{"id":482930,"date":"2025-10-08T15:58:16","date_gmt":"2025-10-08T15:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/482930\/"},"modified":"2025-10-08T15:58:16","modified_gmt":"2025-10-08T15:58:16","slug":"drohnen-technik-wie-weit-sind-deutsche-hersteller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/482930\/","title":{"rendered":"Drohnen-Technik &#8211; wie weit sind deutsche Hersteller?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.10.2025 17:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Politik debattiert dar\u00fcber, wie Deutschland vor Drohnenangriffen gesch\u00fctzt werden kann. Dabei k\u00f6nnten eigene Drohnen eine wichtige Rolle spielen. Die Industrie daf\u00fcr in Deutschland w\u00e4chst.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/david-zajonz-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"David Zajonz\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/zajonz-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr die Passagiere am M\u00fcnchener Flughafen ist die abstrakte Bedrohung aus der Luft sehr konkret geworden. An zwei Abenden hintereinander <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/muenchen-flughafen-drohnen-102.html\" title=\"Flughafen M\u00fcnchen nach Drohnenalarm erneut gesperrt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">legten in der vergangenen Woche Drohnensichtungen den Flugverkehr lahm<\/a>, zahlreiche Menschen mussten auf Feldbetten \u00fcbernachten.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir haben in Deutschland alles da&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vorf\u00e4lle haben ein altbekanntes Defizit offengelegt: Deutschland ist auf Drohnenangriffe kaum vorbereitet. Nun will die Politik eilig gegensteuern. Hessens Ministerpr\u00e4sident Boris Rhein (CDU) hat &#8222;H\u00e4rte und Hightech&#8220; im Kampf gegen Drohnen angek\u00fcndigt, Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) will &#8222;abschie\u00dfen statt abwarten&#8220; &#8211; und die Bundespolizei soll nach einem Kabinettsbeschluss neue Kompetenzen auch in der Drohnenabwehr erhalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um diese Pl\u00e4ne in die Tat umzusetzen, wird der Staat in Verteidigungssysteme investieren m\u00fcssen, unter anderem in Abwehrdrohnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Waldemar Geiger sieht die Industrie in Deutschland daf\u00fcr gut aufgestellt. Der ehemalige Bundeswehroffizier betreibt die Internetseite hartpunkt.de, ein Fachportal f\u00fcr Sicherheitsthemen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir haben in Deutschland alles da &#8211; etablierte R\u00fcstungsunternehmen, aber auch viele Startups&#8220;, sagt Geiger. &#8222;Hinzu kommen spezialisierte Unternehmen in Bereichen, die f\u00fcr die Drohnenindustrie wichtig sind, zum Beispiel in der Sensorik.&#8220; Gefehlt habe bisher die Bereitschaft, Drohnenabwehrsysteme in gro\u00dfer St\u00fcckzahl zu beschaffen. Genau das \u00e4ndere sich gerade aber.<\/p>\n<p>    Bundeswehr beschafft Abfangdrohnen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In dieser Woche hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr bekannt gegeben, dass das M\u00fcnchner Unternehmen Tytan Technologies mit einem Konzept f\u00fcr die Drohnenabwehr an Bundeswehrliegenschaften beauftragt wurde. Dabei sollen KI-gest\u00fctzte Abfangdrohnen zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Au\u00dferdem hat die Bundeswehr beim nieders\u00e4chsischen Hersteller Argus Interception Drohnen gekauft, die gegnerische Drohnen mithilfe eines Netzes in der Luft einfangen k\u00f6nnen. Offiziell ist nicht bekannt, um wie viele Systeme es geht, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/drohnen-attacken-in-deutschland-da-ist-was-im-anflug-a-cfc86f9f-1c9e-42d4-9a0a-f233c86a0773\" title=\"Rammen oder zerfetzen \u2013 Bundeswehr wappnet sich gegen feindliche Drohnen\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">der Spiegel hatte im Juni unter Verweis auf interne Bundeswehrdokumente \u00fcber zun\u00e4chst 24 &#8222;Netzwerferdrohnen&#8220; berichtet<\/a>, bis 2027 sollen demnach 136 weitere folgen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um s\u00e4mtliche Kasernen und Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Deutschland zu sch\u00fctzen, br\u00e4uchte es allerdings Tausende solcher Systeme, so Verteidigungsexperte Geiger.