{"id":481656,"date":"2025-10-08T04:18:12","date_gmt":"2025-10-08T04:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/481656\/"},"modified":"2025-10-08T04:18:12","modified_gmt":"2025-10-08T04:18:12","slug":"dieses-parkhaus-mitten-in-muenchen-gehoert-der-stadt-was-wird-daraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/481656\/","title":{"rendered":"Dieses Parkhaus mitten in M\u00fcnchen geh\u00f6rt der Stadt: Was wird daraus?"},"content":{"rendered":"<p>An manchen Samstagen kommt es im F\u00e4rbergraben schon mal zu Stau, weil so viele Autos das &#8222;Hirmer-Parkhaus&#8220; ansteuern \u2013 das \u00fcbrigens blo\u00df wegen der Werbung auf der Fassade so genannt wird. Es geh\u00f6rt der Stadt. Grau und trist ist diese Ecke der Altstadt jedenfalls.<\/p>\n<p>Das soll sich \u00e4ndern: Die Inka Unternehmensgruppe der Familie Inselkammer will nun so schnell wie m\u00f6glich einen Masterplan verwirklichen, den der Star-Architekt Norman Foster bereits 2019 ausgearbeitet hat. Entstehen sollen drei neue Geb\u00e4ude (eines davon um die 30 Meter hoch), eine neue Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, ein &#8222;Hain&#8220; mit 50 B\u00e4umen. Das Parkhaus soll abgerissen werden. Stattdessen ist eine Tiefgarage geplant. Zwei Baufelder will Inka selbst verwirklichen. Offen ist, wer das dritte Baufeld, also das Grundst\u00fcck, wo heute das Parkhaus steht und das der Stadt geh\u00f6rt, bebaut.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1612045_20190508-foster-visu-2-btb_artikelbild-100proz_1EVnCA_1wjMZt.jpg\" alt=\"Der Entwurf von Star-Architekt Norman Foster sieht ein spektakul\u00e4res Geb\u00e4ude vor f\u00fcr den heute unattraktiven Platz.\" title=\"Der Entwurf von Star-Architekt Norman Foster sieht ein spektakul\u00e4res Geb\u00e4ude vor f\u00fcr den heute unattraktiven Platz.\" width=\"812\" height=\"578\"\/><\/p>\n<p>      Der Entwurf von Star-Architekt Norman Foster sieht ein spektakul\u00e4res Geb\u00e4ude vor f\u00fcr den heute unattraktiven Platz.<br \/>\n      \u00a9 Foster+Partners<\/p>\n<p>    Der Entwurf von Star-Architekt Norman Foster sieht ein spektakul\u00e4res Geb\u00e4ude vor f\u00fcr den heute unattraktiven Platz.<\/p>\n<p>von Foster+Partners <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>2017 hatte der Stadtrat beschlossen, das Grundst\u00fcck in Erbpacht an den Herrenausstatter <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/hirmer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hirmer<\/a> zu \u00fcbergeben. Doch dieser wurde sich mit der Stadt nicht einig \u00fcber den Erbpachtzins. Inzwischen ist Hirmer ganz aus dem Projekt ausgestiegen. Der Pachtvertrag f\u00fcr das Parkhaus l\u00e4uft noch bis Ende 2026. Und dann?<\/p>\n<p>CSU-Chef Pretzl rechnet mit neuer Ausschreibung<\/p>\n<p>CSU-Chef Manuel Pretzl geht davon aus, dass die Stadt nun eine neue Ausschreibung starten muss. Doch bevor dies geschehen k\u00f6nne, m\u00fcssten Stadt und das Unternehmen Inka erst zwei Fl\u00e4chen tauschen. Der Vorplatz vom Parkhaus geh\u00f6rt der Inka, eine Fl\u00e4che vor dem ehemaligen Post-Geb\u00e4ude der Stadt. Und so lange das nicht gekl\u00e4rt sei, wird sich seiner Einsch\u00e4tzung nach auch kein anderer Investor f\u00fcr Parkhaus-Grundst\u00fcck finden.