{"id":48232,"date":"2025-04-21T00:58:14","date_gmt":"2025-04-21T00:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48232\/"},"modified":"2025-04-21T00:58:14","modified_gmt":"2025-04-21T00:58:14","slug":"skurrile-coinbase-kontroverse-neuer-us-rechtsstreit-angekuendigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48232\/","title":{"rendered":"Skurrile Coinbase-Kontroverse: Neuer US-Rechtsstreit angek\u00fcndigt"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Skurrile Coinbase-Kontroverse: Neuer US-Rechtsstreit angek\u00fcndigt<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Gerade noch feierte Coinbase, der Betreiber einer gleichnamigen Kryptob\u00f6rse, das Ende <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/SEC-stellt-wichtiges-Verfahren-gegen-Coinbase-ein-10309519.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eines jahrelangen Rechtsstreits mit der US-B\u00f6rsenaufsicht<\/a>. Nun gibt es neue Kontroversen, verursacht durch skurrile Memecoin-Aktivit\u00e4ten von Base, der Blockchain von Coinbase, die als Verzeichnis und Grundlage aller Transaktionen im dezentralen Netzwerk der Coinbase-Nutzer dient. Im US-Bundesstaat Oregon wird es sogar ein neues Gerichtsverfahren gegen Coinbase geben.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit, die auch f\u00fcr die jetzigen Ereignisse rund um Base eine wichtige Rolle spielt: es handelt sich um eine Blockchain der sogenannten Layer 2-Technologien (L2). Nach <a href=\"https:\/\/help.coinbase.com\/de\/coinbase\/other-topics\/other\/base\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Coinbase-Angaben<\/a> wird ein zus\u00e4tzliches Netzwerk (Layer 2) zu einem grundlegenden Blockchain-Protokoll betrieben. Es verarbeitet Transaktionen au\u00dferhalb des Ethereum-Hauptnetzes (Layer 1). Damit lassen sich Zahlungen demnach deutlich schneller abwickeln als bei den klassischen Layer-1-Varianten.<\/p>\n<p>Base experimentiert mit Memecoins<\/p>\n<p>Aber zur\u00fcck zur j\u00fcngsten Base-Kontroverse. Alles begann diesen Mittwoch (16. April), als der Zora-Account von Base einen Post auf Zora ver\u00f6ffentlichte. Zora wurde einst als Plattform f\u00fcr den Handel mit NFTs bekannt und m\u00f6chte sich nun mit einem neuen Modell etablieren: Ein soziales Netzwerk, dessen Benutzeroberfl\u00e4che an Instagram erinnert, mit einem entscheidenden Unterschied: Verfasser k\u00f6nnen jeden einzelnen ihrer Posts zu Memecoins machen, andere k\u00f6nnen Einheiten davon erwerben und damit handeln. Hier kommt auch die L2-Blockchain von Base ins Spiel. Denn sie erm\u00f6glicht es den Zora-Nutzern, in Sekundenschnelle Memecoin-Einheiten eines Zora-Posts zu erwerben und zu verkaufen.<\/p>\n<p>Mit dieser M\u00f6glichkeit begannen Base-Verteter am Mittwoch (16. April) zu experimentieren, indem sie auf ihrem Zora-Auftritt ein Bild ver\u00f6ffentlichten. Der Inhalt lautete, in schwarzem Text auf wei\u00dfem Hintergrund: &#8222;Base is for everyone&#8220;, auf Deutsch &#8222;Base ist f\u00fcr alle da&#8220;. Der Post war erstmals gleichzeitig auch ein Memecoin, der sich \u2013 im Gegensatz zu den anderen Zora-Posts von Base \u2013 auch direkt wieder verkaufen l\u00e4sst. Die Marktkapitalisierung in US-Dollar kletterte laut dem Kryptoportal Dexscreener nach wenigen Stunden auf rund 13 Millionen US-Dolllar, nur um direkt danach wieder auf rund 2,6 Millionen US-Dollar abzust\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Neuer Post sorgt f\u00fcr Panik<\/p>\n<p>Was war passiert? Nur eine Stunde nach Ver\u00f6ffentlichung des Posts \u2013 und zugleich Memecoins \u2013 setzte Base einen weiteren Zora-Post ab, der ebenfalls automatisch als Memecoin mitlief. Das versetzte Besitzer des ersten Memecoins offenbar in Panik. Viele f\u00fchlten sich scheinbar an die &#8222;Pump and Dump&#8220;-Maschen erinnert, welche diverse Influencer in der j\u00fcngeren Vergangenheit nutzten: Ein Memecoin, h\u00e4ufig bezogen auf die eigene Person wird ins Leben gerufen, der Urheber erwirbt sehr g\u00fcnstig Anteile und bewirbt seinen Coin mithilfe der eigenen Bekanntheit. Sobald der Kurs kr\u00e4ftig angestiegen ist, verkauft der Urheber alle seine Anteile und macht kr\u00e4ftig Gewinn. W\u00e4hrend die anderen Halter, meistens Fans der Influencer, mit einem massiven Kurseinbruch des erstandenen Memecoins leben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das f\u00fcrchteten wohl auch die K\u00e4ufer des &#8222;Base is for everyone&#8220;-Memecoin, als ein neuer Post und gleichzeitig Memecoin, dieses Mal ein buntes Base-Werbeplakat, online ging. Das brachte Jesse Pollak, Mitglied der Coinbase-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung und verantwortlich f\u00fcr die Base-Blockchain, in Erkl\u00e4rungsnot. Als Antwort pr\u00e4sentierte er nichts weniger als eine neue \u00c4ra des Social Media-Zeitalters, die aus seiner Sicht begonnen hat.