{"id":484259,"date":"2025-10-09T04:00:11","date_gmt":"2025-10-09T04:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484259\/"},"modified":"2025-10-09T04:00:11","modified_gmt":"2025-10-09T04:00:11","slug":"ukraine-gefluechtete-verlieren-in-teilen-den-schutzstatus-s-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/484259\/","title":{"rendered":"Ukraine-Gefl\u00fcchtete verlieren in Teilen den Schutzstatus S &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Schweiz behandelt ab dem 1. November Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine neu je nach Herkunftsgebiet unterschiedlich. F\u00fcr Menschen aus sieben Regionen im Westen des Landes wird es in der Regel nicht mehr m\u00f6glich sein, den Schutzstatus zu erhalten \u2013 denn der Bund erachtet eine R\u00fcckkehr dorthin als zumutbar. Osteuropa-Korrespondentin Judith Huber ordnet ein.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Judith Huber\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/75eb82.webp.webp\"\/><\/p>\n<p class=\"person-details__name\">\n                Judith Huber\n    <\/p>\n<p class=\"person-details__function\" itemprop=\"jobTitle\">\n        Osteuropa-Korrespondentin\n    <\/p>\n<p>    Personen-Box aufklappen<br \/>\n    Personen-Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Vor ihrer T\u00e4tigkeit als Osteuropa-Korrespondentin war Judith Huber als Sonderkorrespondentin f\u00fcr die Ukraine und als Auslandredaktorin t\u00e4tig. Sie war zudem  jahrelang Produzentin der Sendung \u00abEcho der Zeit\u00bb von Radio SRF. Judith Huber befasst sich seit Jahren mit Osteuropa und Russland und mit anderen L\u00e4ndern des postsowjetischen Raums. Sie spricht sowohl Russisch als auch Ukrainisch.<\/p>\n<p>                                                        Sind die Gebiete im Westen der Ukraine weniger gef\u00e4hrlich? <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Wenn man sie mit der extremen Gef\u00e4hrdung im Osten des Landes vergleicht oder auch mit der inzwischen sehr gef\u00e4hrlichen Lage in der Hauptstadt Kiew, dann sind diese Regionen im Westen etwas weniger gef\u00e4hrlich.\u00a0Aber von Sicherheit kann man nicht sprechen.\u00a0Alleine in den letzten zwei Wochen gab es dort zwei grosse Angriffe mit stundenlangem Bombenalarm und mehreren Hundert Drohnen und Raketen. Solche Bombenn\u00e4chte sind existenziell bedrohlich und furchterregend f\u00fcr die Menschen. Bei einem dieser Angriffe starben vier Menschen \u2013 eine ganze Familie. Es wurde ein Einfamilienhaus in der N\u00e4he von Lwiw getroffen, aber auch ein Fabrikgeb\u00e4ude.\u00a0Der Krieg ist dynamisch und seit Anfang Sommer hat Russland die Angriffe auf die Zivilbev\u00f6lkerung noch verst\u00e4rkt. Dies betrifft eben die ganze Ukraine, nicht nur Gebiete im Osten.<\/p>\n<p>                                                        L\u00e4sst sich die ukrainische Bev\u00f6lkerung einteilen in Gruppen, die mehr oder weniger gef\u00e4hrdet sind?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Trennsch\u00e4rfe ist nat\u00fcrlich nicht ganz gegeben. Der Krieg besteht zu einem grossen Teil aus Luftangriffen auf zivile Ziele, auf Wohngeb\u00e4ude, Energieinfrastruktur, Spit\u00e4ler, Schulen.\u00a0Aber man k\u00f6nnte schon sagen, dass f\u00fcr Kinder, Schwangere oder etwas \u00e4ltere Personen das Ausharren in Schutzr\u00e4umen und kalten Wohnungen schwieriger zu ertragen ist. Und alle leiden unter grossem Stress, auch vermeintlich Gesunde.\u00a0So wurde unl\u00e4ngst von einem Fall berichtet, in dem eine Frau mittleren Alters w\u00e4hrend eines Luftangriffs in einem Schutzraum einen Herzinfarkt erlitt. Sie hat den Stress nicht mehr ausgehalten.\u00a0Auch so etwas spielt eine Rolle in diesem Zerm\u00fcrbungskrieg.<\/p>\n<p>                                                        Welches Signal setzt die Schweiz mit dem heutigen Entscheid?<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Das Signal ist, dass die Schweiz die Solidarit\u00e4t und die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine zur\u00fcckf\u00e4hrt.\u00a0Und dies geschieht in einer sehr schwierigen Zeit, in der es der Ukraine an allem fehlt und ein sehr strenger Winter vor der T\u00fcr steht.\u00a0Denn Russland m\u00f6chte mit seinen Angriffen einmal mehr die Energieinfrastruktur der Ukraine zerst\u00f6ren und f\u00fcr die Menschen diesen Winter v\u00f6llig unertr\u00e4glich machen.\u00a0Dazu kommt, dass die Schweiz ihr humanit\u00e4res Engagement f\u00fcr die Ukraine immer wieder sehr betont hat, implizit auch als Kompensation daf\u00fcr, dass man wegen der Neutralit\u00e4t keine Waffen liefert.\u00a0Gleichzeitig machen die ukrainischen Beh\u00f6rden darauf aufmerksam, dass die russischen Raketen und Drohnen, die jeden Tag die Zivilbev\u00f6lkerung terrorisieren, immer noch Komponenten westlicher Hersteller enthalten.\u00a0Auch Komponenten von Schweizer Firmen.\u00a0Die Schweiz schafft es also nicht, die Sanktionen gegen Russland, die sie mittr\u00e4gt, auch wirksam umzusetzen, und f\u00e4hrt gleichzeitig die Unterst\u00fctzung der Gefl\u00fcchteten zur\u00fcck, die vor diesen Drohnen und Raketen fliehen.\u00a0Ich denke, das ist das Signal, das in der Ukraine ankommt.<\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen. 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