{"id":483564,"date":"2025-10-08T21:44:19","date_gmt":"2025-10-08T21:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483564\/"},"modified":"2025-10-08T21:44:19","modified_gmt":"2025-10-08T21:44:19","slug":"witwe-verlangt-von-bank-98-000-euro-die-leugnet-die-existenz-des-kontos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483564\/","title":{"rendered":"Witwe verlangt von Bank 98.000 Euro \u2013 die leugnet die Existenz des Kontos"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">98.000 Euro soll ihr Ehemann ihr hinterlassen haben, als er im M\u00e4rz 2024 starb. Seitdem m\u00f6chte eine Witwe aus Heiligenhaus auf das Geld zugreifen, das auf einem Konto bei der Kreissparkasse D\u00fcsseldorf schlummern soll. Als sie das Konto aufl\u00f6sen wollte, verweigerte die Bank ihr aber die Auszahlung. Denn die leugnet die Existenz des Kontos.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Mittwoch trafen die Seniorin und ein Anwalt der Kreissparkasse vor dem Landgericht in D\u00fcsseldorf aufeinander. Die Beweislast, so der Richter, liege bei der Witwe. Sie m\u00fcsse nachweisen, dass das Konto mit den knapp 98.000 Euro Ersparnissen tats\u00e4chlich existiere. Unterlagen zur Kontoer\u00f6ffnung habe sie nicht vorlegen k\u00f6nnen, aber einen ganzen Stapel Kontoausz\u00fcge aus 20 Jahren. Dennoch zeigte der Richter gleich zu Beginn der m\u00fcndlichen Verhandlung deutliche Zweifel: Denn die Bank habe nachvollziehbar erl\u00e4utern k\u00f6nnen, wieso es das Konto nie gegeben haben k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Da sei zum einen die Kontonummer. Diese richteten sich in der Regel nach einem Pr\u00fcfziffernverfahren, dem das genannte Konto mit den Ersparnissen aber nicht entspreche. Zudem beginnt es mit der Ziffer 6, was eigentlich Darlehenskonten vorbehalten sei, nicht wie behauptet einem Festgeldkonto. Auff\u00e4llig sei zudem, dass die letzten sieben Ziffern mit einem anderen Konto \u00fcbereinstimmten, das aber bereits l\u00e4ngst aufgel\u00f6st sei. Auch auf den Kontoausz\u00fcgen seien Fehler gefunden worden, die auf eine F\u00e4lschung hindeuteten, so der Richter. So habe es etwa bei einer Umbuchung im M\u00e4rz 2005 einen extremen zeitlichen Versatz von sieben Tagen gegeben. Zudem seien die Verwendungszwecke nicht identisch.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Anwalt der Bank zeigte sich noch deutlicher: \u201eDie Kreissparkasse hat alles \u00fcberpr\u00fcft und erheblichen Aufwand betrieben. Dieses Konto hat es so nie gegeben.\u201c Zu diesen Widerspr\u00fcchen h\u00e4tten die Witwe und ihr Anwalt keine Erkl\u00e4rungen liefern k\u00f6nnen. Sie st\u00fctzten sich lediglich auf die Kontoausz\u00fcge, die aber auch optisch nicht denen entspr\u00e4che, die man am Automaten bek\u00e4me. Die vorgelegten Exemplare seien \u201eoffensichtlich gef\u00e4lscht\u201c, so der Anwalt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Witwe beruft sich zudem auf ein Ereignis kurz vor dem Tod ihres Mannes. Er habe selbst vier Jahrzehnte bei der Sparkasse gearbeitet und ihm sei ein Fehler bei einer Zinsgutschrift aufgefallen. Darum habe er 129 Euro gutgeschrieben bekommen. \u201eWieso diese Korrektur, wenn es das Konto nie gab?\u201c, so die Witwe. Ihr Anwalt Volker Kukorus fordert die Auszahlung der 98.000 Euro. Seiner Einsch\u00e4tzung nach k\u00f6nnte der Fehler bei der Fusion der Sparkasse Heiligenhaus mit der Kreissparkasse D\u00fcsseldorf im Jahr 2003 entstanden sein. Er \u00e4u\u00dferte gar die Vermutung eines kriminellen Bankmitarbeiters.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Richter hingegen sah eine \u201eganze Reihe schwerwiegender Indizien, dass es das Konto nie gegeben haben kann\u201c. Wo das Geld geblieben ist, bleibe jedoch unklar \u2013 das werde das Gericht nicht aufkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Das Urteil soll am 12. November verk\u00fcndet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"98.000 Euro soll ihr Ehemann ihr hinterlassen haben, als er im M\u00e4rz 2024 starb. 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