{"id":483156,"date":"2025-10-08T17:57:10","date_gmt":"2025-10-08T17:57:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483156\/"},"modified":"2025-10-08T17:57:10","modified_gmt":"2025-10-08T17:57:10","slug":"bestsellercheck-von-denis-scheck-bewertet-die-zehn-meistverkauften-titel-gerade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483156\/","title":{"rendered":"Bestsellercheck von Denis Scheck bewertet die zehn meistverkauften Titel gerade."},"content":{"rendered":"<p>\n                    10\n                <\/p>\n<p>                 Susanne Abel: \u201eDu musst meine Hand fester halten, Nr. 104\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die H\u00f6lle, das ist ein katholisches Kinderheim in Deutschland 1947. Diese Erfahrung macht der f\u00fcnfj\u00e4hrige Hartmut Willeiski aus Zoppot bei Danzig. Der Himmel ist f\u00fcr ihn die Freundschaft mit der etwas \u00e4lteren Margret. Wie ihn beides ein Leben lang pr\u00e4gt, davon erz\u00e4hlt Susanne Abel in ihrem bewegenden Roman &#8211; einer \u00fcberf\u00e4lligen Erinnerung an das Schicksal<br \/>\nHunderttausender deutscher Heimkinder. (DuMont, 544 S. 24 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    9\n                <\/p>\n<p>                 Ian McEwan: \u201eWas wir wissen k\u00f6nnen\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gro\u00dfbritannien ist im Jahr 2119 nach einer Nuklearkatastrophe im Atlantik ein Inselarchipel, Deutschland geh\u00f6rt zu Gro\u00dfrussland und ein Literaturwissenschaftler hat keine dr\u00e4ngendere Sorge als die Suche nach einem seit \u00fcber hundert Jahren verlorenen Gedicht: Warum die Romanform auch den komplexesten Fragen unserer Gegenwart gerecht werden kann, aus dem neuen Ian McEwan l\u00e4sst es sich erfahren. Weltliteratur! (Deutsch von Bernhard Robben, Diogenes, 480 S., 28 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    8\n                <\/p>\n<p>                 Klaus-Peter Wolf: \u201eDer Weihnachtsmann-Killer 3\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer sich ein Buch mit einem solchen Titel kauft, kann schwer behaupten, nicht vorgewarnt geworden zu sein. Sagen wir so: Klaus Peter Wolf erf\u00fcllt mit seinem Krimi um zwei aus der Psychiatrie entwichene Psychopathen alle meine Erwartungen. Diese spezifisch deutschen Regionalkrimis, egal ob in Ostfriesland, der Eifel oder dem Schwarzwald angesiedelt, sind das \u00c4quivalent zur deutschen<br \/>\nPlumpsk\u00fcche: in etwa so appetitlich wie ein Wiener Schnitzel vom Schwein mit J\u00e4gersauce. (Fischer, 272 S., 16 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    7\n                <\/p>\n<p>                 Marissa Meyer: \u201eStar-crossed Hearts\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wer eine Vorgeschichte zu Lewis Carolls \u201eAlice in Wunderland\u201c schreibt, legt sich die literarische Latte ganz sch\u00f6n hoch. Aber weil Marissa Meyer sehr kurzweilig schildert, wie aus der talentierten B\u00e4ckerin Cath die \u201eKopf-ab\u201c-Herzk\u00f6nigin wird, deshalb ist dies keine rammd\u00f6sige Romantasy, sondern ein vergn\u00fcglicher Unterhaltungsroman. (Deutsch von Aim\u00e9e de Bruyn Ouboter, Ars Edition, 538 S., 22 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    6\n                <\/p>\n<p>                 Ferdinand von Schirach: \u201eDer stille Freund\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine Sammlung lebenspraller Geschichten, zusammengehalten durch nichts als die Erz\u00e4hlerstimme. Dieser Ton tr\u00e4gt ein ganzes Buch hindurch, in dem der geistreiche Causeur von Schirach mit demselben Understatement von einer Jugendliebe berichtet, die einen schwulen italienischen Prinzen geheiratet hat, wie von Egon Friedell, der in Wien auf der Flucht vor den Nazis aus dem dritten Stock aus dem Fenster springt, nicht ohne die Passanten vorher h\u00f6flich zu bitten, Zitat, \u201ebittsch\u00f6n beiseite zu treten\u201c. (Luchterhand, 176 S., 22 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    5\n                <\/p>\n<p>                 Caroline Wahl: \u201eDie Assistentin\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung:<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/worum-geht-es-und-wie-liest-sich-der-neue-roman-von-caroline-wahl-kritik-zu-die-assistentin-110655647\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> Caroline Wahl<\/a> schreibt Literatur der Arbeitswelt und hat ein einsichtsreiches Buch \u00fcber eine junge Frau verfasst, die angesichts der Zumutungen eines durchgeknallten Chefs Grenzen zu setzen lernen muss. Ein Buch, das vielen jungen Menschen aus dem Herzen sprechen wird, die sich auf den unteren Ebenen