{"id":483696,"date":"2025-10-08T22:56:14","date_gmt":"2025-10-08T22:56:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483696\/"},"modified":"2025-10-08T22:56:14","modified_gmt":"2025-10-08T22:56:14","slug":"wie-viel-bremen-dafuer-bezahlen-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/483696\/","title":{"rendered":"Wie viel Bremen daf\u00fcr bezahlen wird"},"content":{"rendered":"<p> F\u00fcr die Nutzung der gerade entstehenden Fl\u00fcchtlingsunterkunft an der Warfer Landstra\u00dfe in Borgfeld wird Bremen dem Eigent\u00fcmer \u00fcber einen Zeitraum von zehn Jahren mehr als sechs Millionen Euro an Miete \u00fcberweisen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der FDP in der Bremischen B\u00fcrgerschaft hervor. Die Freidemokraten baten darin um Details zur Wirtschaftlichkeit, Transparenz und Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Bauprojekts &#8222;Neues Borgfelder Landhaus&#8220;. Kritiker ziehen diese in Zweifel.<\/p>\n<p>Sie bef\u00fcrchten, Bremen k\u00f6nnte sich aus Mangel an Alternativen vorschnell auf einen Investor festgelegt und diesem Zugest\u00e4ndnisse gemacht haben. Dem widerspricht der Senat. Es habe Anfang M\u00e4rz 2023, als der Mietvertrag zwischen Investor und Stadt unterzeichnet worden sei, eine &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnliche Dringlichkeit&#8220; bestanden, die eine Auftragsvergabe ohne Wettbewerber erm\u00f6glicht habe. Zuvor sei das Projekt jedoch auf seine Wirtschaftlichkeit hin bewertet worden, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Senat: Obdachlosigkeit vermeiden<\/p>\n<p>Durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine sei die Zahl der Fl\u00fcchtlinge sprunghaft gestiegen. Der Senat habe sich vor dem Hintergrund des gesetzlich vorgegebenen Unterbringungsauftrages gezwungen gesehen zu handeln, um die Obdachlosigkeit der hilfesuchenden Menschen jetzt und in Zukunft zu vermeiden. Das Sozialressort habe dazu s\u00e4mtliche bekannten Wohnraumangebote und verf\u00fcgbaren Fl\u00e4chen gepr\u00fcft. Die politischen Gremien seien umfassend eingebunden worden, die n\u00f6tigen Mittel st\u00fcnden im st\u00e4dtischen Haushalt zur Verf\u00fcgung. Das geplante Geb\u00e4ude in Borgfeld sei &#8222;nur eine von mehreren Anmietungen&#8220; durch die Stadt.<\/p>\n<p>Diese Anmietungen m\u00fcssen bezahlt werden, so auch in Borgfeld. Die Kosten f\u00fcr Miete, Nebenkosten und Ausstattung des Borgfelder \u00dcbergangswohnheims belaufen sich \u00fcber die gesamte Mietdauer von zehn Jahren auf rund 6,2 Millionen Euro, teilt der Senat mit. Das seien rund 240.000 Euro weniger, als vom Senat im Juni 2022 genehmigt. Pro Monat bezahle die Stadt f\u00fcr die 35 geplanten Wohnungen inklusive Nebenkostenpauschale (5000 Euro) rund 49.500 Euro. Die Mietkonditionen seien auf der Grundlage von &#8222;Vergleichswerten anderer Einrichtungen im Bremer Unterbringungssystem&#8220; verhandelt worden. Ma\u00dfgeblich seien insbesondere die Gr\u00f6\u00dfe der Apartments, die bauliche Gestaltung sowie der Standort Borgfeld mit seiner &#8222;guten Infrastruktur&#8220; gewesen. Die Senatsantwort nennt in diesem Zusammenhang Schulen, Kitas, Einkaufsm\u00f6glichkeiten und den \u00d6PNV. Eine Mietzahlung erfolge &#8222;erst ab \u00dcbergabe der Mietsache im vertragsgem\u00e4\u00dfen Zustand&#8220;.