<\/p>\n<p>    &#8222;H\u00e4ufig nicht neueste Technologie&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Geringe St\u00fcckzahlen seien ein grunds\u00e4tzliches Problem f\u00fcr die Drohnenindustrie in Deutschland, meint Robert Polok. Sein Unternehmen AirRobot\u00a0aus dem nordrhein-westf\u00e4lischen Arnsberg beliefert die Bundeswehr seit 2008 mit Aufkl\u00e4rungsdrohnen, in diesem Jahr waren es bisher hundert St\u00fcck. &#8222;Wenn ich hundert Drohnen produziere, ist der St\u00fcckpreis nat\u00fcrlich viel h\u00f6her als wenn ich tausend Drohnen produziere&#8220;, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hinzu k\u00e4men die langen Entscheidungszeitr\u00e4ume. &#8222;Das Beschaffungssystem in Deutschland ist so b\u00fcrokratisch, dass h\u00e4ufig nicht die neueste Technologie zum Einsatz kommt&#8220;, so Polok.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Abwehrdrohnen hat sein Unternehmen bisher nicht im Portfolio, er beobachtet aber aufmerksam die Debatte, die in der \u00d6ffentlichkeit und in Sicherheitskreisen gef\u00fchrt wird. &#8222;Der Bedarf ist durch die Drohnensichtungen sehr stark gestiegen&#8220;, so Polok. &#8222;Das merken wir in Gespr\u00e4chen mit Vertretern von Bundeswehr und Polizei.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zur Frage, ob sein Unternehmen k\u00fcnftig auch in die Produktion von Abwehrdrohnen einsteigen will, h\u00e4lt er sich bedeckt. Wachstum erlebt AirRobot derzeit aber ohnehin. Das Team von aktuell 42 Mitarbeitern wird gerade erweitert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">W\u00e4hrend die Industrie in Deutschland insgesamt in der Krise steckt, erleben Drohnenhersteller einen Boom. Laut dem Branchenmonitor des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie verzeichneten die Unternehmen im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von neun Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Die Besch\u00e4ftigtenzahl legte demnach sogar um 23 Prozent zu.<\/p>\n<p>    Wie aufw\u00e4ndig darf die Abwehr sein?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Drohnenabwehr ist unter anderem deshalb so komplex, weil verschiedene Verteidigungssysteme notwendig sind. &#8222;Gegen kleine &#8218;Baumarkt-Drohnen&#8216; k\u00f6nnen Jammer helfen, also Ger\u00e4te, die St\u00f6rsignale aussenden&#8220;, sagt Luca Manns, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Forschungsstelle Nachrichtendienste an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei gr\u00f6\u00dferen Drohnen, die gezielt so umger\u00fcstet sind, dass sie nicht auf St\u00f6rsignale reagieren, sei allerdings gegebenenfalls ein Abschuss notwendig. &#8222;Drohnen mit Raketen abzuschie\u00dfen ist unvern\u00fcnftig teuer und verursacht unter Umst\u00e4nden gro\u00dfen Schaden&#8220;, so Manns. &#8222;Aktuell ist der Aufwand f\u00fcr die Abwehr, wenn sie \u00fcberhaupt gelingt, um ein Vielfaches h\u00f6her als die Kosten f\u00fcr den Angreifer.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Geeignete Abfangdrohnen w\u00e4ren eine kosteng\u00fcnstige Alternative, so die Hoffnung. Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass sich die Angreifer den Verteidigungssystemen anpassen. Das lasse sich in der Ukraine beobachten, wo Russland seine Angriffsdrohnen permanent weiterentwickle, sagt Verteidigungsexperte Waldemar Geiger. &#8222;Die Art der Bedrohung \u00e4ndert sich st\u00e4ndig, deshalb m\u00fcssen sich die Abwehrma\u00dfnahmen auch st\u00e4ndig \u00e4ndern&#8220;, so Geiger. Die Drohnenabwehr sei ein Prozess, mit einer Ma\u00dfnahme allein werde sich der Schutz nicht herstellen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.10.2025 17:51 Uhr Die Politik debattiert dar\u00fcber, wie Deutschland vor Drohnenangriffen gesch\u00fctzt werden kann. Dabei k\u00f6nnten eigene&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":482931,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,10068,30,13,54,14,3923,15,3921,12,4961],"class_list":{"0":"post-482930","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-drohnen","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-industrie","18":"tag-nachrichten","19":"tag-nachrichten-aus-deutschland","20":"tag-news","21":"tag-news-aus-deutschland","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-verteidigung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115339376370954376","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/482930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=482930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/482930\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/482931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=482930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=482930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=482930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}