{"id":482422,"date":"2025-10-08T11:25:17","date_gmt":"2025-10-08T11:25:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/482422\/"},"modified":"2025-10-08T11:25:17","modified_gmt":"2025-10-08T11:25:17","slug":"stockholm-wasser-aus-luft-gewinnen-chemie-nobelpreis-geht-an-entwickler-revolutionaerer-geruestverbindungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/482422\/","title":{"rendered":"Stockholm: \u201eWasser aus Luft gewinnen\u201c \u2013 Chemie-Nobelpreis geht an Entwickler revolution\u00e4rer Ger\u00fcstverbindungen"},"content":{"rendered":"<p>Der Nobelpreis f\u00fcr Chemie geht in diesem Jahr an Susumu Kitagawa (Japan), Richard Robson (Australien) und Omar Yaghi (USA). Die Forscher entwickelten metallorganische Ger\u00fcstverbindungen \u2013 Materialien mit riesigem Potenzial, etwa zur CO\u2082-Abscheidung, Wassergewinnung.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nobelpreis\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nobelpreis\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nobelpreis<\/a> f\u00fcr Chemie geht in diesem Jahr an die Materialwissenschaftler Susumu Kitagawa (Japan), Richard Robson (Australien) und Omar Yaghi (USA) f\u00fcr die Entwicklung metallorganischer Ger\u00fcstverbindungen. Das teilte die K\u00f6niglich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit. <\/p>\n<p>Die Forscher h\u00e4tten molekulare Strukturen mit gro\u00dfen Hohlr\u00e4umen geschaffen, durch die Gase und andere Chemikalien str\u00f6men k\u00f6nnen, hie\u00df es. Diese Strukturen \u2013 metallorganische Ger\u00fcstverbindungen \u2013 k\u00f6nnen demnach genutzt werden, um Wasser aus W\u00fcstenluft zu gewinnen, Kohlendioxid abzuscheiden, giftige Gase zu speichern oder chemische Reaktionen zu katalysieren.<\/p>\n<p>\u201eMetall-organische Ger\u00fcstverbindungen haben ein enormes Potenzial und er\u00f6ffnen bisher ungeahnte M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ma\u00dfgeschneiderte Materialien mit neuen Funktionen\u201c, erkl\u00e4rte Heiner Linke, Vorsitzender des Nobelkomitees f\u00fcr Chemie. Anwenden lie\u00dfen sich die Erkenntnisse der Forscher etwa bei der Trennung sch\u00e4dlicher Chemikalien wie PFAS aus Wasser und dem Abbau von Arzneimittelspuren in der Umwelt.<\/p>\n<p>Kitagawa wurde 1951 in Kyoto geboren, wo er auch heute noch t\u00e4tig ist. Der 60 Jahre alte Omar Yaghi stammt aus Jordanien und forscht an der University of California. Der in Melbourne t\u00e4tige Robson ist 88 Jahre alt.<\/p>\n<p>Die renommierteste Auszeichnung f\u00fcr Chemiker ist in diesem Jahr mit insgesamt elf Millionen Kronen (rund einer Million Euro) dotiert. Die Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an die Forscher.<\/p>\n<p>Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 195 verschiedene Forscher vergeben. Zwei von ihnen erhielten ihn zweimal. Unter den Preistr\u00e4gern waren bislang acht Frauen: etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte, und die Forscherinnen Emmanuelle Charpentier und Jennifer Doudna, die den Preis 2020 f\u00fcr die Entwicklung einer Genschere erhielten.<\/p>\n<p>Der Chemie-Nobelpreis im vergangenen Jahr ging zu einer H\u00e4lfte an David Baker (USA), zum anderen Teil an Demis Hassabis und John Jumper, die beide in Gro\u00dfbritannien arbeiten. Baker erhielt den Preis f\u00fcr rechnergest\u00fctztes Proteindesign, Hassabis und Jumper bekamen ihn f\u00fcr die Vorhersage der komplexen Strukturen von Proteinen. <\/p>\n<p>Die diesj\u00e4hrige Nobelpreis-Bekanntgabe war mit der Medizin gestartet: Diese Auszeichnung geht in diesem Jahr an Shimon Sakaguchi (Japan), Mary Brunkow und Fred Ramsdell (beide USA). Ihre Erkenntnisse zum Immunsystem lieferten dem Nobelkomitee zufolge die Basis f\u00fcr die Entwicklung m\u00f6glicher neuer Behandlungsmethoden etwa gegen Krebs und Autoimmunkrankheiten.<\/p>\n<p>Den Physik-Nobelpreis hatten am Dienstag die in den USA arbeitenden Quantenforscher John Clarke, Michel Devoret und John Martinis zugesprochen bekommen. Sie hatten gezeigt, dass sich auch makroskopische, millimetergro\u00dfe Strukturen nach den Regeln der Quantentheorie verhalten und so einen Grundstein f\u00fcr die n\u00e4chste Generation von Quantencomputern gelegt.<\/p>\n<p>Am Donnerstag und Freitag folgen die Bekanntgaben der diesj\u00e4hrigen Nobelpreistr\u00e4ger f\u00fcr Literatur und f\u00fcr Frieden. Die Reihe endet am kommenden Montag mit dem von der schwedischen Reichsbank gestifteten sogenannten Wirtschafts-Nobelpreis. <\/p>\n<p>Die feierliche \u00dcberreichung der Auszeichnungen findet traditionsgem\u00e4\u00df am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel. Bereits am 1. Oktober waren in Stockholm die diesj\u00e4hrigen Tr\u00e4ger des Right Livelihood Awards bekannt gegeben worden, der gemeinhin als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird.<\/p>\n<p>rct\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Nobelpreis f\u00fcr Chemie geht in diesem Jahr an Susumu Kitagawa (Japan), Richard Robson (Australien) und Omar Yaghi&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":482423,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[121851,13,14,15,110,121850,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-482422","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-chemie-nobelpreis-ks","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-newsteam","13":"tag-nobelpreis-ks","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115338302386207531","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/482422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=482422"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/482422\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/482423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=482422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=482422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=482422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}