<\/p>\n<p>In Borgfeld habe man sich zudem an der Gr\u00f6\u00dfe der Apartments orientiert, die bauliche Ausgestaltung und den &#8222;Standort Borgfeld mit seiner guten Infrastruktur&#8220;, wie Schulen, Kitas, Einkaufsm\u00f6glichkeiten und die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel. Die Ausstattung der Wohnungen mit M\u00f6beln, Waschmaschinen und Textilien soll &#8222;gr\u00f6\u00dftenteils aus Lagerbest\u00e4nden&#8220; erfolgen, die im laufenden Betrieb angeschafft werden. F\u00fcr Inventar wie rollstuhlgerechte K\u00fcchen, Technik, die Sanit\u00e4rausstattung und eine elektronische Schlie\u00dfanlage entstehen laut Senat Kosten in H\u00f6he von zus\u00e4tzlich rund 265.000 Euro.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Diesen Entwurf vom neuen Borgfelder Landhaus hat das Architekturb\u00fcro ver\u00f6ffentlicht.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Landscapedoc80fm5gbdh8n1q66j3ed-png.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Diesen Entwurf vom neuen Borgfelder Landhaus hat das Architekturb\u00fcro ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     adp <\/p>\n<p>Die nachtr\u00e4glich von den Beh\u00f6rden eingeforderten Auflagen zum Schutz vor Hochwasser haben laut Senat keinen Einfluss auf die H\u00f6he der Kosten. Die Pl\u00e4ne waren entsprechend den rechtlichen Vorgaben angepasst worden \u2013 mit Folgen f\u00fcr die Gestaltung. Das urspr\u00fcnglich geplante, von der Hauptstra\u00dfe sichtbare Geb\u00e4ude, das optisch an das alte Traditionsgasthaus Borgfelder Landhaus erinnern sollte, wird es nun nicht mehr geben. Geplant sei ein Gesamtgeb\u00e4ude, da mehr Abstand zum Deich gehalten werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Klage vor dem Verwaltungsgericht und Petition<\/p>\n<p>Ein gegen das Bauvorhaben eingereichter Widerspruch sei inzwischen mit einem Bescheid beendet worden, so der Senat. Erledigt ist die Sache damit noch nicht, denn die Widerspruchsf\u00fchrer haben Klage vor dem Verwaltungsgericht Bremen erhoben. Zudem befinde sich eine Petition im Verfahren. Anfang Juli hatte der Borgfelder Heiko Markwart den Senat aufgefordert, die erteilte Baugenehmigung zu widerrufen, weil diese aus seiner Sicht gegen g\u00fcltiges Baurecht verst\u00f6\u00dft. Dar\u00fcber hinaus plane der Investor f\u00fcr eine so dicht besiedelte Gegend zu gro\u00df \u2013 spare jedoch bei der Bereitstellung der n\u00f6tigen Infrastruktur, wie zum Beispiel Autostellfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Der Senat hingegen betont, das geplante Geb\u00e4ude sei zul\u00e4ssig. Es werde zur Umgebung passen und das Ortsbild nicht verschandelt, wie von einigen bef\u00fcrchtet. Gestalterische Kniffe, wie zur\u00fcckgesetzte Fassadenteile, werden nach Ansicht der Beh\u00f6rden dazu f\u00fchren, dass das Geb\u00e4ude nicht so lang und wuchtig wirkt, wie angenommen.<\/p>\n<p>Die Arbeiten an der Warfer Landstra\u00dfe gehen unterdessen voran. 18 Monate Bauzeit sind eingeplant. Demnach m\u00fcsste das \u00dcbergangswohnheim im M\u00e4rz 2027 fertig sein.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc82pq6a6nbnse9wa05vn\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-borgfeld\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr die Nutzung der gerade entstehenden Fl\u00fcchtlingsunterkunft an der Warfer Landstra\u00dfe in Borgfeld wird Bremen dem Eigent\u00fcmer \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":483697,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-483696","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115341019524684295","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=483696"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/483696\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/483697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=483696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=483696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=483696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}