{"id":48447,"date":"2025-04-21T02:59:20","date_gmt":"2025-04-21T02:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48447\/"},"modified":"2025-04-21T02:59:20","modified_gmt":"2025-04-21T02:59:20","slug":"hannover-mit-ki-besser-ermitteln-nord-tatort-geht-das-wagnis-ein-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/48447\/","title":{"rendered":"Hannover | Mit KI besser ermitteln? &#8211; Nord-\u00abTatort\u00bb geht das Wagnis ein"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Hannover (dpa) &#8211; Der neue \u00abTatort\u00bb aus dem Norden beginnt mit einem Schreckensszenario an einem der belebtesten Pl\u00e4tze von Hannover: Ein Unbekannter ersticht in der Passage unter dem Hauptbahnhof aus dem Nichts und v\u00f6llig unbemerkt zwei M\u00e4nner. Umringt von Menschen &#8211; und trotzdem gibt es nicht einen einzigen Zeugen. Oder doch?\u00a0<\/p>\n<p>Das verspricht zumindest der Vertreter einer privaten Software-Firma, die mit K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) gro\u00dfe Datenmengen auswerten kann. Die Chefin des Landeskriminalamtes in Hannover, Gabriele Seil (Anna Stieblich), wagt es und setzt auf \u00abErmittler KI\u00bb. \u00abWenn wir nicht wollen, dass die B\u00f6sen gewinnen, m\u00fcssen wir gleichziehen\u00bb, begr\u00fcndet sie den ungew\u00f6hnlichen Einsatz der Ermittlungssoftware Kroisos. Der \u00abTatort: Im Wahn\u00bb von Regisseurin Viviane Andereggen l\u00e4uft am Ostermontag (21. April), 20.15 Uhr im Ersten.<\/p>\n<p>Ermittler aus Hamburg, Hannover und G\u00f6ttingen<\/p>\n<p>Mit im \u00fcberregionalen Team ist auch Bundespolizist Thorsten Falke (Wotan Wilke M\u00f6hring), denn die Morde passierten im Bereich des Bahnhofes. Gemeinsam mit der Kriminalbeamtin Yael Feldman (Peri Baumeister) und der G\u00f6ttinger Kommissarin Ana\u00efs Schmitz (Florence Kasumba) geht er also dort auf Spurensuche, wo die Big-Data-Auswertungen der k\u00fcnstlichen Intelligenz ihn hinf\u00fchren. Die Pr\u00fcfung von Handydaten, Bewegungsprofilen, Social-Media-Posts, Beh\u00f6rdenkontakten, Nachrichtenbeitr\u00e4gen, Gesichtserkennung und vielem mehr f\u00fchrt die Ermittler zu einem sehr wahrscheinlichen T\u00e4ter: den psychisch kranken Ren\u00e9 Kowalski (Mirco Kreibich).<\/p>\n<p>Der ist psychisch labil, wie die Daten ergeben, und war zudem in den vergangenen Wochen mehrfach ohne Grund am Bahnhof. Der KI reicht das, um sich auf einen Verd\u00e4chtigen einzuschie\u00dfen. Falke und seine Kollegin sind skeptisch. Ganz sch\u00f6n viel Schublade und Annahmen, findet Falke. Sich ohne einen einzigen echten Beweis auf einen T\u00e4ter festlegen? Das geht doch nicht. Oder ist Falke einfach nur nicht mehr up to date? \u00abHaben Sie Vorbehalte gegen Algorithmen oder haben Sie Angst, von KI ersetzt zu werden?\u00bb, fragt ihn auch die Polizeidirektorin ganz direkt.\u00a0<\/p>\n<p>KI oder doch besser klassische Polizeiarbeit?<\/p>\n<p>Aber vielleicht ist echte Polizeiarbeit doch die bessere Wahl? Denn obwohl die Beweise in der Wohnung des Verd\u00e4chtigen die Annahmen der KI zun\u00e4chst st\u00fctzen, gibt es bald einen dritten Mord &#8211; nach fast exakt dem gleichen Schema. Der erste Verd\u00e4chtige und mutma\u00dfliche T\u00e4ter war da aber schon tot.\u00a0<\/p>\n<p>Also muss die KI erneut ran und zaubert diesmal einen Verd\u00e4chtigen mit ausl\u00e4ndischen Wurzeln und islamischem Glauben aus dem Hut. Ein kritischer Journalist kommentiert das so: \u00abWieder einer, den Kroisus Ihnen vors Visier geschoben hat. Aufgrund welcher Faktoren diesmal? Krankheit hatten wir schon. Religion? Hautfarbe?\u00bb<\/p>\n<p>Diesmal aber irrt die KI und Falke und seine Kollegin aus Hannover setzen stattdessen auf klassische Polizeiarbeit. Beobachten, befragen, Beweise sammeln und auswerten, Akten w\u00e4lzen und selbst nachdenken. Falke ist seit dem Tod seiner Partnerin Julia Grosz (Franziska Weisz) stiller geworden. Das Nachdenkliche und Zur\u00fcckhaltende steht ihm aber gut &#8211; und es ist im Nord-\u00abTatort\u00bb ein gelungener, starker, menschlicher Kontrast zur blitzschnellen, allwissenden KI.<\/p>\n<p>KI h\u00e4lt Einzug auch bei der echten Polizei<\/p>\n<p>Der neue \u00abTatort\u00bb aus dem Norden greift ein Thema auf, das l\u00e4ngst in sehr vielen Bereichen des Lebens Einzug gehalten hat. Das Spannungsfeld zwischen dem Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz und den unglaublichen Datenmengen, die zu vielen Menschen digital vorliegen, bildet der Sonntagkrimi aus der Feder von Georg Lippert schlau ab. Dabei nutzt er durchaus viele Vorurteile &#8211; aber eben die von allen Seiten. \u00abEs war uns wichtig, die KI nicht zu verteufeln\u00bb, sagt Drehbuchautor Lippert laut Presseheft dazu. Interessiert habe ihn dabei vor allem der schmale Grat zwischen Nutzen und Risiken.<\/p>\n<p>Bei der Polizei ist Analyse- und Recherchesoftware noch kein bundesweiter Standard, aber sie ist auf dem Vormarsch. Hessen und Nordrhein-Westfalen lassen die Polizeidatenbanken auf diese Weise zur Gefahrenabwehr bereits auswerten, Bayern will in diesem Jahr nachziehen, Hamburg pr\u00fcft den Einsatz. Das Bundesinnenministerium will eine eigene Software-L\u00f6sung entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hannover (dpa) &#8211; Der neue \u00abTatort\u00bb aus dem Norden beginnt mit einem Schreckensszenario an einem der belebtesten Pl\u00e4tze&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":48448,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1836],"tags":[3364,29,23190,441,30,692,46,198,62,1411,218,6406,23191],"class_list":{"0":"post-48447","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hannover","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-digitales","11":"tag-fernsehen","12":"tag-germany","13":"tag-hamburg","14":"tag-hannover","15":"tag-internet","16":"tag-medien","17":"tag-niedersachsen","18":"tag-tatort","19":"tag-tv-ausblick","20":"tag-zum-21-april"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114373719825471565","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=48447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/48447\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/48448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=48447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=48447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=48447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}