{"id":483019,"date":"2025-10-08T16:45:13","date_gmt":"2025-10-08T16:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483019\/"},"modified":"2025-10-08T16:45:13","modified_gmt":"2025-10-08T16:45:13","slug":"google-ki-google-wird-auch-in-deutschland-zur-ki-suchmaschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483019\/","title":{"rendered":"Google-KI: Google wird auch in Deutschland zur KI-Suchmaschine"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Von den vielen Dingen, die Menschen im Internet unternehmen, ist Googeln sicher eines der h\u00e4ufigsten. In einer Minute werden weltweit fast zehn Millionen Anfragen an die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/suchmaschine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Suchmaschine<\/a> gestellt. Es hilft, sich solche Zahlen vor Augen zu halten, um ein Gef\u00fchl daf\u00fcr zu bekommen, was es bedeutet, wenn Google sich ver\u00e4ndert: Es betrifft praktisch alle.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Deshalb ist es keine Kleinigkeit, was Google nun auch in Deutschland startet: Nutzerinnen und Nutzer k\u00f6nnen innerhalb der Suchmaschine einen <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/chatbot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chatbot<\/a> befragen, der das Internet durchsucht und auf Basis der gefundenen Quellen mit Hilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) eine Antwort formuliert. Dieser sogenannte KI-Modus ist ab Mittwoch auf google.de verf\u00fcgbar, zus\u00e4tzlich zur normalen Websuche, die eine Liste von Websites zur\u00fcckgibt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In anderen L\u00e4ndern ist die Funktion schon seit Mai verf\u00fcgbar, jetzt schaltet Google sie auch in Europa frei. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/2023-02\/google-bard-microsoft-chatgpt-ki-chatbots\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Konzern setzt damit eine Vision fort, die schon Anfang 2023 in einer Art Wettlauf mit Konkurrent Microsoft formuliert wurde:<\/a> KI soll aus Suchmaschinen Antwortmaschinen machen. &#8222;Die Suchmaschine half dabei, Informationen abzurufen. Der gro\u00dfe Moment mit KI-Modellen ist jetzt, dass man die Informationen mit Intelligenz kombinieren kann&#8220;, sagte Nick Fox, der bei Google unter anderem f\u00fcr die Suche und das Anzeigengesch\u00e4ft verantwortlich ist, bei einer Pressekonferenz in Berlin.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der KI-Modus ist eine Art Erweiterung der Funktion &#8222;\u00dcbersicht mit KI&#8220;, die Google-Nutzer in Deutschland schon seit Monaten sehen. Diese KI-generierten Antworttexte erscheinen bei manchen Suchanfragen \u00fcber den herk\u00f6mmlichen Ergebnissen. Neu ist im KI-Modus, dass Nutzer R\u00fcckfragen stellen k\u00f6nnen. Der Modus kann direkt per Button, als neuer Reiter neben Web-, Bilder- oder Produktsuche oder aus manchen KI-\u00dcbersichtsantworten heraus angew\u00e4hlt werden. Die Funktion wird in den n\u00e4chsten Tagen allen Nutzern in Deutschland zur Verf\u00fcgung gestellt.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Nat\u00fcrlich intelligent<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">K\u00fcnstliche Intelligenz ist die wichtigste Technologie unserer Zeit. Aber auch ein riesiger Hype. Wie man echte Durchbr\u00fcche von hohlen Versprechungen unterscheidet, lesen Sie in unserem KI-Newsletter.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ideal soll der Modus f\u00fcr komplexere Fragen sein, die nicht auf einer einzelnen Website beantwortet werden. Auf eine Frage wie: &#8222;Welche unterschiedlichen Kn\u00f6delsorten gibt es in Deutschland?&#8220;, erzeugte Google schon bislang eine KI-\u00dcbersicht. Nun kann man im KI-Modus weiter ins Detail gehen und etwa nachfragen, wie man einen ordentlichen fr\u00e4nkischen Klo\u00df hinbekommt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Oberfl\u00e4che des KI-Modus erinnert stark an Chatbots wie ChatGPT oder <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/google\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Googles<\/a> Gemini. Auch technisch basiert die KI-Suche auf den gleichen Modellen wie der Chatbot, der ebenfalls auf das Internet zugreifen kann. Dennoch soll der KI-Modus laut Google noch einmal anders sein, st\u00e4rker auf Websuche fokussiert, wobei unklar ist, welche Unterschiede es im Detail gibt.