<\/p>\n<p>Base-Verantwortlicher schw\u00e4rmt von &#8222;Content Coins&#8220;<\/p>\n<p>In einem Video auf Zora und X erkl\u00e4rt er seine Vision von &#8222;Content Coins&#8220;: Social Media-Inhalt, der von anderen erworben werden kann und mit dem auch die Urheber Handel betreiben k\u00f6nnen. Pollak schw\u00e4rmte von ganz neuen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kreative, mit ihren Inhalten Geld zu verdienen und profilierte seinen Ansatz als Gegenentwurf zu klassischen Social-Media-Plattformen, wo ein Gro\u00dfteil der Erl\u00f6se an die Plattformen selbst gehe. Auch Marken k\u00f6nnten auf diese Weise von dieser &#8222;neuen&#8220; Form von Kryptow\u00e4hrung profitieren, die ausdr\u00fccklich keine \u00fcblichen Memecoins seien, findet Pollak. In einem <a href=\"https:\/\/zora.co\/collect\/base:0x03a4baf3c9450aa25ed21b042001f53d129caeb3\/1?referrer=0x9652721d02b9db43f4311102820158abb4ecc95b\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">fr\u00fcheren Zora-Post<\/a>, in dem Base die Vorteile seiner L2-Blockchain erkl\u00e4rte, ist auch die Rede davon, dass das Unternehmen pro Base-Transaktion mit einer Geb\u00fchr von einem US-Cent entlohnt wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr den &#8222;Base is for everyone&#8220;-Memecoin oder -&#8222;Content Coin&#8220;, wie auch immer man es nun nennen mag, brachte das wenig Erholung. Dexscreener verzeichnete am Sonntagnachmittag noch eine Marktkapitalisierung von rund 51.000 US-Dollar.<\/p>\n<p>Und auch juristisch sieht es f\u00fcr das Mutterunternehmen Coinbase wenig rosig aus. Paul Grewal, Chef der Rechtsabteilung bei Coinbase, <a href=\"https:\/\/x.com\/iampaulgrewal\/status\/1913222370950513078\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">gab am Freitag bekannt<\/a>, dass die Generalstaatsanwaltschaft von des US-Bundesstaats Oregon mitgeteilt habe, ein Verfahren gegen Coinbase einzuleiten, um &#8222;genau da weiterzumachen, wo die SEC aufgeh\u00f6rt hatte&#8220;. Diese hatte Coinbase vorgeworfen, mit nicht registrierten Anlageprodukten zu handeln. Das Verfahren, welches die gesamte Branche aufmerksam verfolgt hatte, wurde vor kurzem offiziell eingestellt. Noch davor hatte der Coinbase CEO das Ende <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Coinbase-erklaert-SEC-Verfahren-fuer-beendet-die-Behoerde-allerdings-nicht-10292289.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">seltsamerweise feierlich selbst auf X bekanntgegeben<\/a>. Das Ende des Rechtsstreits zugunsten des Kryptounternehmens wird auch auf den neuen US-Pr\u00e4sidenten zur\u00fcckgef\u00fchrt, der deutlich kryptofreundlicher als sein Vorg\u00e4nger ist.<\/p>\n<p>Nun will die Justiz von Oregon es offenbar wieder neu aufrollen, wie sie auch <a href=\"https:\/\/www.doj.state.or.us\/media-home\/news-media-releases\/oregon-attorney-general-rayfield-sues-coinbase-for-promoting-and-selling-high-risk-investments\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">offiziell best\u00e4tigte<\/a>. In der Pressemitteilung ist allerdings nur von Coinbase die Rede, nicht von Base oder seinen neuen &#8222;Content-Coins&#8220;. Diese k\u00f6nnten aber wom\u00f6glich noch Z\u00fcndstoff liefern. In einem Post auf X, der offenbar m\u00f6glichst provokant klarmachen sollte, dass Base-Transaktionen f\u00fcr alles \u2013 wirklich alles \u2013 zu haben sind, findet sich auch der Satz &#8222;Base is for pimping&#8220; (deutsch: Base ist f\u00fcr Zuh\u00e4lterei).<\/p>\n<p>Ein Bekenntnis, das der US-Justiz wohl kaum gefallen d\u00fcrfte. W\u00fcrde sich die Marktkapitalisierung der Base-&#8222;Content Coins&#8220; allein an den skurrilen Kontroversen bemessen, welche Coinbase-Vertreter innerhalb k\u00fcrzester Zeit in die Welt setzen, w\u00fcrde sie wahrscheinlich deutlich besser ausfallen.<\/p>\n<p>    Update<\/p>\n<p>    20.04.2025,<\/p>\n<p>  22:59<\/p>\n<p>      Uhr<\/p>\n<p>Der zweite Absatz wurden mit Angaben von Coinbase zur eigenen Layer 2-Blockchain pr\u00e4zisiert.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:nen@heise.de\" title=\"Niklas Jan Engelking\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">nen<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Skurrile Coinbase-Kontroverse: Neuer US-Rechtsstreit angek\u00fcndigt Gerade noch feierte Coinbase, der Betreiber einer gleichnamigen Kryptob\u00f6rse, das Ende eines jahrelangen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48233,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[23554,175,23555,170,169,29,30,792,23556,171,174,12935,23557,173,172,55],"class_list":{"0":"post-48232","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-blockchain","9":"tag-business","10":"tag-coinbase","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-kryptowaehrung","16":"tag-layer-2","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-memecoin","20":"tag-nft","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte","23":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114373244213716681","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48232"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48232\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48233"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}