{"id":480513,"date":"2025-10-07T17:34:12","date_gmt":"2025-10-07T17:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480513\/"},"modified":"2025-10-07T17:34:12","modified_gmt":"2025-10-07T17:34:12","slug":"festival-humor-ist-wenn-mann-trotzdem-lacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480513\/","title":{"rendered":"Festival: Humor ist, wenn Mann trotzdem lacht"},"content":{"rendered":"<p>Beim \u201eFestival der komischen Frauen\u201c zeigen in drei Wochen mehr als zwanzig Comediennes ihre Programme in den drei Schmidt Theatern an der Reeperbahn. Nach der Er\u00f6ffnung durch die Zweite B\u00fcrgermeisterin Katharina Fegebank (Gr\u00fcne) moderierte Daphne de Luxe die h\u00f6chst unterhaltsame Er\u00f6ffnungsgala.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Katharina Fegebank, Zweite B\u00fcrgermeisterin Hamburgs, er\u00f6ffnete am Montag im Schmidts Tivoli das \u201eFestival der komischen Frauen\u201c im Schmidts Tivoli. Sie habe das Gef\u00fchl, \u201eFrauen ziehen sich gerade immer mehr zur\u00fcck, verschwinden aus der \u00d6ffentlichkeit, aber: Frauen geh\u00f6ren ins Rampenlicht.\u201c Mit feministischem (Selbst)Bewusstsein erkl\u00e4rte die Politikerin der Gr\u00fcnen: \u201eFrauen sind, wie sie sind, sie k\u00f6nnen alles und geh\u00f6ren \u00fcberall hin.\u201c Und Fegebank beschwor die weiblichen Werte \u201eSt\u00e4rke, Selbstbewusstsein und Solidarit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Daphne de Luxe, Entertainerin mit Leibesf\u00fclle und Seelenh\u00fclle, entf\u00fchrte anschlie\u00dfend das Publikum in eine ganze Reihe schr\u00e4ger Welten. Da gab es Expeditionen ins Tierreich und was man aus ihnen f\u00fcr das eigene Sexualverhalten lernen kann, Expeditionen in die Welt langj\u00e4hriger Beziehungen und was man aus ihnen f\u00fcr das eigene Sexualverhalten ableiten kann sowie Expeditionen in die Welt der B\u00fchne und was sich daraus f\u00fcr Emanzipation ableiten l\u00e4sst. Damit bewegte sich de Luxe etwa im Zentrum dessen, was den weiblichen Humor unter der G\u00fcrtellinie vom m\u00e4nnlichen Humor unter der G\u00fcrtellinie unterscheiden k\u00f6nnte. Das st\u00e4rkere Kriterium bleibt allerdings die  Qualit\u00e4t, Komischsein oder Nichtsein? Das ist hier die Frage. <\/p>\n<p>\u201eSchallendes Gel\u00e4chter aus weiblicher Perspektive\u201c<\/p>\n<p>Schmidt-Intendant Corny Littmann stellt dazu fest: \u201eHumor ist keine Frage des Geschlechts \u2013 aber die B\u00fchnenrealit\u00e4t zeigt, dass Frauen in der Comedy noch immer unterrepr\u00e4sentiert sind. Mit unserem Frauen-Comedy-Festival wollen wir nicht nur gro\u00dfartige K\u00fcnstlerinnen feiern, sondern auch ein Zeichen setzen: F\u00fcr mehr Sichtbarkeit, mehr Vielfalt und mehr schallendes Gel\u00e4chter aus weiblicher Perspektive.\u201c Das alles gelang am Auftaktabend gl\u00e4nzend, an dem auch die M\u00e4nner im Publikum bewiesen, dass sie schallend aus weiblicher Perspektive zu lachen im Stande sind. Die Frauen hatten ohnehin ihren Spa\u00df.