\n<\/p>\n<p>                        Woher kommen die Antworten?        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die eigene Websuche mit KI zu verkn\u00fcpfen, ist aus Sicht von Google eine M\u00f6glichkeit, sich gegen die zunehmende KI-Konkurrenz, etwa ChatGPT, zu behaupten. Aus Sicht der Urheber der Inhalte, aus denen der Bot seine Antworten generiert, ist die neue Funktion aber m\u00f6glicherweise ein Problem. Denn sie k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass weniger Menschen tats\u00e4chlich auf Websites klicken, wenn ihnen die Antworten der KI gen\u00fcgen. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/30\/verlagswesen-krise-kuenstliche-intelligenz-medienbranche-google\/komplettansicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verlagen etwa k\u00f6nnte so eine wichtige Einnahmequelle wegbrechen.<\/a> In den USA und Gro\u00dfbritannien, wo es den KI-Modus schon gibt, gibt es Verlagsh\u00e4user, <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/news\/articles\/c0mlvryx0exo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die bereits von solchen KI-Effekten berichten.<\/a>\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Google sagt dazu, dass die Klickraten trotz KI in der Suche alles in allem &#8222;relativ stabil&#8220; blieben. So schrieb es Liz Reid, Leiterin der Suche bei Google, im August in einem <a href=\"https:\/\/blog.google\/products\/search\/ai-search-driving-more-queries-higher-quality-clicks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blogpost<\/a>. Demnach st\u00fcnden Googles eigene (und geheime) Daten &#8222;im Gegensatz zu Berichten von Drittanbietern, die f\u00e4lschlicherweise einen dramatischen R\u00fcckgang&#8220; verzeichneten. Genauer wollte sie auch auf Nachfrage in Berlin nicht werden. Die Zahl der &#8222;hochqualitativen&#8220; Klicks steige demnach sogar leicht. Gemeint sind Klicks, bei denen Nutzer die angew\u00e4hlte Seite nicht sofort wieder verlassen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00dcberhaupt gebe es durch die KI-Funktionen insgesamt mehr Suchanfragen. Ver\u00e4nderungen beim Traffic einzelner Anbieter m\u00fcssten nicht unbedingt mit Google zu tun haben. &#8222;Nutzertrends verlagern den Traffic auf verschiedene Websites, was zu einem R\u00fcckgang des Traffics auf einigen Websites und einem Anstieg des Traffics auf anderen Websites f\u00fchrt&#8220;, schreibt Reid in dem Blogpost und verweist auf Inhalte, die besonders zum Klicken anregen w\u00fcrden: &#8222;Eine ausf\u00fchrliche Rezension, ein origineller Beitrag, eine einzigartige Perspektive oder eine durchdachte Analyse aus der Ich-Perspektive.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Argumentation \u00e4hnelt der, die Google schon lange zu seinen \u2013 zum Teil hart umk\u00e4mpften \u2013 Suchplatzierungen formuliert. Die Suchmaschine soll die Inhalte zutage f\u00f6rdern, die am besten zur Suchanfrage passen und die h\u00f6chste Qualit\u00e4t haben. Was das im Detail bedeutet, bleibt wohl nicht unabsichtlich vage. Google hat einen geheimen Algorithmus, der bestimmt, welche Seiten wie &#8222;gut&#8220; bewertet werden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die meisten Menschen, die Google regelm\u00e4\u00dfig nutzen, wissen, wozu das mitunter f\u00fchrt. Ein ganzer Wirtschaftszweig ist um die sogenannte Suchmaschinenoptimierung, auf Englisch search engine optimization (SEO), entstanden. Teilweise ist damit gemeint, tats\u00e4chlich relevante Inhalte mit gezielt gew\u00e4hlten Schlagworten dem Bewertungssystem der Suchmaschine anzudienen. Man kann das damit vergleichen, dass ein gutes Produkt auch eine vielsagende Verpackung braucht, um verstanden und gekauft zu werden.