byzantinischer Machtstrukturen wiederfinden und sich fragen: bin ich verr\u00fcckt oder meine Firma? (Rowohlt, 368 S., 24 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    4\n                <\/p>\n<p>                 Elizabeth George: \u201eWer Zwietracht s\u00e4t\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Spannung dieses Krimis um einen ermordeten Unternehmer speist sich wie immer in der Romanreihe um Inspector Lynley and Sergeant Havers weniger aus kriminalistischen Finessen als aus Elisabeth Georges soziologisch hyperpr\u00e4zisem Blick und ihrem Gesp\u00fcr f\u00fcr m\u00f6rderische Familiendynamiken. (Deutsch von Charlotte Breuer, Norbert M\u00f6llemann und Norbert Jakober, Goldmann,<br \/>\n752 S., 28 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    3\n                <\/p>\n<p>                 Dan Brown: \u201eThe secret of secrets\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf Seite 777 dieses sich sehr m\u00fchsam seinem Ende entgegenschleppenden Romans um den Symbologen Robert Langdon, seine neue Freundin Katherine Solomon, eine modernen Version des Prager Golems und finstere Machenschaften der CIA hei\u00dft es: \u201eDer Tod ist nicht das Ende. \u2026 Das ist die Botschaft, die wir von den Berggipfeln verk\u00fcnden sollten, Robert. Sie ist das Geheimnis der Geheimnisse.\u201c Von den Berggipfeln der Literaturkritik sollte man aber auch verk\u00fcnden: der neue Dan Brown liest sich so spannend wie ein oberfl\u00e4chlicher Reisef\u00fchrer \u00fcber die Goldene Stadt. (Deutsch von Dietmar Schmidt und Rainer Schumacher, L\u00fcbbe, 800 S., 32 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    2\n                <\/p>\n<p>                 Ken Follett: \u201eStonehenge \u2013 Die Kathedrale der Zeit\u201c <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Follett hat einen sauber recherchierten und durchaus spannenden historischen Roman \u00fcber die Erbauer des r\u00e4tselhaften Menhirkreises in S\u00fcdwestengland geschrieben. Dass mich seine vor viereinhalbtausend Jahren lebenden J\u00e4ger und Sammler, Hirten und Bauern in ihren Denkweisen doch stark an Delegierte auf einem Labour-Parteitag erinnern, muss an mir liegen. (Deutsch von Rainer Schumacher und Dietmar Schmidt, L\u00fcbbe, 669 S., 36 \u20ac)\n  <\/p>\n<p>\n                    1\n                <\/p>\n<p>                 SenLinYu: \u201eAlchemised\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf Seite 1176 dieses Romans sagt eine Figur: \u201eWarum f\u00fchlt sich alles so verkehrt an? Als w\u00e4re es gar nicht echt?\u201c Gern m\u00f6chte ich<br \/>\nihr antworten: Weil Du eine Figur in einem synthetischen Fantasyroman bist, der als sogenannte Harry-Potter-Fan-Fiction begann, dann aus Copyrightgr\u00fcnden gebleicht, gepimpt und gereinigt wurde und in etwa soviel mit Literatur zu tun hat wie ein Big Mac mit Essen. Ansonsten enth\u00e4lt \u201eAlchemised\u201c einige h\u00fcbsche und originelle Ideen \u00fcber Alchemie und Nekromantie, die aber unter Bergen von Sprachschutt versch\u00fcttet bleiben. (Deutsch von Christiane Sipeer, Karen Gerwig, Lisa K\u00f6geb\u00f6hn und Sybille Uplegger, Forever,<br \/>\n1232 S., 34,99 \u20ac)\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Literaturkritiker Denis Scheck bespricht einmal monatlich die Spiegel-Bestsellerliste, abwechselnd Belletristik und Sachbuch<br \/>\u2013 parallel zu seiner ARD-Sendung \u201eDruckfrisch\u201c. Die n\u00e4chste Sendung wird am 12. Oktober um 23.35 Uhr ausgestrahlt, die G\u00e4ste sind Anja Kampmann und Katarina Poladjan.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Weltliteratur<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Deutschland<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Danzig<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"10 Susanne Abel: \u201eDu musst meine Hand fester halten, Nr. 104\u201c Die H\u00f6lle, das ist ein katholisches Kinderheim&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":483157,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1785,29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-483156","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buecher","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115339843642996436","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=483156"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483156\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/483157"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=483156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=483156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=483156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}