{"id":481872,"date":"2025-10-08T06:17:11","date_gmt":"2025-10-08T06:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/481872\/"},"modified":"2025-10-08T06:17:11","modified_gmt":"2025-10-08T06:17:11","slug":"xxl-wm-mit-64-teams-suedamerika-erhoeht-den-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/481872\/","title":{"rendered":"XXL-WM mit 64 Teams? S\u00fcdamerika erh\u00f6ht den Druck"},"content":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich (dpa) &#8211; Es ist eine Idee, die mal wieder zahlreiche Gem\u00fcter in der Fu\u00dfball-Welt erhitzt. Die Weltmeisterschaft 2030 k\u00f6nnte auf 64 Mannschaften aufgestockt werden &#8211; also genau die WM, die erstmals \u00fcberhaupt in sechs L\u00e4ndern ausgetragen wird.\u00a0<\/p>\n<p>Portugal, Spanien, Marokko, Argentinien, Uruguay und Paraguay sind die Gastgeber &#8211; und vor allem die drei Letztgenannten treiben den Wunsch nach noch mehr Teams und noch mehr Spielen mit Vehemenz voran. \u00abV\u00f6llig \u00fcberzogen\u00bb findet Ex-Bundestrainer Joachim L\u00f6w den Vorschlag, der vom Weltverband FIFA gepr\u00fcft wird. Aber wie kam es \u00fcberhaupt dazu? Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet einige Fragen.<\/p>\n<p>Woher kommt der Vorschlag?<\/p>\n<p>Seinen Ursprung nahm das Ganze Anfang M\u00e4rz dieses Jahres, als die Idee erstmals im FIFA-Rat besprochen wurde. Ein FIFA-Ratsmitglied aus Uruguay hatte die Idee eingebracht, der Weltverband k\u00fcndigte anschlie\u00dfend eine Pr\u00fcfung des Vorschlags an.\u00a0<\/p>\n<p>Dass der Gedanke mehr als nur ein Hirngespinst sein k\u00f6nnte, unterstreicht ein hochrangiges Gipfeltreffen Ende September in New York. Dort hatte sich FIFA-Boss Gianni Infantino unter anderem mit den Staatspr\u00e4sidenten Uruguays und Paraguays getroffen. Auch hochrangige Fu\u00dfball-Funktion\u00e4re S\u00fcdamerikas waren dabei.<\/p>\n<p>Warum wollen die S\u00fcdamerikaner die WM-Aufstockung?<\/p>\n<p>Symbolisch ist das Turnier zwar stark mit S\u00fcdamerika verkn\u00fcpft, weil bei Turnierstart 100 Jahre zuvor die erste WM in Uruguay stattgefunden hatte. Bis auf drei Er\u00f6ffnungsspiele sind aber aktuell keine Partien auf dem Kontinent geplant.\u00a0<\/p>\n<p>Sollte das Turnier auf 64 Teams aufgestockt werden, w\u00fcrden wohl deutlich mehr Spiele in Argentinien, Paraguay und Uruguay ausgetragen werden. Und mehr Spiele w\u00fcrden nat\u00fcrlich die regionale &#8211; sowie vor allem auch die wirtschaftliche &#8211; Bedeutung des Turniers in S\u00fcdamerika erh\u00f6hen.\u00a0<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde die WM-Aufstockung f\u00fcr den Kalender bedeuten?<\/p>\n<p>Kurzum: Deutlich mehr Spiele. Schon die n\u00e4chste WM im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko wurde aufgestockt und findet erstmals mit 48 Teams statt. Das bedeutet 104 Spiele. Sollte das Turnier danach tats\u00e4chlich mit 64 Mannschaften stattfinden, w\u00fcrde sich die Anzahl der Partien auf 128 erh\u00f6hen. Die Turnierdauer k\u00f6nnte sich noch einmal verl\u00e4ngern.\u00a0<\/p>\n<p>Mehr Spiele bedeuten gleichzeitig mehr Belastung in einem ohnehin schon eng gestrickten Fu\u00dfball-Kalender. Doch f\u00fcr die einzelnen Top-Teams d\u00fcrfte die Anzahl der Partien nicht steigen. Schon 2026 sind auf dem Weg zum WM-Titel acht Spiele notwendig &#8211; mehr w\u00e4ren es wohl auch bei einer Aufstockung auf 64 Teams nicht.<\/p>\n<p>Was h\u00e4lt die deutsche Fu\u00dfball-Prominenz davon?<\/p>\n<p>\u00abIch habe davon geh\u00f6rt\u00bb, sagte J\u00fcrgen Klopp dem Portal \u00abThe Athletic\u00bb: \u00abIch wollte gar nicht dar\u00fcber nachdenken. Ehrlich gesagt, ich habe es einfach gesehen und dachte: Oh nein, damit mache ich nichts.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Klopp begr\u00fcndete bildhaft, warum er sich dar\u00fcber nicht gro\u00df aufregen wolle: \u00abWas immer ich sage, ich k\u00f6nnte es genauso gut meiner Mikrowelle erz\u00e4hlen.\u00bb Das habe \u00abden gleichen Effekt\u00bb. Der 58-J\u00e4hrige hatte die aus seiner Sicht zu hohe Belastung der Fu\u00dfball-Profis schon mehrfach kritisiert. Ge\u00e4ndert hat sich seitdem nichts.<\/p>\n<p>Auch L\u00f6w, Weltmeister-Trainer von 2014, ist nicht begeistert. \u00abIch sehe es vollkommen kritisch aus Sicht eines Trainers, weil die Gesundheit und die Qualit\u00e4t der Spieler immer an allererster Stelle stehen\u00bb, sagte L\u00f6w bei Nitro. \u00ab48 Mannschaften sind schon insgesamt gesehen ein Qualit\u00e4tsverlust, ohne den Kleineren nahe treten zu wollen\u00bb, erg\u00e4nzte er. \u00abAber eine WM, eine EM, lebt auch von hochklassigen Spielen. Das wollen die Leute sehen.\u00bb<\/p>\n<p>Wie geht es jetzt weiter?<\/p>\n<p>Offiziell befindet sich der Vorschlag des s\u00fcdamerikanischen Verbandes Conmebol weiter in der Pr\u00fcfung durch die FIFA. Dass Infantino sich aber schon mit den Verfechtern der Idee getroffen hat, gilt als klares Indiz f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung der Idee. Bis eine weitere Aufstockung Realit\u00e4t wird, m\u00fcssten aber noch ein paar Schritte gegangen werden. Sollte die Pr\u00fcfung positiv verlaufen, m\u00fcsste der FIFA-Rat \u00fcber die Idee abstimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Z\u00fcrich (dpa) &#8211; Es ist eine Idee, die mal wieder zahlreiche Gem\u00fcter in der Fu\u00dfball-Welt erhitzt. 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