\n<\/p>\n<p>        Nicht immer ist der beste Inhalt am weitesten oben        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Allerdings erm\u00f6glicht das System auch Mogelpackungen. Die Suchergebnisse sind voll mit Inhalten, die nur scheinbar hoch relevant und genau passend zu bestimmten Schlagw\u00f6rtern sind, aber in Wahrheit im Wesentlichen dazu dienen, Besuchern m\u00f6glichst viele nervige Werbeanzeigen auszuspielen oder ein Produkt zu bewerben. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Berichte, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2022-11\/google-suche-zukunft-kuenstliche-intelligenz-modelle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass die Google-Suche schlechter werde<\/a> \u2013 auch aufgrund solcher SEO-optimierten Pseudoinformationen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wie viele andere Probleme verschwindet auch dieses nicht einfach magisch durch KI. Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass die Antworten, die der KI-Modus generiert, auf ebensolchen, bestenfalls mittelm\u00e4\u00dfigen Inhalten basieren, einfach, weil sie in der zugrunde liegenden Google-Suche ganz oben angezeigt werden. Denn der KI-Modus ist &#8222;in seinem Herzen immer noch Suche&#8220;, wie Reid sagte.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In einem Beispiel in ihrer Demonstration fragte sie die KI nach der Geschichte des Ostberliner Ampelm\u00e4nnchens. Eine von drei angegebenen Quellen war die Website einer Berliner Firma, die Fahrradtouren f\u00fcr Touristen anbietet. Vermutlich hat diese Firma einen Text zum Ampelm\u00e4nnchen auf ihrer Website, um in entsprechenden Suchergebnissen aufzutauchen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das ist weder verwerflich noch muss es bedeuten, dass die Informationen auf dieser Seite falsch sind \u2013\u00a0aber ist es wirklich eine der drei besten Quellen f\u00fcr diese Information im ganzen, weiten Internet? Google-Suche-Chefin Reid sagte dazu in Berlin, der KI-Modus sei noch neu und man arbeite daran, Quellen mit immer h\u00f6herer Qualit\u00e4t f\u00fcr die Antworten zu verwenden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bislang spielt der KI-Modus in den USA wohl nur eine kleine Rolle, gemessen an den Milliarden Suchanfragen, die Google verarbeitet. So sagte es Reid in Berlin. Die meisten Menschen nutzten die normale Suche inklusive der KI-\u00dcbersichten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Aber je weiter sich die KI-Funktionen verbreiten, umso h\u00e4rter umk\u00e4mpft werden f\u00fcr Verlage und andere Anbieter von Inhalten die wenigen verbliebenen Pl\u00e4tze, auf denen Links angezeigt werden. Und umso dr\u00e4ngender stellt sich f\u00fcr die Nutzer die Frage, wie gut die KI wirklich darin ist, die beste Quelle auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von den vielen Dingen, die Menschen im Internet unternehmen, ist Googeln sicher eines der h\u00e4ufigsten. In einer Minute&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":483020,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,12296,675,170,169,29,5680,30,4149,121965,198,1256,171,174,3579,173,172],"class_list":{"0":"post-483019","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-chatbot","10":"tag-chatgpt","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-deutschland","14":"tag-digital","15":"tag-germany","16":"tag-google","17":"tag-google-ki","18":"tag-internet","19":"tag-kuenstliche-intelligenz","20":"tag-markets","21":"tag-maerkte","22":"tag-suchmaschine","23":"tag-unternehmen","24":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115339560653604039","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=483019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483019\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/483020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=483019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=483019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=483019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}