{"id":482181,"date":"2025-10-08T09:14:11","date_gmt":"2025-10-08T09:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/482181\/"},"modified":"2025-10-08T09:14:11","modified_gmt":"2025-10-08T09:14:11","slug":"schluss-mit-der-turboeinbuergerung-was-sich-aendern-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/482181\/","title":{"rendered":"Schluss mit der \u201eTurboeinb\u00fcrgerung\u201c: Was sich \u00e4ndern soll"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Knapp ein Jahr war es in Kraft, nun soll das Gesetz zur beschleunigten Einb\u00fcrgerung wieder gekippt werden. So will es die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> aus Union und SPD. Sie hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingebracht, \u00fcber den der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundestag\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundestag<\/a> an diesem Mittwoch abstimmen soll. Erst im Juni 2024 hatte die damalige Ampelregierung eingef\u00fchrt, dass unter strengen Voraussetzungen eine Einb\u00fcrgerung schon nach drei Jahren Aufenthalt in Deutschland m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu den Voraussetzungen geh\u00f6ren unter anderem herausragende Leistungen im Job, sehr gute Deutschkenntnisse oder auch ehrenamtliche T\u00e4tigkeiten. Kurz: Wer die Staatsb\u00fcrgerschaft bereits nach drei Jahren beantragen m\u00f6chte, muss nachweisen, dass er sehr gut integriert ist. Ohne diese besonderen Voraussetzungen hatte die Ampel den Erwerb der Staatsb\u00fcrgerschaft nach f\u00fcnf Jahren Aufenthalt erm\u00f6glicht. Zuvor hatte eine Aufenthaltszeit von mindestens acht Jahren gegolten.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/cdu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CDU<\/a> und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/csu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CSU<\/a> hei\u00dft das Verfahren \u201eTurboeinb\u00fcrgerung\u201c. Sie soll nach einem von der Regierung eingebrachten \u00c4nderungsvorschlag abgeschafft werden. Eine Einb\u00fcrgerung nach mindestens f\u00fcnf Jahren soll aber weiter m\u00f6glich sein. Eine Integration br\u00e4uchte mehr Zeit, hei\u00dft es im Gesetzesentwurf. Die Mindestaufenthaltszeit von f\u00fcnf Jahren solle bleiben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Abschaffung der beschleunigten Einb\u00fcrgerung ist Teil der \u201eMigrationswende\u201c, die Innenminister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/alexander-dobrindt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Alexander Dobrindt<\/a> (CSU) anstrebt. Aus seiner Sicht ist die von der Ampel-Regierung eingef\u00fchrte \u201eTurbo-Einb\u00fcrgerung\u201c ein Irrweg und ein sogenannter Pull-Faktor, der irregul\u00e4re Migration bef\u00f6rdere.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wirklich genutzt wurde die Einb\u00fcrgerung nach drei Jahren verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig selten. Eine verl\u00e4ssliche Gesamtzahl f\u00fcr Deutschland ist bislang nicht bekannt. Recherchen verschiedener Medien bei L\u00e4ndern und gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten zufolge lagen die Zahlen aber in einem sehr niedrigen Bereich. Im vergangenen Jahr wurden rund sieben Prozent der Einb\u00fcrgerungen durch besondere Integrationsleistung verk\u00fcrzt, bei einer Gesamtzahl von 291.955 Einb\u00fcrgerungen. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sollte das Gesetz ge\u00e4ndert werden, gibt es keine \u00dcbergangsregelung, wie ein Sprecher des Innenministeriums (BMI) auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte. Das BMI empfehle den L\u00e4ndern, solche Einb\u00fcrgerungsverfahren ruhend zu stellen. So k\u00f6nne ein Ablehnungsbescheid vermieden werden, und der Antrag nach f\u00fcnf Jahren Aufenthaltszeit fortgesetzt werden. So sei kein neuer Antrag n\u00f6tig.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Meinungen gehen auseinander: Der Vorsitzende des Sachverst\u00e4ndigenrats f\u00fcr Integration und Migration, Winfried Kluth, etwa h\u00e4lt den Schritt f\u00fcr sinnvoll, weil damit der Eindruck eines zu leichten Zugangs zur deutschen Staatsangeh\u00f6rigkeit korrigiert werde. Der Migrationsforscher Herbert Br\u00fccker vom Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat hingegen davor gewarnt, dass durch die R\u00fccknahme der Anreiz f\u00fcr Hochqualifizierte sinke, nach Deutschland zu kommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Knapp ein Jahr war es in Kraft, nun soll das Gesetz zur beschleunigten Einb\u00fcrgerung wieder gekippt werden. 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