{"id":480761,"date":"2025-10-07T19:56:13","date_gmt":"2025-10-07T19:56:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480761\/"},"modified":"2025-10-07T19:56:13","modified_gmt":"2025-10-07T19:56:13","slug":"pro-israel-demo-in-bremen-zum-zweiten-jahrestag-des-hamas-massakers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/480761\/","title":{"rendered":"Pro-Israel-Demo in Bremen zum zweiten Jahrestag des Hamas-Massakers"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich hatte Carolin Bohl schon am Abend des 6. Oktober 2023 nach Tel Aviv abreisen wollen, um den R\u00fcckflug nach Deutschland anzutreten. Kurzfristig entschied sie sich allerdings, die Nacht doch noch im Kibbuz Nir Oz zu verbringen. Dem &#8222;Himmel auf Erden&#8220;, wie sie ihrer Mutter mitgeteilt hatte. Doch dann kam alles anders. Per Messenger-Nachricht schrieb die 22-J\u00e4hrige ihrer Mutter am n\u00e4chsten Morgen, es herrsche Krieg. Aber sie solle sich keine Sorgen machen, sie seien im Bunker. Um 8.06 Uhr erreichte Sonja Bohl-Dencker die letzte Nachricht ihrer Tochter. &#8222;Ich liebe dich mit meinem ganzen Herzen, Mommichen. Und bin dir unendlich dankbar f\u00fcr alles, alles, alles.&#8220;<\/p>\n<p>Bei der Gedenkkundgebung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) unter dem Motto &#8222;F\u00fcr Frieden und Freiheit&#8220; am sp\u00e4ten Dienstagnachmittag stand die Rede von Sonja Bohl-Dencker im Mittelpunkt. Die 58-J\u00e4hrige aus Otersen im Landkreis Verden erinnerte an ihre einzige Tochter, zu der sie eine &#8222;sehr enge Bindung&#8220; gehabt hatte. Mit ihrem guten Freund Danny, einem britisch-israelischen Staatsb\u00fcrger, war die Studentin nach Israel gereist. Er wollte ihr den Ort zeigen, an dem seine Mutter gelebt hatte. Den Kibbuz Nir Oz, zwei Kilometer entfernt vom Gazastreifen. Zusammen mit Danny wurde die lebensfrohe junge Frau am Morgen des 7. Oktober von Hamas-Terroristen ermordet. &#8222;Der Bunker wurde zur t\u00f6dlichen Falle&#8220;, sagte ihre Mutter. &#8222;Der Himmel auf Erden wurde zur H\u00f6lle.&#8220;<\/p>\n<p>Mehrere Hundert Teilnehmer gedenken der Opfer<\/p>\n<p>Mehrere Hundert Teilnehmer hatten sich anl\u00e4sslich des zweiten Jahrestages des Hamas-Massakers auf dem Marktplatz eingefunden. Der DIG-Vorsitzende Hermann Kuhn sch\u00e4tzte die Teilnehmerzahl auf rund 500, die Polizei auf bis zu 350. Israel-Flaggen waren zu sehen, auch einige Poster mit Aufschriften wie &#8222;Wir denken an die Opfer in Pal\u00e4stina und Israel&#8220;. Auch Lorenz P. Tews hatte sich eingefunden, das Gesicht wei\u00df geschminkt, wei\u00df auch seine Armbinde als Zeichen des Friedens. Auf dem Kopf ein englischer Helm, eine Theaterrequisite. &#8222;Konflikte werden immer mit Uniformen verbunden&#8220;, sagte der 66-J\u00e4hrige \u00fcber sein ungew\u00f6hnliches Outfit. Um seine Friedensbotschaft zu unterstreichen, verteilte der Pazifist ein Gedicht, das er kurz nach dem Massaker der Hamas geschrieben hatte. In einem Konflikt gebe es nur die eine L\u00f6sung, gegenseitigen Frieden und Vers\u00f6hnung.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich Hermann Kuhn. Der 20-Punkte-Plan des US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump habe die T\u00fcr ge\u00f6ffnet f\u00fcr ein demokratisches Gemeinwesen der Pal\u00e4stinenser. Allerdings k\u00f6nne es mit der Hamas keinen Frieden in der Region geben. Auch B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/antje-grotheer-q584698\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Antje Grotheer<\/a> erinnerte daran, dass die Terrororganisation den Gaza-Krieg entfacht hatte. &#8222;Die Hamas weigert sich, die Waffen niederzulegen&#8220;, sagte sie. &#8222;Die Hamas tr\u00e4gt damit auch die Verantwortung f\u00fcr das Leid der eigenen Zivilbev\u00f6lkerung.