4ltin teilt auf Nachfrage mit, dass es sich dabei aber weder um eine Einsatzkraft noch um einen der Beschuldigten handelt. Vielmehr sei es eine \u201ean sich unbeteiligte Person, die leicht verletzt wurde\u201c, w\u00e4hrend sie Widerstand leistete. Konkret handle es sich um Nasenbluten, das keine \u00e4rztliche Behandlung erforderte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dem Einsatz am Dienstag waren umfangreiche Ermittlungsarbeiten der Polizei vorausgegangen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, war daf\u00fcr bei der Kreispolizeibeh\u00f6rde <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/neuss\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neuss<\/a> extra eine Ermittlungskommission gebildet worden. Rund zehn Polizeibeamte hatten rund ein halbes Jahr ermittelt, um den Beschuldigten auf die Schliche zu kommen, sagt Staatsanw\u00e4ltin Rodriguez.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei identifizierten die Beamten eine Gruppe von bislang 27 Tatverd\u00e4chtigen mit bulgarischer, deutscher, italienischer, irakischer, kongolesischer, mazedonischer, rum\u00e4nischer, somalischer und syrischer Staatsangeh\u00f6rigkeit im Alter von 18 bis 26 Jahren. Ihr werden insgesamt 140 Betrugstaten nach dem oben beschriebenen Muster in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/nordrhein-westfalen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nordrhein-Westfalen<\/a>, Niedersachsen und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rheinland-pfalz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rheinland-Pfalz<\/a> zur Last gelegt. Der Gesamtschaden bel\u00e4uft sich auf mehr als 300.000 Euro. Der h\u00f6chste Einzelschaden, der eine Person getroffen hatte, bel\u00e4uft sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf 61.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die f\u00fcnf festgenommenen Beschuldigten wurden dem Ermittlungsrichter vorgef\u00fchrt und sitzen jetzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der gefundenen Beweismittel, dauern an.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Bandenbetrug wird mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren bestraft. Bis zu einer m\u00f6glichen, rechtskr\u00e4ftigen Verurteilung gelten die Verd\u00e4chtigen als unschuldig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eHallo, hier spricht Herr Meier von Ihrer Bank. Auf Ihrem Konto wurden auff\u00e4llige Kontobewegungen festgestellt. 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