{"id":481772,"date":"2025-10-08T05:22:11","date_gmt":"2025-10-08T05:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/481772\/"},"modified":"2025-10-08T05:22:11","modified_gmt":"2025-10-08T05:22:11","slug":"die-5-groessten-baustellen-fuer-bremens-neuen-bildungssenator","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/481772\/","title":{"rendered":"Die 5 gr\u00f6\u00dften Baustellen f\u00fcr Bremens neuen Bildungssenator"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\n<p>Standdatum: 8. Oktober 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nLisa-Maria R\u00f6hling<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/neue-senatoren-spd-parteitag-100~_v-800x450_c-1758969561265.jpg\" data-gallery-entry-for=\"bremen-neuer-bildungssenator-baustellen-100\" data-size=\"1600x900\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Rackles und H\u00f6gl nach der Wahl beim SPD-Landesparteitag.\" title=\"Bild: Radio Bremen | Hauke Hirsinger\" data-image-owner=\"Radio Bremen | Hauke Hirsinger\" data-image-title=\"Rackles und H\u00f6gl nach der Wahl beim SPD-Landesparteitag.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/neue-senatoren-spd-parteitag-100~_v-800x450_c-1758969561265.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/neue-senatoren-spd-parteitag-100~_v-640x360_c-1758969561265.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Mark Rackles (2. von rechts) wird neuer Bremer Bildungssenator.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen | Hauke Hirsinger<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Bremen bekommt einen neuen Bildungssenator: Mark Rackles tritt heute das Amt an \u2013 und muss sich vielen Herausforderungen stellen.<\/p>\n<p>1 Platzprobleme und Sanierungsstau<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Sascha Aulepp (SPD) beim Kita-Ausbau echte Fortschritte erreicht hat, ist die Lage an den Schulen immer schlimmer geworden: Die Klassenzimmer sind veraltet und marode, an vielen Schulen ist nicht genug Platz f\u00fcr alle Kinder. Gerade auf die Oberschulen und Gymnasien kommen bald erhebliche Probleme zu, wenn nicht mehr Klassenzimmer geschaffen werden.<\/p>\n<p>Die Kinderzahlen sind in Bremen \u00fcberproportional gestiegen, der Platz, den es jetzt in den Kitas gibt, muss auch in den Schulen her. Aktuell gibt es aber keine weiteren Ausbauprojekte, auch die neu gegr\u00fcndete Schulbaugesellschaft hat noch nicht die erhoffte Trendwende erreicht. Und: Das alles kostet Geld. Zuletzt hatte die Bildungsbeh\u00f6rde die Kosten f\u00fcr anstehende Sanierungen und Bauprojekte auf gut zwei Milliarden Euro in den kommenden Jahren gesch\u00e4tzt. Wo das Geld herkommen soll, ist unklar. <\/p>\n<p>2 Personalmangel<\/p>\n<p>Ob Kitas oder Schulen, \u00fcberall fehlt Personal. Gerade in den Kitas hat der Personalmangel zuletzt zu drastischen Ma\u00dfnahmen gef\u00fchrt: Mit dem neuen Kita-Gesetz k\u00f6nnen nun auch Menschen ohne p\u00e4dagogische Ausbildung Kinder allein betreuen. Damit wollte Sascha Aulepp gegen den Fachkr\u00e4ftemangel vorgehen, es hagelte Kritik von Eltern und auch Kita-Personal. Auch wenn Bremen mehr Fachkr\u00e4fte in den Kitas gewinnen konnte: Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung arbeiten nur noch in einem Viertel der Kitas hoch ausgebildete Fachkr\u00e4fte. <\/p>\n<p>In den Schulen hingegen herrscht Dauerbelastung: Personalvertreter kritisieren immer wieder, dass der Druck in den Schulen inzwischen zu hoch ist und Lehrkr\u00e4fte immer mehr Zusatzaufgaben \u00fcbernehmen m\u00fcssen. Au\u00dferdem sind weiterhin zahlreiche Stellen unbesetzt, besonders schlimm ist es bei Assistenzkr\u00e4ften