&#8220; Ein dauerhafter Friede sei das Ziel, daran m\u00fcssten alle Seiten arbeiten.<\/p>\n<p>Wie schwer das ist, wie viel den Angeh\u00f6rigen abverlangt wird, zeigte sich in der Rede der Mutter von Carolin Bohl. &#8222;Der Schmerz um den Verlust meiner Tochter ist kaum auszuhalten&#8220;, sagte sie \u2013 um dann den Bogen zur aktuellen Stimmungslage zu schlagen. &#8222;Nicht auszuhalten ist auch, dass es in Deutschland Menschen gibt, die die M\u00f6rder meiner Tochter feiern.&#8220; Dennoch versuche sie, den Konflikt zu verstehen. &#8222;Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass das auch andere tun w\u00fcrden&#8220;, so Sonja Bohl-Dencker. Sie sch\u00e4me sich f\u00fcr jeden Deutschen, der Juden beleidigt, anp\u00f6belt oder k\u00f6rperlich angreift. &#8222;Und ich sch\u00e4me mich auch f\u00fcr jeden Deutschen, der so ein Verhalten nicht unmissverst\u00e4ndlich verurteilt.&#8220;<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Sonja Bohl-Dencker erinnerte an ihre Tochter Carolin Bohl, die am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen ermordet wurde.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landscapeversammlung-der-deutsch-israelischen-gesellschaft-zum-massaker-vom-07-10-25-sonja-bohl-deck.webp\"\/><\/p>\n<p>Sonja Bohl-Dencker erinnerte an ihre Tochter Carolin Bohl, die am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen ermordet wurde.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Frank Thomas Koch <\/p>\n<p>Die Sitzung der B\u00fcrgerschaft wurde f\u00fcr die Kundgebung unterbrochen. Etliche Abgeordnete fanden sich vor dem Geb\u00e4ude ein, auch B\u00fcrgermeister <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/andreas-bovenschulte-q496300\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andreas Bovenschulte<\/a> gesellte sich hinzu. Vertreter von SPD, CDU, Gr\u00fcnen, Linken und FDP erinnerten in kurzen Ansprachen an das Schicksal von sechs Geiseln mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit, die sich noch immer in der Hand der Hamas befinden. Wegen des Laubh\u00fcttenfestes war die Vorsitzende der J\u00fcdischen Gemeinde, Elvira Noa, nicht anwesend, sie lie\u00df ein Gru\u00dfwort verlesen. Zum Schluss sprach Propst Bernhard Stecker f\u00fcr die christlichen Kirchen im Land Bremen.<\/p>\n<p>Eine massive Polizeipr\u00e4senz besch\u00fctzte die Veranstaltung, auf der Langenstra\u00dfe waren Absperrgitter aufgestellt. W\u00e4hrend der 45-min\u00fctigen Kundgebung kam es zu keinen St\u00f6rungen. Erst als sich die meisten Teilnehmer schon zerstreut hatten, tauchten vor der Baumwollb\u00f6rse pl\u00f6tzlich zwei M\u00fctter auf, deren kleine Kinder gro\u00dfe pal\u00e4stinensische Flaggen schwenkten. &#8222;So erzieht man Kinder zum Hass&#8220;, rief ein verbliebener Teilnehmer.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc82pw8p318pykwqv3btd\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/politik\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich hatte Carolin Bohl schon am Abend des 6. 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