<\/p>\n<p>Daphne de Luxe spielte aber nicht nur Teile aus dem eigenen Programm, sondern fungierte auch als Ansagerin f\u00fcr ihre Kolleginnen Katie Freudenschuss, Maria Clara Groppler, Patricia Moresco und Malad\u00e9e. Freudenschuss arbeitete sich zun\u00e4chst am Sexismus des Schlagers \u201eIch m\u00f6chte\u2018 der Knopf an deiner Bluse sein\u201c von Bata Illic aus dem Jahre 1976 ab, bevor sie einen ihrer beliebten Improvisationssongs nach Zurufen aus dem Publikum auf Basis bekannter Hits kreierte, wobei sich langsam der Verdacht einschleicht, dass die K\u00fcnstlerin sich \u201eWe are the Champions\u201c gelegentlich selbst w\u00fcnscht, weil sich das gut neu betexten l\u00e4sst. Das Impro-Ergebnis war wieder einmal sehr komisch, insbesondere der Reim \u201eDenn das wei\u00df jeder Jochen, Frauen k\u00f6nnen auch kochen\u201c hat das Zeug zum Klassiker. Freudenschuss tritt gemeinsam mit Gerburg Jahnke erneut am 20. Oktober im Schmidts Tivoli vor das Publikum.<\/p>\n<p>Malad\u00e9e \u2013 die gro\u00dfe Dramatische mit Liebe zum Chanson<\/p>\n<p>Der zweite Auftritt des Abends darf als Humorsenke des Abends bezeichnet werden. Maria Clara Groppler, 26, arbeitet sich in ihren Scherzen \u00fcber M\u00e4nner, gelegentlich auch Frauen, arg an Klischees ab. Da bleibt vieles oft geh\u00f6rt oder erwartbar. Groppler zeigt ihr ihrem ersten Programm \u201eJungfrau\u201c ihr zweites Programm \u201eMehrjungfrau\u201c, das Fans am 27. Oktober im Schmidt Theater komisch finden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Echt komisch hingegen war Patricia Moresco mit ihrem glaubw\u00fcrdigen Programm \u201eOverkill\u201c. Die Italienierin mit Berliner Schnauze verf\u00fcgt \u00fcber eine herrliche Selbstironie, die schnell zur prototypischen Beschreibung ihrer Generation in Differenz zur Jugend von heute wird. Wer nicht viel mit dem Zeitgeist am Hut hat, kommt hier auf ihre und seine Kosten. Moresco bereichert das Festival am 19. Oktober im Schmidtchen mit einem Soloauftritt. Den Abschluss des komischen Er\u00f6ffnungsabend gestaltete Malad\u00e9e mit solidem Hang zum gro\u00dfen franz\u00f6sischen Chanson und zur Nutzung dreier Herren aus dem Publikum als Malad\u00e9e-Halter. Sehr witzig. Die gro\u00dfe Dramatische, Malad\u00e9e, tritt am 13. Oktober mit \u201eNachgelegt \u2013 Bekenntnisse einer ganz normalen G\u00f6ttin\u201c im Schmidt Theater in Erscheinung. <\/p>\n<p>Zum Abschluss Comedy Open Stage<\/p>\n<p>Nach den \u00fcberwiegend \u00fcberzeugenden Appetith\u00e4ppchen treten neben den genannten komischen Frauen auch Marie Diot, Lisa Feller, Woody Feldmann und viele weitere auf. Der bunte Abend \u201eMic Drop an Dance\u201c mit Comedy Open Stage und Abschlussparty beendet das \u201eFestival der komischen Frauen\u201c am 31. Oktober im Schmidtchen.<\/p>\n<p>Das volle Programm unter: www.tivoli.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim \u201eFestival der komischen Frauen\u201c zeigen in drei Wochen mehr als zwanzig Comediennes ihre Programme in den drei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":480514,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[81461,29,18786,30,692,1570,81460,81462],"class_list":{"0":"post-480513","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-corny","9":"tag-deutschland","10":"tag-fegebank","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-katharina","14":"tag-littmann","15":"tag-schmidt-theater-hamburg"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115334091034630201","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480513","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=480513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/480513\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/480514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=480513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=480513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=480513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}