und p\u00e4dagogischem Personal. Die Bildungsbeh\u00f6rde hatte zuletzt Stunden gek\u00fcrzt, Beamte m\u00fcssen eine Stunde mehr arbeiten \u2013 das sorgt f\u00fcr Unmut. Hoffnung macht vielen Schulangestellten die Arbeitszeiterfassung: Die kommt im kommenden Jahr als Pilotprojekt \u2013 und Mark Rackles hat sich in seiner Zeit in der freien Wirtschaft auch damit auseinandergesetzt. <\/p>\n<p>3 Sprachprobleme<\/p>\n<p>Fast jedes zweite Vorschulkind in Bremen kann nicht richtig Deutsch sprechen. Die Zahlen sind seit Jahren stabil schlecht \u2013 trotz Ma\u00dfnahmen aus der Beh\u00f6rde. Ein verpflichtendes Kitabr\u00fcckenjahr hat wenig Abhilfe geschafft. K\u00fcnftig sollen die Sprachkenntnisse der Kinder fr\u00fcher getestet werden, gleichzeitig klagen Erzieherinnen und Erzieher \u00fcber zu wenig Personal, um den Kindern wirklich sinnvoll beim Deutsch lernen zu helfen. <\/p>\n<p>Das Thema sorgt auch immer wieder f\u00fcr Zoff zwischen rot-gr\u00fcn-roter Koalition und der Opposition: Einen Vorschlag der CDU, Eltern zu sanktionieren, wenn sie f\u00f6rderbed\u00fcrftige Kinder nicht in die Kita schicken, ist im August in der B\u00fcrgerschaft gescheitert. Die SPD hat bei einer Klausurtagung hingegen einen eigenen Vorsto\u00df gewagt: Kinder sollen automatisch zur Kita angemeldet werden, wenn ein Test zwei Jahre vor Einschulung einen Bedarf aufzeigt. Und die, die dann noch nicht gut genug Deutsch sprechen, wechseln nach den Vorstellungen der Sozialdemokraten erst nach einem Sprachvorkurs in eine regul\u00e4re Klasse.<\/p>\n<p>Was davon wirklich umgesetzt wird, muss auch der neue Bildungssenator entscheiden. Denn gerade in Bremen, wo die Kinderarmutsquote sehr hoch ist und Sprachkenntnisse \u00fcber die weitere Bildungsbiografie entscheidet, braucht es in diesem Bereich schnelle L\u00f6sungen. <\/p>\n<p>4 Finanzierung<\/p>\n<p>Bremen ist ein Haushaltskonsolidierungsland und muss sparen. Die Handlungsspielr\u00e4ume zum Beispiel beim Schulbau sind deshalb eingeschr\u00e4nkt. Trotzdem ist &#8222;mehr Geld f\u00fcr Bildung&#8220; seit Jahren in der Diskussion: Vor allem soll Bremen seine Pro-Kopf-Ausgaben f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an die der anderen Stadtstaaten anpassen \u2013 das fordern Experten, Lehrkr\u00e4fte und auch Politiker seit Jahren.<\/p>\n<p>Bremen hat 2021 knapp 9.600 Euro pro Sch\u00fcler ausgegeben, in Hamburg waren es 11.700, in Berlin sogar 13.300. Weil Hamburg es unter anderem mit h\u00f6heren Investitionen geschafft hat, die dortige Bildungsmisere rumzureissen, gilt die Hansestadt als Vorbild. F\u00fcr Mark Rackles wird sich deshalb die Frage stellen, ob er die Ausgaben erh\u00f6ht \u2013 und wo das Geld daf\u00fcr herkommen soll. <\/p>\n<p>5 St\u00f6rrische Beh\u00f6rde?<\/p>\n<p>Die Bildungsbeh\u00f6rde gilt seit vielen Jahren als besonders langsam und unflexibel. Senatorinnen wie Claudia Bogedan sollen mit vielen Ideen und Projekten an der Sperrhaltung in der Beh\u00f6rde gescheitert sein. Die Opposition kritisiert, dass Vorlagen in den Fachaussch\u00fcssen erst sehr sp\u00e4t vorgelegt werden. Mark Rackles hingegen gilt als Hardliner \u2013 und wird das wohl als erstes in seiner eigenen Verwaltung beweisen m\u00fcssen. Denn auch wenn er viele innovative Ideen und Erfahrung mitbringt: Ohne die Beh\u00f6rde wird er die wenigsten davon umsetzen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Mehr zum Thema Bildung:<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen, 8. Oktober 2025, 19:30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Standdatum: 8. Oktober 2025. 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