<\/p>\n<p>Und wenn die Stadt es beh\u00e4lt? Auf ihrem Filet-Grundst\u00fcck in der Innenstadt selbst baut? Insgesamt geh\u00f6ren der Stadt von dem 8.500 Quadratmeter gro\u00dfen Planungsgebiet 6.360 Quadratmeter. Zieht man die \u00f6ffentlichen Verkehrsfl\u00e4chen ab, bleiben noch 2150 Quadratmeter \u00fcbrig. Fast ebenso viel \u2013 n\u00e4mlich 2140 Quadratmeter \u2013 sind im privaten Eigentum.<\/p>\n<p>Selbst bauen? Daf\u00fcr fehle das Geld<\/p>\n<p>&#8222;Nat\u00fcrlich w\u00e4re es mutig, wenn die Stadt selbst bauen w\u00fcrde. Aber angesichts der Haushaltslage ist das wahrscheinlich nicht realistisch&#8220;, sagt die Chefin des Bezirksausschusses in der Altstadt Andrea Stadler-Bachmaier (Gr\u00fcne). Ein reines Wohnhaus sei in der Lage ohnehin nicht m\u00f6glich. Eher hofft Stadler-Bachmaier, dass es nun nach dem jahrelangen Stillstand schnell weitergeht. Aus ihrer Sicht bestehe nun eine &#8222;Wahnsinns-Chance&#8220; auf eine Reparatur der Innenstadt. &#8222;Das ist wirklich eine positive Entwicklung&#8220;, meint sie.<\/p>\n<p>Theoretisch w\u00e4re es zwar sch\u00f6n, wenn die Stadt ihr Grundst\u00fcck zum Beispiel kulturell nutzen w\u00fcrde, findet Gr\u00fcnen-Stadtrat Paul Bickelbacher. Allerdings: &#8222;Daf\u00fcr hat die Stadt kein Geld. Und vielleicht w\u00e4re es in der jetzigen Situation auch nicht schlecht, mit dem Grundst\u00fcck Geld zu verdienen.&#8220; M\u00f6glich sei es nat\u00fcrlich, einem zuk\u00fcnftigen Investor in einem Erbpachtvertrag Vorgaben zu machen \u2013 etwa f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum. Doch noch sei das alles reine Spekulation. Viel gesprochen habe seine Fraktion dar\u00fcber sowieso noch nicht, meint Bickelbacher.<\/p>\n<p>Linke fordern bezahlbaren Wohnraum<\/p>\n<p>Andere, die sich mit dem Projekt gut auskennen, meinen, dass ein Grundst\u00fcck in dieser Lage zu schade sei, um darauf einen Verwaltungsbau zu errichten \u2013 oder einen sozio-kulturellen Begegnungsraum. Also doch eher: L\u00e4den und dar\u00fcber B\u00fcros. Wohnungen im gro\u00dfen Stil seien jedenfalls unrealistisch.<\/p>\n<p>Doch genau darum m\u00fcsste sich die Stadt bem\u00fchen, findet Linken-Chef Stefan Jagel. Er zitiert aus dem Wirtschaftsbericht, den die Stadt verfasst hat: &#8222;\u00dcber zwei Millionen Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che stehen in M\u00fcnchen gerade leer. Da brauchen wir nicht noch mehr B\u00fcros. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum.&#8220; Zumindest zum Teil sollen auch Wohnungen entstehen: 2019 hat der Stadtrat beschlossen, dass der Wohnungsanteil auf dem gesamten Gebiet bei 20 bis 30 Prozent liegen soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"An manchen Samstagen kommt es im F\u00e4rbergraben schon mal zu Stau, weil so viele Autos das &#8222;Hirmer-Parkhaus&#8220; ansteuern&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":481657,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,1268],"class_list":{"0":"post-481656","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115336623973865307","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/481656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=481656"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/481656\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/481657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=481656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=481656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=481656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}